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Die Furcht vor dem Golden Set
Monday, 06 February 2012 18:38
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Der VfB Friedrichshafen hat vorgelegt: Mit 3:0 gewannen die Häfler das Achtelfinal-Hinspiel in der 2012 CEV Volleyball Champions League gegen Tours VB (Frankreich). Im Rückspiel am Mittwoch (8. Februar, 20.30 Uhr) benötigen sie nun einen weiteren Sieg, um den Einzug ins Viertelfinale perfekt zu machen. Gelingt das nicht, fällt die Entscheidung im gefürchteten Golden Set

 

Auszeit - Moculescu

Einen Sieg braucht der VfB in Tours - das wissen Trainer Stelian Moculescu und sein Team / Foto Kram


Friedrichshafen (cku). Im Grunde genommen könnte die Ausgangsposition nicht besser sein. Glatt in drei Sätzen siegten die Schmetterkünstler vom VfB Friedrichshafen im Achtelfinal-Hinspiel der 2012 CEV Volleyball Champions League – besser geht es nicht. Und doch ist mit diesem Sieg noch nichts gewonnen. Denn nur, wenn die Häfler auch das Rückspiel am Mittwoch (8. Februar, 20.30 Uhr) gegen Tours VB (Frankreich) gewinnen, sind sie direkt für das Viertelfinale qualifiziert.

Verlieren sie, egal mit welchem Satzergebnis, entscheidet der Golden Set. Dieser würde im Anschluss an die Partie über die Länge von 15 Ballpunkten ausgetragen und ist gleichermaßen ungeliebt wie gefürchtet. „Das ist wirklich die hirnrissigste Regel, die es gibt“, sagt VfB-Trainer Stelian Moculescu. „Mit Sport hat das nichts zu tun. Diejenigen, die sich das ausgedacht haben, würde ich nur Golden Set spielen lassen.“

Nicht nur der Häfler Coach empfindet den Entscheidungssatz als ungerecht. Auch VfB-Kapitän Joao José ist wenig begeistert. „Diese Regel ist einfach unfair“, sagt der Portugiese, der im Hinspiel mit einer exzellenten Angriffsquote von 100 Prozent überzeugte, und ergänzt. „Aber sie ist ja unfair für alle Teams.“

Bereits in der vergangenen Saison machten die VfB-Akteure eine unliebsame Erfahrung mit dem Golden Set. In der Challenge Round des CEV Cups gewannen sie gegen Zaksa Kedzierzyn-Kozle (Polen) das Hinspiel in Friedrichshafen mit 3:1, hatten im Rückspiel in Polen jedoch mit 0:3 das Nachsehen. Da der Golden Set mit 12:15 verloren wurde, war Friedrichshafen ausgeschieden und damit nicht wie erhofft für das Halbfinale qualifiziert.

Auch in Tours steht dem VfB die Tür zur nächsten Runde offen. Auf die leichte Schulter aber nimmt den zweifachen französischen Meister und fünffachen französischen Pokalsieger im Häfler Lager niemand. Schließlich sind die Franzosen in dieser Champions-League-Saison zu Hause noch ungeschlagen und fegten selbst Polens Meister Skra Belchatow in drei Sätzen aus der heimischen „Salle Robert Grenon“.

Um am Mittwoch optimal vorbereitet ins Spiel zu gehen, macht sich das Team bereits am Montagabend per Mannschaftsbus auf den Weg ins 850 Kilometer entfernte Tours. Am Dienstagabend sowie Mittwochvormittag stehen dann jeweils ein Mal Training auf dem Programm. „Vorbereiten, konzentrieren und dann volle Pulle kämpfen“, fasst VfB-Libero Nikola Rosic die Aufgabe an der Loire zusammen. „Tours ist nicht unschlagbar. Das haben wir in Friedrichshafen gezeigt.“

Setzt sich der Deutsche Meister gegen Tours durch, wäre in der nächsten Runde der Sieger des Duells Stade Poitevin Poitiers (Frankreich) gegen Zenit Kazan (Russland) der Gegner. Das Viertelfinale ist für den 22. und 29. Februar (jeweils +/- 1Tag), das Final Four in Lodz (Polen) – ausgerichtet von Belchatow - für den 17. und 18. März terminiert.

 

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Halbfinale - Best of five

Friedrichshafen - Berlin  3:1
Berlin -  Friedrichshafen  3:2
Friedrichshafen - Berlin  1:3
Berlin -  Friedrichshafen  3:1

 

Viertelfinale - Best of three

Friedrichshafen - Düren  3:0
Düren -  Friedrichshafen  0:3

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1  Haching  36:4 55:14
2  Friedrichshafen  32:8  55:20
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