Klein wechselt in die Hauptstadt

06.06.2017

Georg Klein verlässt den VfB Friedrichshafen. Der Mittelblocker wechselt zur kommenden Saison zum Ligakonkurrenten und frisch gebackenen Deutschen Meister Berlin Recycling Volleys. Vor allem der Pokalsieg bleibt Klein – der räumlich mit dem Wechsel in die Hauptstadt auch näher an seine Familie rückt -  als Highlight in Erinnerung

Kurz nach dem Pokalsieg in Mannheim war Georg Klein völlig überwältigt. In Deutschland und Belgien hatte er schon versucht, den Pokal zu gewinnen und war immer wieder gescheitert. Mit Friedrichshafen sollte ihm dieser Coup nun gelingen. „Es gab viele kleine große Momente mit dem VfB, auch mein erster Auftritt in der Champions League“, sagt Klein. „Aber dieser Moment mit dem Pokal war definitiv der größte.“

Nach einer Saison ist für den Mittelblocker allerdings Schluss. „Wir waren uns frühzeitig einig, dass ich 2018 nicht mehr  in Friedrichshafen spielen werde“ erklärt der deutsche Nationalspieler. „Das Angebot aus Berlin war für mich dann ein sehr gutes. Schließlich gibt es so viele Mittelblocker auf gutem Niveau und die Jobs sind wirklich hart umkämpft.“

Cheftrainer Vital Heynen freut sich ebenfalls für seinen Schützling, auch wenn er mit Klein einen wichtigen Spieler aus seiner starting-six verliert. „Georg war am Ende einer der wertvollsten Spieler im Team“, sagt er. „Er hat beispielsweise nach der Finalniederlage eine sehr emotionale Ansprache ans Team gehalten. Er war für uns auf und neben dem Feld sehr wichtig.“

Dass es ausgerechnet der Ligakonkurrent aus Berlin wurde, zu dem der 25-jährige wechselt, hat auch private Gründe. „Ich habe seit zwei Jahren in Berlin eine Wohnung und meine Freundin lebt dort“, so Klein. „Außerdem bin ich jetzt nach sechs Jahren wieder ein Stückchen näher an meiner Familie in Leipzig.“

Auch nach dem Volleyballer-Leben könnte Berlin für Klein ein Sprungbrett sein. Sein Plan, als Polizist zu arbeiten, könnte sich in Berlin mit einer Sportfördergruppe erfüllen. „Ich weiß, dass Georg mit diesem Schritt sehr glücklich ist und dann bin ich es auch“, so Heynen. „Ich möchte immer das Beste für meine Spieler und dieser Schritt ist für Georg ein guter Schritt.“ 

Dennoch kehrt Klein gerne wieder an den Bodensee zurück. „Ich habe hier viele tolle Menschen kennengelernt“, sagt der Mittelblocker. „So herzlich wie ich hier aufgenommen wurde, komme ich auch als Berliner gern wieder hier her.“

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