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Sie hatten sich über 17 Spieltage hinweg keine Blöße gegeben und bekamen nun am 18. Spieltag der Saison eine richtige Klatsche. Tabellenführer Generali Haching musste sich am Sonntagnachmittag gegen die BR Volleys zum ersten Mal in dieser Saison geschlagen geben. In der Spitzenpartie des Spieltags hatte Generali keine Chance und verlor auch in dieser Deutlichkeit verdient mit 0:3 (18:25, 21:25, 23:25).
Während die Berliner souverän und konzentriert ihr Pensum abspulten, wackelten die Randmünchener in Annahme und Aufschlag. „Vor allem der Druck über den Aufschlag hat heute gefehlt. Es ist ärgerlich gegen seine alten Teamkameraden zu verlieren, ist man da ja besonders angestachelt“, sagte Hachings Kapitän Max-Günthör. Vor allem BR-Diagonalangreifer Paul Carroll, der in der vergangenen Saison noch für Haching am Netz stand, erwischte einen starken Tag und erzielte 17 direkte Punkte.
„Das war heute eben eine kalte Dusche, aber ich hoffe sie war zum richtigen Zeitpunkt“, sagte ein verärgerter Hachinger Trainer Mihai Paduretu. „Man kann im Sport verlieren, aber nicht so wie heute. Es gibt Grenzen, die man nicht unterschreiten darf, heute war das aber leider der Fall. Nur Christian Dünnes hat seine Leistung gebracht.“ Noch vor dem Abendessen rief er sein Team zu einer Besprechung in der Kabine zusammen. Bereits am Mittwoch wartet mit dem Rückspiel im Champions-League-Achtelfinale im russischen Novosibirsk der nächste Prüfstein für Generali.
Bei einem Sieg gegen Berlin hätte Haching bereits vorzeitig den ersten Tabellenplatz der Hauptrunde feiern können. Doch durch die Pleite darf sich der VfB Friedrichshafen bei noch drei ausstehenden Spielen Hoffnungen machen, doch noch als Erster in die Play-offs zu gehen. VfB-Trainer Stelian Moculescu hat die Konkurrenten im Kampf um den Deutschen Meistertitel als Tribünengast jedenfalls schon einmal genau unter die Lupe genommen.
Der VfB hatte bereits am Samstag seine Aufgabe gegen den VC Gotha mit einem 3:1 (23:25, 25:15, 25:15, 25:16)-Sieg erledigt. Die Thüringer, die die Häfler im Hinspiel sensationell mit 3:2 geschlagen hatten, begannen furios. Doch nach dem Wachmacher im ersten Satz, „sind die Motoren angesprungen”, wie es Moculescu formulierte. Kompromisslos in Aufschlag und Angriff schoss Friedrichshafen die Gäste ab. Mit Milos Vemic (12), Oliver Venno (18), Marcus Böhme (15), Joao José (12) und Idi (19) punkteten alle Angreifer der Gastgeber im zweistelligen Bereich.
Gothas Trainer Jörg Schulz war dennoch nicht unzufrieden. „Wir haben die Kopfsache ausgenutzt, dass Friedrichshafen zwischen zwei Europapokalspielen gegen einen schwächeren Gegner antreten musste und zu Beginn nicht hundertprozentig im Spiel war“, sagte er. „Wir können für ein paar Momente mithalten – bis Friedrichshafen uns zeigt, wo der Hammer hängt.“ Am Mittwoch kämpft Deutschlands Vorzeigeklub vom Bodensee im französischen Tours um den Einzug ins Champions-League-Viertelfinale.
In den übrigen Partien des Spieltags gab es klare Favoritensiege. Moers, Bühl und die Netzhoppers KW-Bestensee gaben sich im Rennen um die besten Play-off-Plätze keine Blöße. Alle Teams gewannen klar mit 3:0. Endgültig abgestiegen ist Revierklub RWE Volleys Bottrop, die durch die Pleite bei den Netzhoppers nun auch rechnerisch keine Chance mehr haben, den letzten Tabellenplatz noch zu verlassen.
Evivo Düren war dem TV Bühl zwar in allen Belangen unterlagen, darf sich aber bei noch drei ausstehenden Partien und zwei Zählern Rückstand auf Rang acht weiter Hoffnungen auf die Play-off-Teilnahme machen. Auch der Vorletzte EnBW TV Rottenburg hat trotz der klaren Niederlage in Moers noch rechnerische Chancen auf einen Rang unter den besten Acht.
Ergebnisse vom 04./05. Februar 2012 04.02.2012 Netzhoppers KW-Bestensee – RWE Volleys Bottrop 3:0 (25:20, 25:21, 25:18) 04.02.2012 VfB Friedrichshafen – VC Gotha 3:1 (23:25, 25:15, 25:15, 25:16) 04.02.2012 TV Bühl – evivo Düren 3:0 (25:17, 25:18, 25:22) 05.02.2012 Moerser SC – EnBW TV Rottenburg 3:0 (25:19, 25:23, 25:21) 05.02.2012 Generali Haching – Berlin Recycling Volleys 0:3 (18:25, 21:25, 23:25)
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