Danke, Hannes!

25.08.2015

Die Volleyballer des VfB Friedrichshafen haben einen schmerzlichen Abgang zu vermelden. Hannes Bosch, Trainer, Scout und Jugendleiter weiblich verlässt den Verein.

Es sind berufliche Gründe, die ihn nach Neresheim in den Ostalbkreis ziehen. Dort hat der Grundschullehrer nach seinem Referendariat in der Häfler Albert-Merglen-Grundschule eine Anstellung gefunden. „Ich hätte mir nie träumen lassen, dass ein Schnitt von 1,1 nicht reicht, um am Bodensee bleiben zu können“, sagt der 30-Jährige.

2005 kam Hannes Bosch aus Mutlangen nach Friedrichshafen, um nach dem Abitur sein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) beim VfB Friedrichshafen zu absolvieren und die Abteilung im Trainingsbetrieb zu unterstützen. „Eigentlich wollte ich nur ein Jahr in Friedrichshafen bleiben“, erinnert er sich. Daraus sind zehn Jahre geworden, in denen er viel für die Volleyballabteilung, den Bundesstützpunkt Nachwuchs und die Volleyball-GmbH getan hat.

Im weiblichen Bereich gibt es von der U14 bis zu den Damen 2 keine Mannschaft, die Hannes Bosch – ab 2007 mit der B-Lizenz – nicht trainiert hat. Sein größter Erfolg datiert aus dem Jahr 2007, als er mit der damaligen U18 den dritten Platz bei der Deutschen Meisterschaft belegt hat.

Bis zu zehn Stunden in der Woche brachte er während des Lehramtsstudiums in Weingarten für Volleyballtraining auf. Um mehr Zeit fürs Studium und das Referendariat zu haben, hat er ein Trainerteam aufgebaut und die Arbeit auf mehrere Schultern verteilt.

Durch den damaligen YoungStars-Trainer Söhnke Hinz kam er zum Scouting, der digitalen Mannschaftsanalyse. Damit hat er bis vor Kurzem immer wieder Stützpunkttrainer Adrian Pfleghar unterstützt. Mehrere Jahre lang hat er Proficoach Stelian Moculescu mit dem aufbereiteten Datenmaterial versorgt und so zum Erfolg des VfB Friedrichshafen beigetragen. Die Organisation des Fitness-Forum-Beachturniers als Beachwart und des ZF-Camps für Mitarbeiterkinder des Hauptsponsors fielen ebenfalls in seinen Aufgabenbereich.

„Für die YoungStars und den VfB ist der Weggang von Hannes Bosch ein großer Verlust“, sagt Stützpunktleiter Ralf Hoppe, der ihm mit einem Geldgeschenk dankte und ihm alles Gute wünschte.

Auch wenn schon einige Vereine bei ihm angeklopft haben, will sich Bosch erst einmal seinen Beruf konzentrieren. Mindestens drei Jahre wird er in Neresheim bleiben. „Dann wird sich zeigen, ob ich wieder herkomme“, sagt Hannes Bosch.

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