| 28. November 2025 | Zurück zur Artikelübersicht » |
Nach dem Einzug ins Halbfinale des Zoi DVV-Pokals geht es für den VfB Friedrichshafen am kommenden Sonntag (30. November, 15:00 Uhr, alle Spiele live und im Re-Live bei Dyn) wieder in der Bundesliga um das „Brot-und-Butter-Geschäft“. Beim ASV Dachau wollen die Häfler den vierten Sieg in Folge einfahren und weitere drei Punkte für die Tabelle sammeln. Auf dem Papier klingt dieses Vorhaben nach einer klaren Angelegenheit – unterschätzen will Cheftrainer Adam Swaczyna den Gegner allerdings nicht.

VfB-Libero Lenny Graven kehrt zu seinem Heimatverein ASV Dachau zurück | Bild: Alexander Hoth
Die Stimmung im Häfler Lager könnte derzeit kaum besser sein. Drei Spiele in Folge hat der VfB Friedrichshafen zuletzt gewonnen und dabei keinen Satz abgegeben. Zuletzt gelang Kapitän Aleksa Batak und Co. am Mittwoch in Freiburg der Einzug ins Halbfinale des Zoi DVV-Pokals. Für Cheftrainer Adam Swaczyna war das ein „emotionaler Moment“ für sein Team. Wichtiger als das Ergebnis war dem Polen jedoch die Leistung: Fast elf positive Defensivaktionen verzeichnete der VfB durchschnittlich pro Satz gegen Freiburg. „Das ist wirklich eine Menge“, sagte Swaczyna. „Das Team hat den Gegner verstanden und das perfekt genutzt. Wenn wir uns auch zukünftig so an unseren Plan halten, dann können das sehr gute Spiele werden.“
Die nächste Möglichkeit dazu bietet sich am kommenden Sonntag. Dann tritt der VfB in der Bundesliga beim Tabellendreizehnten aus Dachau an. Das Team von Ex-VfB-Assistent Patrick Steuerwald konnte in der laufenden Spielzeit bislang erst einmal gewinnen und unterlag zuletzt überraschend vor heimischer Kulisse mit 2:3 gegen Deutschlands Volleyballnachwuchs vom VCO Berlin. Auf die leichte Schulter will Swaczyna das Auswärtsspiel dennoch nicht nehmen – auch weil Dachau gegen den Pokalhalbfinalisten nichts zu verlieren hat. „Das kann auf so ein Team auch positiv wirken“, erklärt der Trainer. „Sie riskieren dann viel, und dann kann jede Menge passieren. Deshalb müssen wir gut spielen, egal wer auf der anderen Seite steht. Wir brauchen die drei Punkte für die Bundesliga.“
Der ASV Dachau empfängt am Sonntag nicht nur den aktuellen Rekordpokalsieger, sondern auch ein Stück Vereinsgeschichte. Beim sogenannten Legendenspieltag werden mehrere Akteure aus den 1990er-Jahren anwesend sein, die damals unter Trainerlegende Stelian Moculescu zwei Mal Deutscher Meister wurden.
Abseits der Nostalgie stellt die Dachauer Halle jedoch eine besondere Herausforderung für den modernen Volleyball dar – klein, eng und mit lediglich sieben Metern Deckenhöhe, was vor allem für den Annahmeriegel schwierig ist. „Das ist sicherlich nicht ganz einfach, auch wenn wir unsere Spieler im Training natürlich darauf vorbereiten“, sagt Swaczyna. „Aber vermutlich wird der ein oder andere Ball trotzdem an die Decke gehen. Das müssen wir akzeptieren und einfach weitermachen.“
Schon am kommenden Mittwoch, den 3. Dezember, ist Friedrichshafen dann wieder in der heimischen SPACETECH ARENA gefordert. Um 19:00 Uhr schlagen dort die Baden Volleys aus Karlsruhe auf. Tickets für diese Begegnung sowie für den Pokalkracher gegen die Berlin sind unter zuhause-aufschlagen.de erhältlich.