Ligacup-Halbfinale: VfB unterliegt Berlin nach großem Kampf

17. Oktober 2026 Zurück zur Artikelübersicht »

Der VfB Friedrichshafen hat das Halbfinale gegen Berlin nach starker Leistung und großem Kampf am Ende unglücklich mit 1:3 (26:24, 16:25, 21:25, 24:26) und verpasst damit den Einzug ins Endspiel in Hildesheim.

Trotz großem Kampf unterliegt der VfB Berlin. | Foto: Tllmann Majer

Am Ende wurde es wirklich noch einmal dramatisch, der Tie-Break war zeitweise zum Greifen nah, schlussendlich sollte es aber nicht sein. Ein aufopferungsvoll kämpfender VfB Friedrichshafen unterliegt Berlin mit 1:3 und spielt morgen in Hildesheim im Spiel um Platz drei entweder gegen Giesen oder Lüneburg.

„Klar ist es schmerzhaft, wenn man ein Spiel so verliert. Vor allem, weil der Tie-Break wirklich möglich war. Aber wir haben gegen ein solch starkes Team gesehen, was noch fehlt. Ich bin trotzdem sehr stolz auf die Jungs“, meinte Cheftrainer Adam Swaczyna nach dem Spiel. 

Im Halbfinale gegen die Ligacup-Abo-Sieger aus Berlin begann der in den weißen Auswärtstrikots agierende VfB dieses Mal mit Joris Berkhout im Zuspiel, Libero und Kapitän war erneut Mateusz Czunkiewicz. Auf Außen starteten Germán Gómez und Sam Flowerday, diagonal war wieder Pierre Toledo erste Wahl. Und da sich der Mittelblock beim VfB dieses Wochenende von selbst aufstellt, durften dort Stefan Kokeza und Alexis Wilson von Beginn an ran.

In der Sparkassen-Arena erwischten zunächst die Berliner den besseren Start, gingen schnell mit 1:4 in Führung. Der VfB hielt aber dagegen, war seinerseits durch einen schönen Block von Sam Flowerday zum 4:5 erfolgreich. Zwar lief man immer noch einem kleinen Rückstand hinterher, dieser pendelte sich aber bei zwei Zählern ein und war dann nach starken Aktionen von Pierre Toledo und Sam Flowerday auch hinfällig. Toledo glich erst zum 15:15 aus, dann maß Sam Flowerday das Feld mit seinem Ass zum 16:15 aus. Weil der Australier direkt ein Ass nachlegte, war der VfB erstmals mit zwei Zählern in Front. Berlin glich allerdings beim 20:20 aus, was Adam Swaczyna zur Auszeit veranlasste. Kein Problem, weil Germán Gómez wenig später per Ass auf 22:20 stellte, Pierre Toledo den Berliner Ausgleich konterte und Sam Flowerday das Ass zum 26:24 und damit zur 1:0 Satzführung verwandelte.

Der Beginn des zweiten Satzes ging beim VfB, vor allem bedingt durch eine starke Aufschlagserie von Nolan Flexen, erneut daneben, dieses Mal war die Berliner Führung mit 2:8 deutlich. Die Hauptstädter kontrollierten diesen Durchgang dann auch relativ entspannt, der VfB konnte durch etwa Alexis Wilson zum 8:17 nur vereinzelt Highlights setzen. Alles in allem also eine deutliche Angelegenheit, Berlin stellte auf 1:1 nach Sätzen.

Beim VfB war kurzes Schütteln angesagt, dann ging es rein in Durchgang Nummer drei. Der Beginn gelang dieses Mal tatsächlich besser, Stefan Kokeza blockte zum 5:3. Dann aber übernahmen wieder mehr die Berliner, Germán Gómez stemmte sich mit seinem krachenden Angriff zum 7:8 dagegen. Pierre Toledo organisierte mit einem nicht minder spektakulären Block dann die 10:9-Führung, Stefan Kokeza punktete per erstem Tempo zum 14:14. Vor allem Pierre Toledo hielt die Häfler jetzt im Spiel, konnte aber auch nicht verhindern, dass Berlin zum Ende des Satzes etwas davonzog. Germán Gómez punktete zwar nochmal zum 19:22 sehenswert longline, Berlin holte sich aber die Satzführung.

Offensichtlich zeigte das ein bisschen Wirkung, wieder startete der VfB nicht gut in den vierten Abschnitt. Germán Gómez zum 6:10 und Parker Van Buren nach Overpass zum 12:15 hielten den VfB in Schlagdistanz, dann zwang ein Flowerday-Ass die Berliner in die Auszeit (13:15). Der Australier glich in der Folge  auch zum 18:18 aus, dann packte der VfB mit dem Dreier-Block gar zum 22:21 zu. Hochspannung jetzt in Hildesheim, die Führung wechselte wieder nach Berlin, dann glich Germán Gómez erneut aus. Auch einen Matchball wehrte der VfB ab, dann allerdings schlug der Berliner Block final zu.

„Ich bin stolz auf die Mannschaft, man hat unser Potenzial heute definitiv gesehen. Wie wir im vierten Satz zurückgekommen sind war sehr gut, wir haben gezeigt, dass wir auf hohem Niveau spielen können“, sagte Mateusz Czunkiewicz im Anschluss. Zum Abschluss des Ligacups geht es für den VfB dann am Sonntag um 15 Uhr weiter.