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Beck: „Einmalig und einfach nur toll“
Thursday, 16 February 2012 14:32
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Ein Erlebnis der besonderen Art durften gestern zwölf Jugendliche des Projekts „Gewaltfrei durchboxen“, initiiert von Leiter Harald Beck, erfahren. Auf Einladung des VfB Friedrichshafen besuchten sie das Heimspiel der Häfler Mannschaft gegen den Moerser SC und waren einfach nur begeistert darüber, wie offen und herzlich das gesamte Team des VfB Friedrichshafen sie begrüßte

 

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Stolz, bei der VfB Familie dabei sein zu dürfen: Die Jungs aus dem Projekt "Gewaltfrei durchboxen" fühlen sich beim Abschlussfoto sichtlich wohl / Foto Kram

 

Friedrichshafen (gek). „Einfach nur Wahnsinn, vielen Dank für diese tolle Einladung. Das hat uns und den Jungs sehr viel bedeutet“, verabschiedete sich das Gründerteam Harald Beck, Leiter des Projekts, und Trainer Michel Hofmann „Gewaltfrei durchboxen“ von VfB-Geschäftsführer Jürgen Hauke. Gemeinsam mit seinem Team, bestehend aus Boxtrainer Michel Hofmann und Streetworker Florian Nägele, und neun Jungs besuchte er am Mittwochabend das Heimspiel des VfB Friedrichshafen gegen den Moerser SC und war restlos begeistert.

Gebannt saßen die Jungs in verschiedenen Altersklassen auf der Tribüne und fieberten gemeinsam mit den anderen 1.200 Zuschauern mit. Jubel brandete auf, als Milos Vemic sein zweites Ass ins Feld schlug. In ihren weißen T-Shirts mit dem Aufdruck ihres Logos „Gewaltfrei durchboxen“ und einem roten Kreis mit einer durchgestrichenen geballten Faust hoben sie sich aus der Masse ab. Mit Stiften gewappnet waren sie nach dem Spiel die ersten auf dem Feld um sich Autogramme von ihren Stars zu holen. „Es ist toll, wenn wir den Jungs zeigen können, dass sich mit harter Arbeit auch Erfolg einstellt. Die Spieler haben ein Ziel und das wollen wir in unserem Projekt auch unbedingt vermitteln: es ist wichtig sich Ziele zu setzen“, sagt Beck.

Harald Beck gründete gemeinsam mit Michel Hofmann vor knapp fünf Jahren „Gewaltfrei durchboxen“, ein Projekt gegen die Gewaltbereitschaft von Jugendlichen, mit der Unterstützung der VfB-Boxabteilung und zahlreichen Sponsoren. Seitdem  gestalten Beck und seine Kollegen Boxtrainer Michel Hofmann und Streetworker Florian Nägele an der Pestalozzischule im Sportunterricht Einheiten zur gewaltlosen Konfliktlösung. Dabei steht Boxen als traditionelle Mannschaftssportart im Vordergrund. Das Ziel ist es, gewaltbereiten Jugendlichen durch das Training und dem dadurch verbundenem hohen Maß an Körperbeherrschung, Disziplin und Respekt eine neue gewaltfreie Perspektive zu bieten.

Die Jugendlichen sollen Aufgaben und Ziele vermittelt bekommen. „Wissen Sie“; erklärt Beck. „Ich habe selbst Kinder uns geht es gut. Wenn ich anderen Kindern helfen kann aus der Gewalt zu entkommen und sehe wie sie sich entwickeln, dann ist das das größte Geschenk, dass sie mir damit machen.“ Beck, Hofmann und Nägele arbeiten von Beginn ehrenamtlich mit den Jugendlichen. „Alle schimpfen immer über die Jugend“, so Beck. „Ich will nicht schimpfen, sondern helfen wo ich kann. So geht es uns allen.“

Zusätzlich zum Unterricht in der Schule bietet Beck ein Gruppentraining am Nachmittag an. „Wir wollen Jugendlichen in unserem Team auch Halt und Verständnis in sämtlichen Bereichen des Lebens anbieten“, so Beck. „Nur so können wir es schaffen, dass sich die Jugendlichen beispielsweise auf ihren Schulabschluss und auf den bevorstehenden Übergang ins Berufsleben besser konzentrieren.“ Dies gelingt seinem Team in überdurchschnittlichem Maße. Bisher konnten sie fast alle Jugendlichen nach einem erfolgreichen Schulabschluss eine Lehrstelle vermitteln.

„Wenn die Jungs neben unserem Programm auch noch die Einladung zum Volleyball bekommen, dann merken sie, dass sie akzeptiert werden. Und zwar so wie sie sind“, sagt Beck und freut sich vor allem darüber, ihnen zeigen zu können, wie andere durch ihren Willen etwas zu schaffen dies erreichen. „Das ist Lernen am lebenden Beispiel“, sagt und ist sich sicher, dass die Jungs durch den Besuch in der ZF Arena gelernt haben wie wichtig es ist sich eine Perspektive zu erarbeiten, statt Alltagsprobleme ständig mit Gewalt zu lösen.

 

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