Ein Jahr beim VfB Friedrichshafen

Seit genau drei Monaten leistet Leander Bohl sein Freiwilliges Sozial Jahr beim VfB Friedrichshafen. Täglich kommt er gut gelaunt in die ZF Arena, in der sich neben der Trainingsstätte der Volleyball Profis auch das Büro des hauptamtlichen Jugendtrainers Simon Stegmann und des FSJlers befindet. „Einen normalen Alltag gibt es nur bedingt“, erwähnt Leander gleich zu Beginn des Interviews. An manchen Tagen starten beide früh morgens, um mit einer der 40 kooperierenden Schulen zusammenzuarbeiten. Vor Ort kümmern sich die beiden Volleyballexperten darum den Kindern der vierten Klasse Volleyball näher zu bringen. An anderen Tagen beginnt die Arbeit im Büro. Dabei kann es vorkommen, dass auf Grund des späten Trainings mit den Vereinskindern, auch der Vormittag mal frei ist.

Am meisten freut sich Leander, „dass er jeden Tag neue Kinder sieht und trifft, denen er sein Volleyballwissen weitergeben kann.“ Der Grundstein wurde sicherlich in seiner eigenen Karriere gelegt. Angefangen hat es bei ihm in der U12 bei SVGG Hirschlanden/Schöckingen. Weitere Stationen waren der TSF Ditzingen und der MTV Ludwigsburg. Weitere Kenntnisse eignete sich der 18jährige in seinem Abitur Leistungskursfach Sport an, sowie bei seiner aktuell laufenden Ausbildung zum Übungsleiter, welche alle FSJler beim VfB Friedrichshafen durchlaufen. Zu Beginn des FJS’s noch in der Rolle des Co-Trainers unter Simon Stegmann, coacht er mittlerweile eigenständig Teams im Training wie im Wettkampf.

Langeweile kommt bei seinen Tätigkeiten auf jeden Fall nicht auf, denn auch abseits der Sporthalle (Vereinstraining, Schul-AG’s, Projekt VOLLEYBALL macht SCHULE) sind die Aufgaben vielfältig. „Die Vor- und Nachbereitung des Trainings nimmt einiges an Zeit in Anspruch. Schließlich will man am Wochenende mit den Kindern gemeinsam die Wettkämpfe gewinnen“, fügte Leander energisch an. Außerdem gibt es einige organisatorische Aufgaben rund um das Grundschulprojekt von VOLLEYBALL macht SCHULE. Auch wenn er das Schreiben von Pressetexten nicht als sein Talent betitelt, hat er es ja schließlich mit seiner Bewerbung geschafft beim VfB Friedrichshafen zu punkten. Auf Nachfrage erinnerte sich der gebürtige Stuttgarter noch gut an die Situation: „Es war die einzige Stelle auf die ich mich beworben habe, dass musste einfach klappen.“