Heynen: „Natürlich bleibe ich“

23.02.2017

Sportlich läuft es für den VfB Friedrichshafen gerade richtig gut, die Fans zeigen öffentlich Ihre Unterstützung für Cheftrainer Vital Heynen und es wird über große Differenzen innerhalb des VfB gemunkelt. Im Interview spricht Heynen über diese Themen und sagt ganz klar.  „Wir sind auf einem guten Weg und wollen diesen gemeinsam weiter gehen.“  

Herr Heynen, von den Fans gab es in den letzten Tagen sehr viel Unterstützung für Ihre Person. Wie empfinden Sie das? 
Ich sehe das als ein sehr positives Signal. Wir wünschen uns, dass viele Personen mitdenken und sich engagieren und genau das haben die Fans mit ihrer Plakataktion am Sonntag gegen die United Volleys getan. Dass dieses Thema jetzt in der Presse sehr negativ aufgenommen wurde, finde ich sehr schade. Wir haben bestimmte Regeln, die eingehalten werden müssen und nach denen haben unsere Mitarbeiter gehandelt, sodass die Plakate auf Grund von Brandschutzbestimmungen abgenommen werden mussten. Die Intention, und das haben die Fans wirklich sehr gut rübergebracht, kam allerdings bei allen Beteiligten sehr positiv an. 
 
Wie läuft es denn derzeit beim VfB Friedrichshafen? 
Nach dem Pokalfinale sind einige Sachen in die Zeitung gekommen, die so nicht an die Öffentlichkeit gehören. In jedem Unternehmen gibt es Meinungsverschiedenheiten und diese sind doch auch gut, um etwas zu entwickeln. Dass diese publiziert wurden ist zum Teil auch mein Fehler, da ich sehr offen bin und allen immer alles erklären möchte. Aber verschiedene Meinungen führen auch zu neuen Ergebnissen und zu Bewegung. In den letzten Tagen haben wir einiges auf die Beine gestellt. Wir waren mit dem Pokal bei unseren Sponsoren, werden ein Sponsorenturnier organisieren, wollen zeitnah eine Aktion mit den Fans machen, haben uns etwas Besonderes für alle Zuschauer beim Spiel gegen Paris ausgedacht – und genau das ist es doch, was uns nach vorne bringt. Wir hatten dabei einen Riesenspaß und deswegen kann ich sagen, dass es sehr gut läuft – sportlich und auch in den anderen Bereichen. Und deswegen kommt es für mich überraschend, dass es nach außen so wirkt, dass es nicht gut läuft. 
 
Wie sieht für Sie denn die Zukunft aus? 
Natürlich bleibe ich auch im nächsten Jahr. Derzeit haben wir sehr viel Spaß und wir entwickeln uns. Wenn ich sehe, dass wir uns entwickeln, dann habe ich daran große Freude. Da möchte ich etwas klarstellen. Es gibt einen großen Unterschied zwischen einer Meinungsverschiedenheit und dem Entschluss zu gehen – da haben viele Menschen zu viel hineininterpretiert. Wir arbeiten an einem langfristigen Projekt, das mit Sicherheit seine Anfangsprobleme hat, aber auch da sehe ich gar nicht so wirkliche Probleme. Wir haben viele tolle Dinge umgesetzt, wenn ich zum Beispiel an die Bieraktion gegen Kazan denke und wir werden auch weiterhin viele Dinge umsetzen, denn die Ideen sind da. 
 
Und wie sieht es sportlich aus? 
Lacht. Da ist es viel zu gut gelaufen. Wir sind weit über unseren Erwartungen. Unser Ziel war es, mit jungen und mit deutschen Spielern zu zeigen, dass man Erfolg haben kann. Das war aber über einige Jahre ausgelegt und nicht gleich für die erste Saison angedacht. Die Spieler haben sich sehr, sehr gut entwickelt und jetzt ist die Frage, ob wir noch mehr junge, noch mehr deutsche Spieler integrieren und die Identität in Friedrichshafen damit steigern können. Darüber machen wir uns jetzt Gedanken, denn wir müssen nachdenken, wo es in den nächsten Jahren hingehen soll. Jeder im Ausland schaut auf uns, denn wir haben uns positiv entwickelt, stehen ganz oben und sind dadurch im Gespräch. Wir schaffen es zu begeistern und wollen das in den kommenden Monaten gemeinsam fortsetzen. 
 

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