| Ein Machtwort bringt die Wende |
|
|
Vorzeitiges Weihnachtsgeschenk für die Volleyballer vom VfB Friedrichshafen: Am vierten Advent und damit drei Tage vor Heilig Abend bezwangen sie die Wuppertal Titans mit 3:1 (29:27, 25:27, 25:16, 25:16) und stehen damit weiterhin an der Spitze des Bundesliga-Klassements![]() Wie eine Wand: Georg Grozer, Joao José und Lukas Divis stellten Gerrit Zeitler einen imposanten Block entgegen / Foto Kram cku - Nach dem zweiten Satz gegen die Wuppertal Titans war Stelian Moculescu verärgert. Sehr verärgert sogar. Entschlossen schritt er vor sein Team vom VfB Friedrichshafen und sagte: „Geht jetzt da raus und gewinnt mit 3:1. Anderenfalls werden wir die nächsten Tage voll trainieren. Dann gibt es garantiert keine freie Zeit." Die Reaktion auf das Machtwort folgte sofort: Die Häfler gewannen die Durchgänge drei sowie vier und verbuchten mit dem 3:1 (29:27, 25:27, 25:16, 25:16) ihren neunten Sieg in der laufenden Bundesligasaison. Insbesondere in den ersten beiden Abschnitten aber verkaufte sich der amtierende Deutsche Meister und Pokalsieger weit unter Wert. Obwohl oder vielleicht gerade weil die Gäste aus Wuppertal mit einer Minibesetzung von nur sieben Spielern - neben Trainer Jens Larsen waren auch Oliver Gies und Julian Stuhlmann erkrankt zuhause geblieben - antraten und nach einer Buspanne die 600 Kilometer am Steuer von Mietwagen bewältigt hatten, unterliefen den Gastgebern ungewohnt viele leichte Fehler. Da sich die Titanen zudem gut aufgelegt und kämpferisch zeigten, entwickelte sich schon im ersten Satz ein spannendes Spiel. Vier Satzbälle ließ Wuppertal ungenutzt, ehe Friedrichshafen die erste Möglichkeit zum Satzgewinn annahm. ![]() Sprach nach dem zweiten Satz ein Machtwort: VfB-Trainer Stelian Moculescu / Foto Kurth Ähnliches Bild im zweiten Abschnitt. Wieder führte das VfB-Ensemble recht komfortabel mit 21:18, konnte dann zwei Satzbälle nicht verwerten und ließ sich den Abschnitt noch aus den Händen reißen. „Wuppertal hat sehr gut gespielt, Spaß gehabt und die Punkte gemacht", sagte Georg Grozer. „Irgendwann haben wir das gesehen und kapiert, dass das heute nicht so einfach geht. Dann haben wir angefangen, selbst Druck zu machen." Dementsprechend schalteten die Häfler einen Gang höher und kamen letztendlich nicht mehr in Bedrängnis. Angeführt von Grozer, der mit 29 Zählern nicht nur bester Punktesammler der Partie war, sondern fast doppelt so viele Zähler als die besten Wuppertaler Scorer Gerrit Zeitler (15) und Peter Lyck-Hansen (16) machte, entschieden sie Satz drei via 8:5, 16:11 und 21:15, Satz vier via 5:8, 16:11 und 21:14 mit jeweils 25:16 zu ihren Gunsten. „Das ist alles eine Geschichte des Selbstvertrauens", sagte Moculescu. „Zur Zeit ist ein bissl Verunsicherung da. Da passt die Abstimmung nicht ganz oder man wartet, dass der andere etwas macht. Wenn man sich nicht so gut fühlt, spielt man halt nicht das, was man eigentlich könnte." Dank des Sieges führen Kapitän Joao José nicht nur weiterhin das Klassement der Volleyball-Bundesliga an, sondern können sich auch auf zwei freie Tage am 23. und 24. Dezember freuen. Zuvor und danach allerdings stehen Trainingseinheiten in normalem Umfang auf dem Programm, um gut vorbereitet in das Bundesliga-Auswärtsspiel am 27. Dezember gegen EnBW TV Rottenburg sowie das Pokal-Halbfinale am 30. Dezember gegen Generali Haching zu gehen. ![]() Das symphonische Jugendblasorchester Friedrichshafen sorgte beim Spiel gegen Wuppertal für Unterhaltung / Foto Kurth |



















