Der Ligacup wirft seine Schatten voraus: Vorfreude beim VfB

14. Oktober 2026 Zurück zur Artikelübersicht »

Die neue Saison in der Volleyball-Bundesliga der Männer rückt mit großen Schritten näher – bestes Indiz dafür ist der von Freitag bis Sonntag anstehende Ligacup in Hildesheim. Für den VfB wird es die erste Standortbestimmung im Vergleich mit der Ligakonkurrenz.

Alles bereit für Hildesheim: Der VfB freut sich auf den Ligacup. | Foto: Alex Hoth

 

Bisher hat Adam Swacyzna in der Vorbereitung auf Vergleiche mit den anderen Teams der Volleyball-Bundesliga verzichtet, wohl wissend, dass der Ligacup ja noch vor der Türe steht. An diesem Wochenende ist es dann auch so weit, am Donnerstag macht sich der VfB-Tross auf die lange Reise nach Hildesheim. In der Sparkassen-Arena wird dann endgültig die finale Phase der Vorbereitung eingeläutet, und eigentlich ist der Ligacup ja auch schon ein offizieller Termin als Zwischenstation auf dem Weg zum Ligastart. „Endlich ist die Vorbereitung vorbei und wir können uns jetzt nochmal mit Vereinen aus unserer Liga als wichtige Standortbestimmung messen“, ist die Meinung von Cheftrainer Adam Swazcyna.

Zum mittlerweile alljährlichen Rendezvous in Niedersachsen kommen wie bekannt die besten acht Teams des Vorjahres (Freiburg rückt für München nach) – hohe Qualität sollte während der drei Tage in der Sparkassen-Arena also auf jeden Fall vorhanden sein. Für die Teams ist das Turnier die letzte Möglichkeit, an etwaigen Stellschrauben zu drehen. „Es wird ein sehr guter Wettbewerb mit den Teams, auf die wir dann ab nächster Woche auch im Ligaalltag treffen. Wir freuen uns sehr“, blickt Swacyzna voraus.

Erster Gegner der Häfler Volleyballer am Freitag um 13:30 im Viertelfinale ist die FT 1844 Freiburg. Die Badener sind zum zweiten Mal in Serie in Hildesheim dabei, letztes Jahr stand für das Team von Trainer Jakob Schönhagen ein siebter Platz zu Buche – im Übrigen gewann man das Platzierungsspiel mit 3:2 gegen den Gastgeber aus Giesen. Für den Ligacup qualifizierte sich die „Affenbande“ als Nachrücker für die WWK Volleys München, in der Endplatzierung der vergangenen Saison checkten die Freiburger am Ende auf Rang neun ein, verpassten die Playoffs dadurch knapp. Die Duelle mit den Häflern gingen zweimal glatt mit 3:0 an den Bodensee, daran möchte der VfB am Freitag möglichst anknüpfen. Adam Swaczyna warnt aber auch vor dem ersten Gegner, der laut FT-Trainer Schönhagen eine sehr zufriedenstellende Vorbereitung gespielt hat: „Wir wissen, dass es gegen Freiburg immer kompliziert ist. Aber wir glauben an uns und freuen uns sehr auf die Challenge.“ Verzichten müssen wird Freiburg in Hildesheim aber wohl auf den japanischen Außenangreifer Takumi Kameyama und den US-amerikanischen Mittelblocker Owen Rose. Beide verletzten sich unlängst in der Vorbereitung und fallen mit Bänderverletzungen länger aus.

Sollten sich die Häfler am Freitag im Inner-Baden-Württembergischen Duell durchsetzen, könnte im Halbfinale am Samstag (bei Sieg im Viertelfinale um 13:30, ansonsten Platzierungsspiel um 11:00) dann schon der Kracher gegen Ligacup-Abonnement-Sieger Berlin warten. Aber – auch der Auftakt gegen Freiburg muss erst einmal gewonnen werden. Was sowohl Adam Swacyzna als auch Zuspieler Joris Berkhout in ihren Aussagen eint – Trainerteam und Mannschaft können es kaum erwarten endlich so richtig loszulegen. Berkhout: „Wir freuen uns. Für viele aus dem Team ist es länger her, dass sie ein wirklich offizielles Spiel bestritten haben. Wir fühlen uns gut und werden in Hildesheim konkurrenzfähig sein.“ Die Häfler freuen sich, endlich von der Leine gelassen zu werden. Beim Ligacup in Hildesheim, beim ersten Vergleich mit der Ligakonkurrenz.