Zwei Sätze fürs Weiterkommen

06. Januar 2026 Zurück zur Artikelübersicht »

Am Mittwochabend (7. Januar, 20:00 Uhr, live und frei empfangbar bei Sporteurope) hat der VfB Friedrichshafen die Chance, ins Achtelfinale des CEV Volleyball Cups einzuziehen. In der Theorie reichen den Häflern im Rückspiel gegen Levski Sofia zwei gewonnene Sätze, um dieses Ziel zu erreichen. Doch auch Sofia hat noch die Möglichkeit, das Ruder in einem entscheidenden „Golden Set“ herumzureißen.

War im Hinspiel ein entscheidendes Duell: Todor Skrimov gegen den Häfler Block | Bild: CEV

Die Ausgangslage für das Weiterkommen im CEV Volleyball Cup ist vergleichsweise einfach. Nachdem Friedrichshafen das Hinspiel bei Levski Sofia mit 3:0 für sich entscheiden konnte, genügt den Häflern am Mittwochabend ein Punkt gegen die Bulgaren, um das Achtelfinale zu erreichen. Zwei gewonnene Sätze sind also ausreichend; im Falle einer 0:3- oder 1:3-Niederlage käme es zu einem finalen „Golden Set“. Mit Rechenspielen möchte sich Cheftrainer Adam Swaczyna allerdings im Vorfeld nicht beschäftigen. „Wir müssen uns darauf konzentrieren, das Spiel zu gewinnen. Das ist schon schwierig genug“, erklärt er. „Von diesen zwei Sätzen möchte ich gar nichts hören – wir kommen aus der Kabine, um das Spiel zu gewinnen.“

Das klare 3:0 in Sofia könnte nämlich trügerisch sein. Vor allem der erste Satz (27:25) war deutlich umkämpfter, als es das Endergebnis vermuten lässt. Das junge bulgarische Team leistete sich im Hinspiel viele Eigenfehler, musste zudem auf Altmeister und Ex-Häfler Svetoslav Gotsev verzichten und hat den Einzug in die nächste Runde keineswegs abgehakt – nicht zuletzt wegen der gefürchteten Aufschläge von Routinier Todor Skrimov. „Wenn sie dieses Mal Gotsev auf dem Feld haben, wird das ein anderes Spiel“, erklärt Swaczyna. „Levski wird alles investieren, um weiterzukommen. Wir dürfen außerdem nicht vergessen, dass wir zwei Sätze in Bulgarien schlecht begonnen haben. Da darf niemand denken, dass das ein Selbstläufer wird.“

Auch auf Häfler Seite gibt es personell im Vergleich zum ersten Duell mit Levski Sofia mindestens eine Veränderung. Außenangreifer Tim Peter wird weiterhin aufgrund einer Fußverletzung fehlen. Zuletzt gönnte Cheftrainer Adam Swaczyna Simon Kohn eine Pause und setzte gegen Berlin auf Vojin Cacic und Kyle Hobus im Außenangriff. „Wir wissen, was auf uns zukommt, deshalb haben wir auch eine Idee, wie wir die Belastung verteilen“, sagt der polnische Olympiasilbermedaillengewinner. Wie genau sein Plan aussehen wird, lässt er jedoch offen. Sicher ist nur, dass alle 13 zur Verfügung stehenden Spieler heiß auf das Duell mit den Bulgaren sind. „Ich hoffe, dass wir trotz der Niederlage gegen Berlin weiterhin wissen, dass wir guten Volleyball spielen können. Das gilt für jeden Spieler – egal, wer beginnt.“

Dass der CEV Volleyball Cup für seine Mannschaft einen hohen Stellenwert hat, „muss ich eigentlich gar nicht betonen“, so Swaczyna abschließend. Das bittere Ausscheiden in der vergangenen Saison gegen Mladost Zagreb ist dabei noch präsent. „Das gilt auch für die Fans und den Club. Es ist eine große Chance für die Spieler, sich auf europäischem Niveau zu messen und wertvolle Erfahrung zu sammeln. Das kann uns später auch in den Playoffs helfen.“ Zunächst jedoch müssen Aleksa Batak und Co. zwei Sätze gegen Levski Sofia gewinnen, um sich weitere internationale Erfahrung zu sichern – auch wenn Swaczyna diese Rechenspiele eigentlich nicht mag.

Tickets für diese und alle weiteren Begegnungen in der SPACETECH ARENA sind unter zuhause-aufschlagen.deerhältlich.