„Individuell sind wir stärker“

12.04.2016

Am Mittwoch (13. April, 20 Uhr) geht es endlich los: Der VfB Friedrichshafen empfängt im ersten Halbfinalspiel die United Volleys Rhein Main. Auf dem Papier hat der Meister vor dem Duell leicht die Nase vorn und geht mit Selbstbewusstsein und 14 verletzungsfreien Spielern an den Start

Friedrichshafen (gek). Zwei Wochen hatten die Häfler Volleyballer Zeit, sich auf ihr Halbfinale vorzubereiten. „Diese Auszeit war wichtig“, sagt Außen-Annahmespieler Björn Andrae. Eigentlich mögen die Spieler einen gewohnten Rhythmus, doch in dieser Saison ist beim VfB Friedrichshafen alles ein wenig anders. „Wir haben selten in einer Formation spielen können“, sagt der 34-jährige und weist auf die vielen Verletzungen, nicht nur bei sich selbst, hin. „Zuletzt waren es Joventino und Gauna, die uns auf Grund von Verletzungen nicht zur Verfügung standen. Doch nun sind alle fit und heiß auf die letzten Wochen in der Saison.“ Regeneration stand nach dem gewonnen Viertelfinale gegen Herrsching zunächst auf dem Trainingsplan, dann akribisches Arbeiten am Zusammenspiel. „Das hat allen gut getan“, so Andrae. 

Mit diesem guten Gefühl sind die United Volleys Rhein Main schon seit dem gewonnenen Viertelfinale unterwegs. Mit dem Motto „Mission Finale“ zeigen Spieler und Fans ganz deutlich, wo sie in ihrer Premierensaison gleich hin möchten. Auch wenn Trainer Michael Warm vor der Saison vielleicht nicht unbedingt auf diese Leistung seines Teams gesetzt hätte: „Die Jungs haben mich immer wieder überrascht“, sagt er. „Wir sind gut vorbereitet und können nach unseren bisherigen Auftritten selbstbewusst in das Match gehen.“ Bereits zum vierten Mal treffen beide Kontrahenten in dieser Saison am Mittwoch aufeinander, zwei Mal entschieden die Häfler das Spiel bisher für sich. 

Die Häfler sind ob des Auftretens des Gegners gewarnt. „Normalerweise kommen die Gegner zu uns und freuen sich, wenn sie einen Satz gewinnen“, bei den United Volleys sei dies anders, sagt Andrae: „Sie wissen, dass sie uns schlagen können und werden dementsprechend auftreten.“ Dennoch sieht Andrae sein Team im direkten Vergleich mit den United Volleys vorn. „Individuell sind wir stärker besetzt und diese Stärke müssen wir ab Mittwoch nutzen.“ 

Der Aufschlag zum Beispiel ist so eine Stärke. Dort führt Außen-Annahmespieler Baptiste Geiler die Play-Offs-Statistik mit neun Assen an. Bester Aufschläger beim Gegner ist Jan Zimmermann mit drei direkten Punkten - Vorteil VfB. Auch im Block liegen die Häfler in Front: Mittelblocker Alexey Nalobin angelte sieben Bälle von der Netzkante, seinem Pendant Tobias Krick gelangen sechs Punkte. Während die United Volleys die Nase in der Abwehr, dem Angriff und der Annahme knapp vorne haben, spiegelt sich die Erfahrung von Zuspieler Simon Tischer auch in der Statistik wieder. In 50,8% aller Zuspiele macht der VfB den direkten Punkt. Bei Ex-Häfler Jan Zimmermann stehen in dieser Statistik 42,2% auf der Uhr.

Spätestens am Mittwochabend sind diese Zahlen dann aber Makulatur, das weiß auch Björn Andrae und setzt auf die Unterstützung des Heimpublikums, um die United Volleys gar nicht erst weiter vom Finale träumen zu lassen. „Das wird eine sehr spannende Serie“, so der Zwei-Meter-Mann. „Wir brauchen jeden, der hinter uns steht.“ 

 

Topscorer: 
VfB Friedrichshafen 
Baptiste Geiler 34 Punkte (4,3 Punkte/Satz) 
Michal Finger 25 Punkte (5 Punkte/Satz)
Björn Andrae 25 Punkte (3,1 Punkte/Satz)
 
United Volleys
Christian Dünnes 42 Punkte (7 Punkte/Satz)
Moritz Reichert 23 Punkte (3,8 Punkte/Satz)

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