Friedrichshafen übernimmt Tabellenführung gegen Bühl

14.01.2017

Der VfB Friedrichshafen gewann am Samstagabend (14. Januar) sein zwölftes Bundesligaspiel in Folge gegen den TV Ingersoll Bühl mit 3:1 (25:15, 21:25, 25:16, 25:18). Nur im zweiten Satz schwächelten die Häfler, zeigten sonst aber ein solides Spiel und beherrschten den Gastgeber vor allem im Aufschlag und Block. Felix Orthmann wurde auf Seiten der Bühler, Armin Mustedanovic beim VfB Friedrichshafen als wertvollste Spieler ausgezeichnet. Nach der Niederlage der Berlin Recycling Volleys klettert der VfB nun mit 34 Punkten auch in der bereinigten Tabelle auf Rang eins der Volleyball Bundesliga.

Sollte der VfB Friedrichshafen in den vergangenen Spielen eine Schwäche gezeigt haben, dann war es der Start in die Sätze. Dieses Mal schien Chef-Trainer Vital Heynen das Team um Armin Mustedanovic und Anastasios Protopsaltis über Außen, Jakob Günthör und Andreas Takvam durch die Mitte, Diagonalangreifer Michal Finger, Zuspieler Simon Tischer und Libero Markus Steuerwald genau auf diesen Umstand aufmerksam gemacht zu haben. 4:1 und 8:5 lagen die Häfler gegen den TV Ingersoll Bühl vorne, überzeugten mit einer stabilen Annahme und starken Blocks von Finger und Günthör. Unaufgeregt spielten die Volleyballer vom Bodensee ihre Chancen aus (12:8) und Jakob Günthör brachte mit einem erneuten Block die Häfler mit fünf in Front (18:13), Michal Finger setzte mit einem sehenswerten Angriff in den Drei-Meter-Raum einen drauf, Protopsaltis erhöhte mit einem Ass (19:13, 20:13). Bühl kam noch zwei Mal zum Service, ehe Mustedanovic nach Steuerwald-Abwehr das klare 25:15 erledigte.

Weniger klar entwickelte sich der Start in Durchgang zwei. Bühl verteidigte besser und fand öfter die richtige Lösung im Angriff, die Häfler bekamen bis dahin keinen Zugriff im Block (5:5, 6:8). Friedrichshafen machte Fehler im Aufschlag und stand nicht mehr konsequent in der Feldabwehr, bis Vital Heynen beim 10:13 die Auszeit nahm und David Sossenheimer für Protopsaltis einwechselte. Allerdings blieben die Schwarzwälder in der Spur, bei den Häflern lief vor allem im Angriff nicht viel zusammen (15:18, 16:21).  Fünf Satzbälle bekamen die Bühler und verwandelten schließlich den dritten zum 21:25

Heynen setzte wieder auf seine Startformation und die zahlte das Vertrauen zurück. Vor allem durch die Mitte war Friedrichshafen jetzt erfolgreich und setzte sich auch dank Libero Markus Steuerwald früh im Satz ab (8:4). Günthör schlug das Ass, Finger ebenfalls und legte mit fünf weiteren Angaben den Grundstein für sechs Punkte in Folge (13:7, 20:9). Vital Heynen brachte Tomas Kocian im Zuspiel und Friedrichshafen blieb in der Spur. Ein Aufschlagfehler der Gastgeber besorgte die 2:1-Satzführung (25:16).

Im vierten Durchgang zogen die Häfler dann durch. Mit starker Verteidigung lagen sie zur ersten technischen Auszeit in Front (8:5), ein starker Block durch Tischer und Günthör baute die Führung weiter aus (9:5, 14:9).  In allen Disziplinen war der VfB jetzt die beherrschende Mannschaft, auch die Aufschläge kamen nun gefährlicher und dadurch erfolgreich (20:14).  Michal Finger war es schließlich, der den Block zum Matchgewinn anschlug (25:18).

 „Bühl hatte nur einen Etatmäßigen Außen-Annahmespieler“, sagte Heynen. „Diese Situation müssen wir konsequenter nutzen und dürfen den zweiten Satz nicht verlieren. Bühl hat dort die Gunst genutzt und sich den Satz geholt“, zeigte er sich kritisch. „Uns ist dies nur in den anderen Durchgängen gut gelungen.“ 

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