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Aus lauwarmem Wasser eine gute Suppe gekocht
Wednesday, 15 February 2012 23:57
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Mit einem 3:1 (23:25, 25:17, 25:23, 25:20) Erfolg über den Moerser SC hat der VfB Friedrichshafen vor Ende der Hauptrunde in der Bundesliga den zweiten Platz sicher. Mittelblocker Marcus Böhme ersetzte bei dem Sieg über den Tabellenvierten dabei die Verletzen Diagonalangreifer Oliver Venno und Zoran Jovanovic

 

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Ungewohnte Situation für Mittelblocker Marcus Böhme. Er wehrt im Hintergrund auf der Diagonalposition den Ball ab / Foto Kram

 

Friedrichshafen (gek). „Ein Fass für´s Ass“ klingt es durch die ZF Arena und Sekunden später hört man begeistertes Johlen, denn ein weiteres Ass kann gefeiert werden. Beide Punkte gehen auf das Konto von VfB-Außenangreifer Milos Vemic, dem es die Zuschauer mit einem lauten „Dankeschön“ dankten, denn pro Ass werden von Rothaus 5 Liter Bier gespendet. Zehn Punkte lang ist Vemic am Aufschlag, bevor der Gegner wieder zum Zug kommt.

Im Spiel gegen den Moerser SC am Mittwochabend (15. Februar) musste der VfB Friedrichshafen jedoch in den vierten Satz gehen, um diese Aufschlagserie zu erleben. Nach den verletzungsbedingten Ausfällen der beiden Diagonalangreifer Oliver Venno und Zoran Jovanovic musste eine Lösung her, die mit Marcus Böhme bestens angegangen wurde. Der eigentliche Mittelblocker wechselte auf eine Position, die ihm gar nicht so unbekannt ist. Schon in der deutschen Nationalmannschaft und auch probeweise beim VfB spielte Böhme über die Diagonale.

„Ins lauwarme Wasser wurde ich geworfen, nicht ins eiskalte“, so Böhme nach dem Spiel. „In den letzten Trainingseinheiten habe ich schon diese Position geübt, sodass ich damit gerechnet habe heute dort eingesetzt zu werden.“ Dabei erwischte Böhme nicht den besten Start. „Ich war teilweise sehr mit mir selbst beschäftigt“, so Böhme. „Es sind doch einfach ungewohnte Abläufe, an die ich denken muss.“ So passierten gerade in der Feinabstimmung kleine Fehler mit VfB-Zuspieler Jurai Zatko, doch letztlich war Böhme mit der Gesamtleistung zufrieden: „Ich gewöhne mich daran und dann klappt es immer besser.“

Nicht nur Böhme musste ins Spiel finden – die Häfler erwischten gegen den Tabellenvierten keinen guten Start. „Wir haben damit gerechnet, dass Moers stark ist“, urteilte VfB-Trainer Stelian Moculescu. „Wir haben im ersten Satz nicht übermäßig schlau gespielt und dann verliert man gegen so eine Mannschaft auch einen Satz.“ Nach dem Warm Up fanden die Jungs vom Bodensee aber immer besser in die Partie und machten Moers vor allem in der Abwehr und mit dem Druckmittel Aufschlag das Leben schwer. SC-Trainer Chang Cheng Liu war nach der Begegnung enttäuscht von seinem Team: „Im ersten Satz konnten wir mithalten, aber mit unserer schlechten Annahme und Abwehr können wir gegen den VfB niemals gewinnen – dazu ist der VfB einfach zu gut.“

Ein weiteres Ass im vierten Satz konnten Mannschaft und Häfler Anhänger zwar nicht feiern, jedoch einen 3:1 (23:25, 25:17, 25:23, 25:20) Erfolg und die Gewissheit, dass ihnen Platz zwei in der Tabelle nicht mehr zu nehmen ist. Theoretisch darf der VfB sogar noch auf Platz eins schielen. Dafür aber müsste er nicht nur die Partie gegen CV Mitteldeutschland am 25. Februar gewinnen. Die Häfler sind dann auch noch auf zwei abschließende Niederlagen von Spitzenreiter Generali Haching angewiesen.

 



Spielstatistik

VfB Friedrichshafen
Aufschlag 10 Punkte, Annahme 62% (30% perfekt), Angriff 55 Punkte (49%), Block 10 Punkte, MVP: Milos Vemic
Rosic L, Vemic 19, Böhme 11, José 16, Idi 12, Denmark 7, dos Santos 0, nicht eingesetzt: Späth, Jovanovic, Zatko, van Bemmelen, Venno, Jarmoc, Jovovic

Moerser SC
Aufschlag 0 Punkte, Annahme 40% (10% perfekt), Angriff 43 Punkte (45%), Block 11 Punkte, MVP: Dirk-Jan van Gendt
Neumann 1, van Gendt 4, Broshog 6, Rodriguez L, Keir 1, Klingner 7, Prolingheuer 17, Gommans 9, Smedins 9, nicht eingesetzt: Weber L, Verschuren

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Halbfinale - Best of five

Friedrichshafen - Berlin  3:1
Berlin -  Friedrichshafen  3:2
Friedrichshafen - Berlin  1:3
Berlin -  Friedrichshafen  3:1

 

Viertelfinale - Best of three

Friedrichshafen - Düren  3:0
Düren -  Friedrichshafen  0:3

Bundesliga 2011/2012

1  Haching  36:4 55:14
2  Friedrichshafen  32:8  55:20
3  BR Volleys  26:14  49:24
4  Moers  26:14  47:35
5  Bühl  26:14  41:33
6  Netzhoppers  22:18  37:37
7  Düren  14:26  31:44
8  Mitteldtld.  14:26  28:48
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