Achtelfinale erreicht – Friedrichshafen gewinnt Krimi im Golden Set

07. Januar 2026 Zurück zur Artikelübersicht »

Der VfB Friedrichshafen steht im Achtelfinale des CEV Volleyball Cups. Die Häfler Volleyballer verloren das Heimspiel gegen Levski Sofia am Mittwochabend mit 1:3 (17:25, 22:25, 25:21, 23:25), holten sich aber schlussendlich den Gesamtsieg nach zwei Partien im Golden Set (15:13). Ein großer Faktor für dieses Comeback kam von der Bank: Jonas Van Huizen holte sich später den Titel des wertvollsten Spielers ab. Im Achtelfinale wartet nun das belgische Team Tectum Achel auf Kapitän Aleksa Batak und Co.

Van Huizen führte sein Team zum Sieg im Golden Set | Bild: Alexander Hoth

Obwohl am Ende ein 2:3 aus Häfler Sicht auf der Anzeigetafel stand, war der Jubel auf Seiten der Gastgeber grenzenlos. Louis Kunstmann war es, der den entscheidenden Angriff zum 15:13 gegen Levski Sofia im Feld der tapfer kämpfenden Gäste versenkte. Im Golden Set lag sein Team schon zurück (5:8), kämpfte sich mit starken Aufschlägen von Simon Kohn wieder heran (9:9) und holte sich schließlich den Entscheidungssatz, um ins Achtelfinale des CEV Volleyball Cups einzuziehen, weil Jonas Van Huizen und Parker Van Buren die Nerven behielten (15:13).

Zwei Sätze hätten dem VfB Friedrichshafen nach dem 3:0-Sieg in Sofia gereicht, um im Rückspiel in der SPACETECH ARENA eine Runde weiterzukommen. Nach zwei Durchgängen mussten die feierbereiten Häfler Fans allerdings etwas ungläubig auf die Anzeigetafel oberhalb des Spielfelds blicken. Levski Sofia holte sich diese beiden Sätze – und das vor allem im ersten Satz mit wenig Mühe. Der VfB wirkte gehemmt und beeindruckt vom starken Service der Gäste, sodass Ex-Häfler Svetoslav Gotsev und sein Team nach Belieben punkten konnten.

Vor allem gegen die Mitte und die schnellen Hinterfeldangriffe fand das Team von Cheftrainer Adam Swaczyna wenige Mittel. Gustavo Maciel, Louis Kunstmann, Simon Kohn, Kyle Hobus, Parker Van Buren, Aleksa Batak und Libero Lenny Graven mussten Satz eins mit 17:25 abgeben. Doch auch der zweite Durchgang, den die Einwechslung von Jonas Van Huizen ein wenig belebt hatte, ging an die Bulgaren (22:25).

Van Huizen blieb dann auf dem Feld und bestätigte seine Form. Auch dank des jungen Kanadiers, der später zum MVP des Spiels gewählt wurde, fand Friedrichshafen immer besser in die Spur. Jetzt funktionierte auch der Block, sogar durch die Mitte (Kunstmann). Van Huizen machte vier der letzten sechs Punkte im dritten Durchgang, den ein Batak-Block für die Häfler beendete (25:21). Doch auch dieser Rückenwind hielt nicht lange an, weil Levski unbedingt den Golden Set erzwingen wollte. Immer wieder wechselte die Führung. Simon Kohn kam zurück, konnte aber den dritten Satzgewinn für Sofia nicht abwenden (23:25).

„Es war heute wichtig, dass wir nicht auseinandergebrochen sind. Das war jetzt das zweite Spiel in Folge, das nicht ganz perfekt für uns lief. Wir hatten unsere Probleme, die wir jetzt aber nicht nach außen tragen wollen“, war Swaczyna glücklich mit dem Ergebnis. „Die Spieler haben heute ihre Probleme gelöst, vor allem die Jungs, die von der Bank kamen, haben gekämpft. Heute war nicht unser Tag, aber im wichtigsten Moment waren wir da. Unser bestes Spiel haben wir zum Ende des Golden Set abgeliefert. Ich habe die Champions League gewonnen, nachdem wir zwei Mal den Golden Set gewonnen haben. Deshalb denke ich, ist so ein Ergebnis auch im CEV Cup in Ordnung.“

Der Gegner für das Achtelfinale im CEV Volleyball Cup steht auch schon fest. Die Häfler treffen in der nächsten Runde auf das belgische Team Tectum Achel, bei dem die ehemaligen Volley YoungStars Mario Schmidgall und Felix Baumann unter Vertrag stehen. Voraussichtlich bestreitet der VfB sein Heimspiel zwischen dem 20. und 22. Januar. Das Rückspiel in Belgien findet eine Woche später statt. Weitere Informationen, auch zu den Tickets für die Begegnung, folgen in Kürze. Zunächst gilt der Fokus von Cheftrainer Adam Swaczyna aber wieder der Bundesliga. Am 10. Januar (20:00 Uhr) und am 14. Januar (18:30 Uhr) stehen zwei anspruchsvolle Spiele bei den WWK Volleys Herrsching und den powervolleys Düren an.