| 20. Januar 2026 | Zurück zur Artikelübersicht » |
Am Mittwoch (21. Januar, 20 Uhr, live und frei empfangbar bei Sporteurope) trifft der VfB Friedrichshafen im Achtelfinale des CEV Volleyball Cups auf den belgischen Club Tectum Achel. Friedrichshafen legt in eigener Halle vor, um dann eine Woche später den Einzug in die Playoffrunde des Europapokals im belgischen Maaseik klarmachen zu können.

Friedrichshafen setzte sich im Sechzehntelfinale gegen Sofia durch | Bild: Alexander Hoth
2007 war für den VfB ein goldenes Jahr: Champions-League-Sieger, DVV-Pokalsieger und Deutscher Meister. Während man am Bodensee die Pokale stemmte, kämpfte der Verein Tectum Achel im Norden Belgiens in der zweiten Liga um einen Platz in der unteren Tabellenhälfte. Doch 2018 stieg Achel in die erste belgische Liga auf. Der Verein entwickelte sich kontinuierlich weiter, bis im vergangenen Jahr der Durchbruch folgte: Platz drei in der Liga und damit die Qualifikation für einen Startplatz im CEV Volleyball Cup.
Was einst ein Duell der klassischen Kategorie „David gegen Goliath“ gewesen wäre, ist heute ein Volleyballmatch auf Augenhöhe. „Sie sind ein technisch starkes Team, haben physische Spieler, die hoch springen können, und ein gutes System im Sideout“, schätzt Adam Swaczyna, Cheftrainer des VfB Friedrichshafen, den Gegner ein. „Es wird ein schwieriges Spiel für uns, aber auch ein interessantes, schließlich stoßen wir auf zwei ehemalige Volley YoungStars.“
Mit Zuspieler Mario Schmidgall und Außenangreifer Felix Baumann spielen gleich zwei Deutsche mit Häfler Vergangenheit beim belgischen Verein. Während Baumann und Schmidgall also auf keine Unbekannten treffen, muss sich der VfB noch auf den Stil der Männer von der Maas einstellen. „Wir haben ein paar technische Anpassungen vorgenommen, weil Achel in vielen Bereichen anders spielt als unsere Gegner in der Liga“, erklärt Swaczyna, ohne jedoch zu viel zu verraten. „Grundsätzlich haben wir aber ein System, an dem wir in jedem Spiel festhalten und das wir über die Saison hinweg stetig verbessern wollen.“
Während die Häfler erst im „Golden Set“ gegen Levski Sofia ins Achtelfinale einzogen, machte Achel es etwas deutlicher. Im Sechzehntelfinale besiegten sie den TSV Hartberg aus Österreich sowohl im Hin- als auch im Rückspiel mit 3:0. Für Swaczyna spielt diese Historie allerdings keine große Rolle. „Ich habe das Spiel gegen Sofia bereits vergessen. Wir sind immer auf ein Duell nach dem anderen fokussiert, denn es bringt uns nichts, in die Vergangenheit oder zu weit in die Zukunft zu blicken. Für lange Reflexion bleibt uns durch den engen Spielplan keine Zeit.“
Auch das Duell um den Playoffeinzug im CEV Cup bedeutet für die Häfler zwei weitere Volleyballpartien, die sie in ihren Spielplan einflechten müssen. „Für das Rückspiel werden wir direkt vom Bundesligaspiel in Hildesheim nach Maaseik reisen, das wird sicherlich anstrengend. Deswegen ist es wichtig, zu Hause eine gute Ausgangslage zu schaffen – mit den Spielern, die uns zur Verfügung stehen.“ Welche das genau sein werden, wird erst das Abschlusstraining am Mittwoch zeigen. „Wir hatten viele Blessuren und ein paar Infekte. Ich hoffe, dass wir das bis zum Spiel in den Griff bekommen.“