Mit dem Rücken zur Wand

12. März 2021 Zurück zur Artikelübersicht »

Am Samstagabend (18 Uhr, live bei sporttotal.tv) geht es für den VfB Friedrichshafen in der zweiten Begegnung der Playoffs gleich ums Ganze. Nur mit einem Sieg können die Häfler Volleyballer die „best-of-three“-Serie ausgleichen und das Entscheidungsspiel am Sonntag erzwingen. Dabei soll der Heimvorteil helfen, den der Club auf ganz besondere Weise in die Zeppelin CAT Halle A1 bringen will.

Marcus Böhme und der VfB wollen gegen Bühl die Serie drehen | Bild: Kram

Im Jahr 1995 war der VfB Friedrichshafen zum letzten Mal Fünfter der Volleyball Bundesliga. Vor 25 Jahren war das und damit auch die schlechteste Platzierung seither. Damals wurde der Moerser SC Meister, mit Bogdan Jalowietzki und Georg Grozer auf dem Feld. Georg Grozer Senior übrigens – schon daran sieht man, wie lange diese Zeit schon zurück liegt. Nach der überraschenden Niederlage im ersten Playoff-Viertelfinale gegen die Volleyball Bisons Bühl droht diese Platzierung nun wieder. „Das ist keine Option“, sagt VfB-Geschäftsführer Thilo Späth-Westerholt ganz knapp. „Eine Mannschaft mit dieser Qualität muss die Serie jetzt drehen. Da gibt es keine Alternativen.“

Tatsächlich gibt es die nicht, sollten die Häfler um Kapitän Dejan Vincic in das Halbfinale einziehen wollen. In der „best-of-three“- Serie liegen sie 0:1 gegen Bühl zurück und brauchen am Samstag einen Sieg, um auszugleichen. Dann stünden am Sonntag das Entscheidungsspiel in Friedrichshafen an. „Ich glaube schon, dass uns das auch gelingen wird“, ist Späth-Westerholt dann ein wenig versöhnlicher. „Wir haben die Qualität im Team, dass ich fest an die Siege am Samstag und am Sonntag glaube.“ Dann könnte Friedrichshafen die Pleite in Bühl als Betriebsunfall abhaken.

Cheftrainer Michael Warm hat die Niederlage bei den Volleyball Bisons mit einer intensiveren Videoanalyse aufgearbeitet und die Erwartung an sein Team deutlich formuliert. Darauf erwartet er sich jetzt „die richtige Antwort“, wie er sagt. „Wir hatten in den vergangen Spielen keinen Druck und es ist ganz gut, dass die Spieler den jetzt spüren“, so Warm weiter. „Es gibt klare Vorgaben, was wir verändern müssen. Die Mannschaft muss mit deutlich mehr Qualität und Entschlossenheit agieren.“

Ein wenig Unterstützung erhofft sich der VfB auch von den eigenen Fans. Über die große LED-Wall wollen sich die Verantwortlichen mittels einer Videokonferenz die Zuschauer vom Sofa aus in die Halle holen. „Wir hatten das schon zur Champions League vor, was dann aber ja hinfällig war“, sagt Thilo Späth-Westerholt. „Jetzt freuen wir uns, dass sich schon viele für diese Aktion gemeldet haben. Wir wissen, dass die Spieler das wahrnehmen werden und dass uns das noch ein bisschen mehr Schwung geben wird.“

Mehr Infos zum „Fan-Call-In“ unter vfb-volleyball.de