| 16. Oktober 2026 | Zurück zur Artikelübersicht » |
Zum Start in den Ligacup bezwingt der VfB Friedrichshafen die FT 1844 Freiburg mit 3:1 (25:22, 25:23, 22:25, 25:18) und steht damit im Halbfinale in Hildesheim.

Friedrichshafens Block steht beim Ligacup, der VfB nimmt die Hürde Freiburg. | Foto: Elisabeth Kloth
Teilweise war ordentlich Feuer in dieser Viertelfinalpartie zwischen Friedrichshafen und Freiburg, am Ende konnten sich die Häfler gegen einen unbequemen Gegner durchsetzen. In der Sparkassen-Arena zeigte der VfB dabei durchaus Nehmerqualitäten, spielte vor allem im vierten Satz stark auf. „Ich bin schon auch froh, dass wir ein paar Probleme haben, weil sich da die Qualität der Jungs zeigt. Im dritten Satz haben wir ein paar schlechte Entscheidungen getroffen, die Reaktion war aber sehr gut. Ich bin zufrieden mit dem Spiel und glücklich über den Sieg“, resümierte Adam Swaczyna nach der Partie.
Der polnische Cheftrainer begann mit Rubén Lorente im Zuspiel, auf Außen starteten Germán Gómez und Jonas Van Huizen. Auf Diagonal lief vorerst Pierre Toledo auf, den Libero – und Kapitänsposten bekleidete Mateusz Czunkiewicz. Der Mittelblock stellte sich bei den Häflern mit Alexis Wilson und Stefan Kokeza am Freitag von selbst auf, da Oskar Berg Mikkelsen und Gustavo Maciel angeschlagen nicht zur Verfügung standen und im Ligacup wohl auch nicht mehr zum Einsatz kommen werden.
Friedrichshafen startete gut in die Partie, Alexis Wilson eröffnete sehenswert mit dem ersten Tempo, nach Freiburger Fehlern stand dann eine schnelle 3:0-Führung zu Buche. Die Badener waren aber emotional voll da und hielten dagegen. So geriet der VfB knapp in Rückstand. Der währte aber nicht lange, Stefan Kokeza servierte das Ass und dann zeigte Germán Gómez das erste Mal seine große Qualität, setzte einen herrlichen Winkel ins Freiburger Feld und schickte die FT in die Auszeit (11:9). Das war ein bisschen die Initialzündung für mehr Friedrichshafener Kontrolle, der VfB baute seine Führung aus. Pierre Toledo, der nach einem langen Ballwechsel den Block anschlug und Stefan Kokeza stellten auf 18:14. Aber Freiburg zeigte sich resilient und kam abermals zum Ausgleich. In der Endphase des ersten Durchgangs ließ der VfB dann nochmal die Muskeln spielen. Erst blockte Alexis Wilson böse zum 23:22, dann verwertete Stefan Kokeza den Overpass der Freiburger und organisierte den Satzball. Auch da zeigte sich das Swaczyna-Team stabil, Jonas Van Huizen blockte den VfB zur 1:0-Satzführung.
Satz zwei begann mit einem gut aufgelegten Jonas Van Huizen, der die ersten beiden Häfler-Punkte markierte. Das Spiel war jetzt ausgeglichen, Pierre Toledo blockte zwar zum 9:8, dann ging aber Freiburg etwas deutlicher in Führung, was Adam Swaczyna zur Auszeit veranlasste. Stefan Kokeza stellte per Ass in der Folge auf 16:16, im Anschluss blockte Alexis Wilson zur Führung. In der Crunchtime übernahm wieder Jonas Van Huizen, der Kanadier lieferte wichtige Punkte, um die FT auf Distanz zu halten. Und Germán Gómez war ja auch noch da. Der junge Außen machte erst den Satzball klar, dann verwandelte er diesen mit einem krachenden Angriff höchstselbst.
Zwei Mal ein enger Satz, zweimal hatte der VfB am Ende die besseren Nerven. Auch die Statistiken belegten ein zu diesem Zeitpunkt sehr ausgeglichenes Spiel, bei Blockpunkten und Assen war man gleichauf, lediglich die Fehlerquote war bei der FT höher als bei den Häflern.
Alexis Wilson gestaltete die Anfangsphase im Dritten zu seiner persönlichen Spielwiese, 1:0 per erstem Tempo, 2:0 durch eine schöne „Hang-Time“ im Block, 3:0 durch Stabilität am Netz. Germán Gómez servierte dann das Ass zum 6:4, Stefan Kokeza scorte zum 9:8. Dann wurde es allerdings hitzig in der Sparkassen-Arena, Stefan Kokeza wurde der Freiburger Jubel zur Friedrichshafener Seite hin etwas zu viel, der Serbe sagte dem Gegner die Meinung, sah die rote Karte. Die aufgeheizte Stimmung nutzte die FT besser für sich, ging deutlicher in Führung. Der VfB hielt mit einem Monster-Block von Jonas Van Huizen dagegen, dann schickte Stefan Kokeza die Freiburger beim 17:19 in die Auszeit. Freiburg blieb aber stabil und rettete den Vorsprung ins Ziel.
Etwas nachsitzen war also angesagt für die Häfler, die auch zu Beginn des vierten Abschnitts erst einmal einem Rückstand hinterherliefen. Dann aber hatte Pierre Toledo eine sehr starke Phase an der Aufschlagslinie, der Franzose punktete in der Folge auch selbst zum 7:4. Joris Berkhout war nun auf Zuspiel in der Partie, zunächst aber verwertete Germán Gómez eine zu lange Annahme, eher er von seinem niederländischen Zuspieler zum 12:9 eingesetzt wurde. Auch der VfB war jetzt emotional angezündet, Sam Flowerday schloss einen langen Ballwechsel gefühlvoll auf die Linie ab, dann vollendete Germán Gómez den Pipe zum 16:12. Die Häfler ließen sich die Angelegenheit jetzt nicht mehr nehmen, Alexis Wilson blockte zum 23:16, ein Freiburger Fehler besiegelte dann den 3:1-Erfolg Friedrichshafens.
„Ich bin froh, dass es bei mir jetzt wieder so gut läuft und dass wir gewonnen haben. Darauf können wir für morgen aufbauen“, sagte Jonas Van Huizen nach der Partie. Im morgigen Halbfinale trifft der VfB auf den Sieger des Spiels Berlin gegen Königs-Wusterhausen, das aber auf jeden Fall um 13:30.
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