Niederlage in der Champions League

11.02.2020

Am Mittwochabend unterlag der VfB Friedrichshafen dem belgischen Volleyballclub Knack Roeselare mit 1:3 (26:28, 28:26, 19:25, 17:25) in der CEV Volleyball Champions League. Nach zwei sehr anschaulichen, engen Sätzen ließen die Häfler zum Ende hin vor allem im Angriff nach.

Die Häfler überzeugen in Satz eins und zwei / Foto CEV
Die Häfler überzeugen in Satz eins und zwei / Foto CEV

Für den VfB starteten Tomas Krisko und Toni Menner über Außen-Annahme, Jakob Günthör und Brendan Schmidt legten im Mittelblock los, Kapitän Nikola Gjorgiev begann als Diagonalangreifer und Jakub Janouch ging als Zuspieler in die Partie – Thilo Späth-Westerholt trug das Liberotrikot.

Durch oftmals gute Aufschläge gerieten die Gastgeber aus Roeselare früh unter Druck. Mit dem Ass brachte „Kuba" Janouch sein Team in Führung (6:5), welche Schmidt im Block (7:5) und Gjorgiev (9:6) ausbauten. Doch dann – gegen Ende des Durchgangs – drohte der Satz zu kippen. Nun zeigten die Belgier mehr Druck im Aufschlag und hielten sich in der Partie. Beim Stand von 18:16 blockte Menner den VfB schließlich zum Punkt – Roeselare beantragte die Challenge, holte sich doch noch den Punkt und verhinderte eine deutlichere Friedrichshafener Führung. Kopf an Kopf ging es in die entscheidende Phase. Dort holten sich die Gastgeber nach langem Hin und Her den ersten Satz (26:28).

Den darauffolgenden Durchgang eröffneten die Gastgeber, wie sie zuvor aufgehört hatten: Mit guten Aufschlägen. Schnell rafften sich die Häfler zusammen und fanden ebenfalls ins Spiel, doch die Belgier verteidigten ihren Drei-Punkte-Vorsprung (1:4, 5:8). Immer wieder blockten Toni Menner (6:8, 7:10) und Jakob Günthör (9:11, 10:12) den VfB zu Punkten – langsam aber sicher schmolz der Punktevorsprung der Hausherren. Wie bereits zuvor stand die Schlussphase auf Messers Schneide. Mit dem Außenangriff punktete Menner zum Ausgleich (18:18). Die Gastgeber bekamen in dieser Phase am Service wenig auf die Reihe. Krisko erzwang schließlich über außen die Führung, blockte anschließend zum 28:26 Satzgewinn.

Zwei Asse von Janouch (1:0) und Krisko (3:1) besorgten Friedrichshafen die Führung im dritten Satz – die aber nicht lange halten sollte. Die Belgier fanden wieder in ihr starkes Aufschlagspiel zurück und drehten den Satz. Nun schlichen sich vermehrt Annahmefehler ins Häfler-Spiel, was sich folglich in den Angriffen bemerkbar machte. Zu oft landete der Ball im belgischen Block (9:15). So fanden die Häfler erst gegen Mitte des Satzes in ihr bisheriges Spiel zurück – zu spät, um noch etwas bewegen zu können. Mit 19:25 ging Satz Nummer drei an Roeselare.

Satz Nummer vier – eröffnet durch den eingewechselten Mote am Mittelblock (1:0, 2:0) – blieb nur kurz in Häfler-Hand. Der ebenfalls neu dazugekommene Außenangreifer Balean hielt noch den Anschluss (6:8, 7:9), aber dann machten die Hausherren Punkt um Punkt und zogen davon. Die Angriffsreihen der Häfler schafften es zu selten zu punkten – gleichzeitig minimierten die Belgier ihre eigenen Fehler. Sinnbildlich mit einem Fehlangriff ins Aus endete auch der Satz, in dem der VfB Roeselare mit 17:25 unterlag.

„Wir sind gut ins Spiel gestartet", sagte VfB-Trainer Michael Warm nach der Partie. „Den ersten Satz müssen wir gewinnen, da machen wir am Ende zwei technische Fehler, das darf auf gar keinen Fall passieren", zeigte er sich kritisch. „Dann kommen wir zurück und spielen einen ordentlichen zweiten Satz, doch dann geben wir in Satz drei und vier unser Angriffsspiel auf. Wir waren zu einfach zu lesen – das ist schade, denn das hat vorher gut funktioniert."

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