„Wir müssen 120 Prozent geben“

07.04.2017

Nach einer zweiwöchigen Spielpause startet der VfB Friedrichshafen am Sonntag (9. April, 14:30 Uhr / Kassenöffnung 11:15 Uhr) in die heiße Phase der Playoffs um die deutsche Volleyballmeisterschaft. Im Halbfinale, das in der Serie „best-of-three“ gespielt wird, genießen die Häfler zuerst Heimrecht gegen die Viertplatzierten der Hauptrunde, die SWD powervolleys aus Düren. Für Zuspieler Tomas Kocian wird die Begegnung aus vielerlei Gründen eine ganz besondere.

„Wir müssen 120 Prozent gegen diese Mannschaft geben, um bestehen zu können“, sagt VfB-Zuspieler Tomas Kocian und zeigt damit, wie ernst die Häfler Volleyballer ihren Gegner SWD powervolleys Düren im Halbfinale um die deutsche Meisterschaft nehmen. „Zwischen uns steht es 1:1 und Düren ist die einzige deutsche Mannschaft, die uns in dieser Saison schlagen konnte“, sagt er weiter. „Die Ausgangssituation ist damit 50:50.“

Zu Beginn der Saison besiegten die Dürener den VfB glatt mit 3:0 Sätzen und vor allem für Tomas Kocian, der vor zwei Jahren von den powervolleys an den Bodensee wechselte, war diese Niederlage bitter. „Wir wissen aber auch, dass wir seither gewachsen sind und uns verbessert haben“, so Kocian. „Beim Rückspiel in der ZF Arena konnten wir das auch schon deutlich zeigen.“

Düren musste zum Ende der Hauptrunde eher mit einer schwächeren Phase kämpfen, verlor gegen Lüneburg ein Spiel im Viertelfinale und konnte sich mit einem Kraftakt zuhause doch noch gegen die Nordlichter durchsetzen. Dürens Trainer Tommi Tiilikainen spricht vor dem Spiel von einem VfB, der im Vergleich zum Beginn der Saison „in allen Elementen verbessert ist“. Chancen malt sich der Finne allerdings auch in der ZF Arena aus. „Wenn wir da nichts holen wollten, dann müssen wir uns gar nicht erst in den Bus setzen“, sagt er. 

Die Häfler um Tomas Kocian setzen neben ihrer Heimstärke vor eigenem Publikum auch auf ihre mentalen Vorteile. „Wir sind gut drauf“, sagt der Zuspieler. „Und wir haben die Pause mit einem guten Mix aus Erholungsphasen und Training genutzt.“ Auf Prognosen will sich der Häfler Zuspieler dennoch nicht einlassen. „Wir werden unseren besten Volleyball spielen und versuchen, die Serie in zwei Spielen zu gewinnen“, sagt er. „Trotzdem müssen wir immer auf der Hut sein und dürfen nicht nachlassen.“

Dass die Häfler das Halbfinalspiel zum Familientag gemacht haben, ist für Kocian übrigens besonders spannend. Neben Frühshoppen ab 11:30 Uhr, besonderen Konditionen für Familien und dem Spieltermin am frühen Nachmittag geht Kocians Blick auf die Haupttribüne zu seiner kleinen Familie. Dort werden Freundin Chrissy und sein Töchterchen Lena sitzen, das erst Anfang März zur Welt kam. „Zumindest ist das der Plan, wenn wir bis dahin Ohrschützer für die Kleine gefunden haben“, lacht Kocian. Denn laut wird es in der Arena auf jeden Fall werden.

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