| 10. Oktober 2026 | Zurück zur Artikelübersicht » |
Der VfB Friedrichshafen hat den letzten Testlauf vor dem Ligacup erfolgreich bestritten und gegen Chaumont mit 3:1 (26:24, 25:19, 23:25, 25:21) gewonnen. Vor knapp 1000 Zuschauern in der SPACETECH ARENA war am Ende Germán Gómez bester Punktesammler.

Zwei prägende Figuren am Samstag: Germán Gómez (l.) und Alexis Wilson (r.). | Foto: Alex Hoth
Es war von Beginn an direkt wieder Stimmung in der Bude, egal ob vor der Partie zur „Fischerin vom Bodensee“ oder während den Ballwechseln. Die SPACETECH ARENA hatte sich nach Volleyball gesehnt und sie bekam direkt wieder großen Volleyball geboten. Der Größte bei den Häflern war zunächst allerdings nicht dabei, Alexis Wilson und Stefan Kokeza erhielten in der Starting-Six den Vorzug vor Oskar Berg Mikkelsen. Ansonsten begann Adam Swaczyna mit Joris Berkhout auf Zuspiel, die Außen bekleideten Germán Gómez und Simon Kohn. Auf Diagonal durfte Pierre Toledo gegen seinen Ex-Klub ran, Libero war Mateusz Czunkiewicz, der vorher noch bei der Spielerpräsentation mit seiner Tochter eingelaufen war.
Im Übrigen das erste Mal überhaupt im (neuen) VfB-Trikot im Einsatz war an diesem Samstag Alexis Wilson. Und der Kubaner fügte sich gleich blendend ein, indem er das erste Tempo zum 1:0 verwertete. Wie schon in etlichen Testspielen startete der VfB sehr gut in die Partie, Joris Berkhouts Ass und ein krachender Angriff longline von Germán Gómez ebneten den Weg zum schnellen 4:1. Zunächst hatten die Häfler Volleyballer alles im Griff und streuten zudem immer wieder Highlights ein. Simon Kohn riss die Zuschauer mit seinem Block zum 8:3 von den Sitzen, dann kachelte der deutsche Nationalspieler den Ball wenig später die Linie entlang (14:11). Allerdings kam der Gast aus Frankreich in der Folge deutlich besser rein, ging beim 16:17 gar in Führung. Adam Swaczyna musste dementsprechend reagieren, nahm sein erstes Timeout. Das Spiel war jetzt sehr eng, keine Mannschaft konnte sich wirklich absetzen. Bis einmal mehr Germán Gómez in der Crunchtime die Initiative übernahm, erst per starkem Angriff den Satzball organisierte und diesen schließlich mit Gefühl zum 26:24 verwandelte.
Den Zuschauern in der Arena war nach der langen Zeit ohne Volleyball also direkt wieder Spannung geboten. Das änderte sich auch nach dem Seitenwechsel zuerst einmal nicht, dafür war der VfB weiterhin sehr präsent im Block. Simon Kohn und Stefan Kokeza punkteten am Netz zweimal in Folge zum 5:5, dann machte es ihnen Germán Gómez zum 8:6 nach. Pierre Toledo zeigte gegen seinen Ex-Verein übrigens wenig Gnade, schickte Chaumont per Ass zum 14:11 in die Auszeit. Die Endphase des zweiten Satzes entwickelte sich dann zur Germán-Gómez-Show. Der Argentinier hämmerte das Ding erst in den Drei-Meter-Raum, dann war er Nutznießer einer zu langen Chaumont-Annahme. Als wäre das nicht genug Arbeitsnachweis verwerte Friedrichshafens neue Nummer sechs dann auch noch die eigene Annahme per Pipe (23:17). Den Satzball verwandelte schlussendlich Simon Kohn (25:19).
Im dritten Durchgang machte vor allem einer einfach weiter mit seiner Show. Germán Gómez zauberte erst einen ganz starken Winkel ins französische Feld, dann schraubte er zweimal ein und dasselbe Ass auf den Boden der SPACETECH ARENA (11:12). Auch Sam Flowerday war jetzt mit von der Partie, der Australier punktete zum 14:14-Ausgleich. Die Gäste hielten jetzt aber deutlich besser dagegen, hielten immer wieder die Führung und holten sich am Ende den verdienten Satz.
Es war also der gewünschte Härtetest vor dem Ligacup, zugleich war den Zuschauern in der Halle einiges geboten. Der VfB startete gut in den vierten Satz, natürlich wieder Germán Gómez stellte per Pipe auf 2:0. Sam Flowerday‘s Ass bedeutete dann das 8:8, die Häfler hielten in der Folge eine knappe Führung aufrecht. Diese bauten sie aus, weil zwei Spieler nochmal Lust auf Highlights hatten. Erst stand, man ahnt es schon, Germán Gómez (mit 23 Punkten übrigens Topscorer der Partie) zum sehenswerten Pipe bereit (16:14), dann gab Alexis Wilson zweimal seine Visitenkarte im Block ab. Das Team von Coach Adam Swaczyna war jetzt wieder im Rhythmus, am Ende veredelte Rubén Lorente die ganze Partie mit seinem einhändigen Zuspiel auf Sam Flowerday, der zum 3:1-Endstand scorte.
„Es war ein unglaubliches Gefühl hier in der Halle vor den Leuten zu spielen. Wir selbst haben ein gutes Spiel gemacht, ich glaube das kann hier alles der Auftakt zu etwas ganz Großem werden“, meinte Zuspieler Joris Berkhout nach der Partie.
Die Saisoneröffnung ist also geglückt, nun gilt die Konzentration dem Ligacup kommende Woche in Hildesheim.
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