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VfB verschenkt keinen Satz
Thursday, 26 January 2012 00:44
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Mit 3:0 (27:25, 25:16, 25:16) gewinnt der VfB Friedrichshafen das Schwabenderby gegen den Tabellenzehnten EnBW TV Rottenburg und hält somit den zweiten Tabellenplatz in der 1. Bundesliga. Nach Anlaufschwierigkeiten im ersten Satz ließen die Häfler den Rottenburgern keine Chancen und glänzten vor allem im Aufschlag. „Die Jungs mussten die Suppe, die sie sich im ersten Satz eingebrockt haben, auslöffeln“, sagte VfB-Trainer Stelian Moculescu. „Das haben sie geschafft und wir haben gewonnen. Sehr gut!“


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Ab dem zweiten Satz hieß es für den EnBW TV Rottenburg: Kein Block ist dem VfB zu hoch, um daran vorbei zu schlagen / Foto Kram

 

Friedrichshafen (gek). VfB-Hallensprecher Nico Brugger steht auf dem Spielfeld in der ZF Arena und verteilt Wasserflaschen. Den Teams ist weder der Trinkvorrat ausgegangen, noch dienen die Ensingerflaschen zum Duschersatz. Nein, Nico Brugger hat die Medaillen für die Ehrung des wertvollsten Spielers im Tresor vergessen und übergibt nun, in Ermangelung einer Trophäe, eine leere und eine halbvolle Flasche an Nikola Jovovic und René Bahlburg. „Ich wollte sicher gehen, dass die Auszeichnungen nicht gestohlen werden und sie sicher verwahrt sind“, sucht er noch schnell eine Ausrede, verspricht aber die Flaschen als Pfand gegen die Medaillen zu tauschen.

 

„Ich habe noch nicht so oft gespielt“, sagte Jovovic nach dem 3:0 (27:25, 25:16, 25:16) Sieg über den EnBW TV Rottenburg am Mittwochabend (25. Januar). „Aber ich habe so viel Zuspruch vom Team bekommen, das macht mir Mut. Vielen Dank dafür!“ Dabei ließen seine Mannschaftskollegen Jovovic, der von Beginn an die Fäden im Häfler Spiel zog, gerade im ersten Satz ein wenig im Stich und konnten sich nicht effektiv gegen die Abwehr von Rottenburg durchsetzen. „Ich habe trotzdem versucht alle zu bedienen und den Gegner zu überraschen“, so Jovovic weiter. Dies gelang ihm vor allem beim Stand von 14:11, als er um Libero Nikola Rosic herumlief, mit einem Bein absprang und einen gekonnten Schmetterschlag in der Spielfeldhälfte der Rottenburger Spieler versenkte.

 

Doch dieser Alleingang brachte nicht den gewünschten Umschwung und so kämpften die Häfler auf einmal gegen den Satzgewinn des Gegners an. Durch eine für den VfB glückliche Schiedsrichterentscheidung konnten sie den ersten Satzverlust gegen Rottenburg in eigener Halle jedoch verhindern und beendeten den Durchgang knapp mit 27:25. „Da haben wir wirklich Glück gehabt“, sagte Libero Nikola Rosic nach dem Spiel. „Rottenburg hatte nichts zu verlieren, die haben 200 Prozent gespielt und wir waren vielleicht nicht ganz auf den Punkt konzentriert.“

 

Auch Stelian Moculescu nahm seine Spieler in Schutz: „Wir haben anstrengende Spiele hinter uns, und die kommenden werden auch nicht leichter“, so der VfB-Trainer. „Wenn Du alle drei Tage antreten und zwischendurch auch noch weite Reisen überstehen musst, dann kannst du nicht immer das nötige Adrenalin zum richtigen Zeitpunkt haben.“ Dennoch hielt er seinen Unmut über die Leistung im ersten Durchgang nicht zurück und holte die Mannschaft in der Satzpause zurück auf das Spielfeld ins hier und jetzt. „Stelu darf in dem Moment böse mit uns sein“, sagte Rosic. „Das hilft uns, um uns wieder zu konzentrieren und durchzustarten.“

 

Die Ansprache trug Früchte und das Häfler Team kehrte aufgeräumt aufs Spielfeld zurück. Wo vorher die Angreifer am Block scheiterten, schlugen sie jetzt vorbei und ließen den Rottenburgern keine Chance auch nur annähernd am Sieg des VfB Friedrichshafen zu rütteln. „Die Jungs haben sich die Suppe selbst eingebrockt und mussten sie auslöffeln“, so Moculescu. „Das haben sie geschafft, wir haben gewonnen und können uns nun auf die nächste Aufgabe konzentrieren“, war er zufrieden. Und nicht nur er war mit dem Ausgang der Partie versöhnt: auch Nikola Jovovic und der Rottenburger René Bahlburg verließen zufrieden die Arena, nachdem sie dann doch noch  ihre Wasserflasche gegen die Auszeichnung zum wertvollsten Spieler aus dem Tresor getauscht hatten.

 

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Anstatt über eine Medaille durfte sich Nikola Jovovic, auf Seiten des VfB Friedrichshafen als wertvollster Spieler ausgezeichnet, über eine Wasserflasche als Pfand freuen / Foto Kram

 



Spielstatistik


VfB Friedrichshafen

Aufschlag 7 Punkte, Annahme 56% (31% perfekt), Angriff 41 Punkte (52%), Block 7 Punkte, MVP: Jovovic

Rosic L, Vemic 3, Venno 19, Jovovic 2, Böhme 6, José 7, Idi 14, Jarmoc 4, nicht eingesetzt: Späth, Denmark, Jovanovic, Zatko, van Bemmelen, Harms

 

EnBW TV Rottenburg

Aufschlag 0 Punkte, Annahme 33% (16% perfekt), Angriff 29 Punkte (37%), Block 6 Punkte, MVP: Bahlburg

Klass L, Chowanski 2, Isaak 4, Steinke 7, Sliti 1, Bahlburg 11, Ranner 2, Mehlberg 6, Neumeister 1, Michel 1, Cipowitz 4, nicht eingesetzt: Pielmeier, Belizer L


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2012 CEV Champions League

Playoffs 6 - Viertelfinale

Zenit Kazan - VfB Friedrichshafen  3:0
VfB Friedrichshafen - Zenit Kazan  -:-


Playoffs 12 - Achtelfinale

VfB Friedrichshafen - Tours VB  3:0
Tours VB - VfB Friedrichshafen  2:3

 

Endstand Vorrunde

1 Zenit Kazan  15  17:5
2 VfB Friedrichshafen  14  15:8
3 Remat Zalau  4  6:15
4 Euphony Asse-Lennik  3  7:17

Bundesliga 2011/2012

1  Haching  34:2 51:11
2  Friedrichshafen  32:6  53:17
3  BR Volleys  26:10  46:18
4  Moers  22:14  41:32
5  Bühl  22:14  35:31
6  Netzhoppers  20:18  34:35
7  Gotha  12:24  29:42
8  Mitteldtld.  12:24  29:43
9  Düren  10:26  25:42
10  Rottenburg  10:26  24:44
11  Bottrop  0:36  6:54

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