| 18. Oktober 2026 | Zurück zur Artikelübersicht » |
Krimi in Hildesheim, Tie-Break-Sieg in Hildesheim. In knapp 3 Stunden setzt sich der VfB mit 3:2 (21:25, 26:24, 22:25, 29:27, 15:13) gegen Lüneburg durch und sichert sich Platz 3 beim Ligacup.

Stefan Kokeza freut sich über einen erfolgreichen Block. | Foto: Jessica Weber
Lucas Huckle schrie seine Freude heraus, Sam Flowerday verfolgte noch den Ball ins Aus und ging dann ebenfalls mit seinen Teamkollegen feiern. Wow! Was für eine Nervenschlacht, was für ein Krimi zum Abschluss in Hildesheim. Der VfB zeigt Kämpferherz gegen die SVG Lüneburg, dreht das Spiel noch zu seinen Gunsten und sichert sich Rang Drei beim Ligacup. „Es war richtig geil. Das ist so ein cooles Gefühl, so aus der Vorbereitung rauszugehen. Ich glaube das hat man gemerkt“, sprudelte es danach aus Libero Lucas Huckle heraus. Friedrichshafens Nummer Zehn hatte wie seine Kollegen in den knapp drei Stunden zuvor um jeden Ball gekämpft, nie aufgegeben und das Glück letztlich erzwungen.
Im dritten und letzten Spiel eines schon auch kräftezehrenden Ligacups warf Adam Swacyzna gegen die SVG nochmal die Rotationsmaschine an. Der VfB begann dieses Mal mit Simon Kohn und Jonas Van Huizen auf Außen, Parker Van Buren erhielt diagonal den Vorzug vor Pierre Toledo. Im Zuspiel agierte vorerst Joris Berkhout, den Liberoposten bekleidete am Sonntag Lucas Huckle. Und auf Mitte gab Oskar Berg Mikkelsen neben Stefan Kokeza sein Ligacup-Debüt.
In der lauten Sparkassen-Arena musste sich die VfB-Sechs erst einmal finden, Lüneburg agierte eingespielter und machte mehr Druck im Service. Die Folge dessen war eine frühe Auszeit Adam Swaczynas beim 3:7 aus Häfler-Sicht. Die Jungs vom Bodensee bissen sich aber rein, Stefan Kokeza verwandelte das erste Tempo, dann legte der Serbe ein Ass zum 7:9 nach. Oskar Berg Mikkelsen meldete sich auch in Hildesheim an, blockte zum 9:11, kurz darauf glich der VfB aus. Lüneburg hatte aber eine Antwort, die SVG zog wieder deutlicher davon. Stefan Kokezas erstes Tempo hielt die Häfler nur bedingt in Schlagdistanz, Sam Flowerday durfte noch ein Ass servieren, Lüneburg holte sich den ersten Durchgang am Ende souverän.
Zweiter Durchgang, gleiches Bild zu Anfang. Lüneburg gelang der bessere Start, Stefan Kokeza blockte zwar zum 4:5, beim 5:10 musste Adam Swacyzna aber schon die Auszeit ziehen. Sein Team kämpfte sich Mitte des Satzes ein wenig heran, Simon Kohn und Parker Van Buren verkürzten auf 14:17, sodass nun Stefan Hübner seinerzeit die Auszeit nehmen musste. Stefan Kokeza ließ sich davon nicht beirren, eröffnete direkt wieder mit einem Ass und markierte so den fünfzehnten Punkt der Häfler. Weil Okar Mikkelsen blockte und Parker Van Buren den Block anschlug, war der VfB wieder auf einen Punkt an den Lüneburgern dran. Dann war Stefan Kokeza erneut per Block zur Stelle, glich aus, ebenso wehrte der Serbe dann mit seinem Angriff den Lüneburger Satzball ab. Und dann holten sich die Häfler tatsächlich noch diesen Satz, Simon Kohn räumte Enlund am Netz ab, der VfB glich zum 1:1 aus.
Alles wieder auf Anfang in der Sparkassen-Arena, allerdings waren jetzt Rubén Lorente und Sam Flowerday (auf Diagonal) auf der Platte. Simon Kohn eröffnete wuchtig zum 1:0, dann war der deutsche Außenangreifer hellwach und nutzte die Unsortiertheit im Lüneburger Annahmeriegel zu seinem Ass zum 3:3. Der VfB war jetzt mental voll angekommen im Spiel, der starke Hustle wurde durch Sam Flowerday zum 6:7 belohnt, Simon Kohn blockte danach zum 9:9-Ausgleich. Auch die längeren Ballwechsel gingen jetzt eher in Richtung Friedrichshafen, Jonas Van Huizen besorgte so die VfB-Führung. Zwar drehte sich das Blatt wenig später wieder in Richtung Lüneburgs, die Häfler blieben aber resistent. Rubén Lorente setzte sehenswert Stefan Kokeza zum 16:18 ein, dann servierte Simon Kohn das Ass zum 19:20. Sam Flowerday glich dann auch wieder aus, Lüneburg hatte aber das letzte Wort und holte sich den Durchgang.
In Satz vier brachten zwei Blocks von Oskar Berg Mikkelsen den VfB wieder in die Spur, dann brachte Simon Kohn seine Farben per Service-Winner mit 10:9 in Front. Stefan Kokeza war einmal mehr im Block zur Stelle, Simon Kohn besorgte vier Friedrichshafener Punkte in Serie, stellte mit einem starken Angriff auf 19:17. Sam Flowerday brachte den Ball zum 23:21 durch, dann servierte Jonas Van Huizen das Ass zum 24:21 – Satzball VfB. Lüneburg glich aber aus, die Sache spitzte sich, ähnlich wie gestern gegen Berlin, zu. Dieses Mal aber mit dem besseren Ende für den VfB. Sam Flowerday organisierte den Satzball, den blockte Oskar Berg Mikkelsen die ganze Angelegenheit in den Tie-Break.
Der VfB startete dementsprechend euphorisiert in den fünften Satz, Simon Kohn gelang das Ass zum 2:0, direkt im Anschluss ließ Jonas Van Huizen den Arm longline laufen. Sam Flowerday baute die Führung mit seinem Ass zum 7:2 aus und zwang die SVG Lüneburg so in die Auszeit. Zum Seitenwechsel stand es 8:3, dann war wieder zweimal Simon Kohn zum 11:6 erfolgreich. Der Nationalspieler testete dann noch, ob der Terraflex nach drei Tagen Turnier noch in Ordnung war, knallte den Ball auf den Hildesheimer Hallenboden (13:7). Zwar wurde es noch einmal spannend, das Nervenkostüm der VfB-Anhänger wurde nochmal strapaziert. Am Ende schlug Jonas Van Huizen den Lüneburger Block an und durfte jubeln gehen.
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