Corey Chavers verstärkt Friedrichshafen

02. Februar 2026 Zurück zur Artikelübersicht »

Mit Ablauf der Transferperiode hat der VfB Friedrichshafen einen weiteren Außenangreifer verpflichtet. Der Amerikaner Corey Chavers wechselte aus Puerto Rico an den Bodensee und unterschrieb einen Vertrag bis zum Ende der Saison. Die Häfler reagieren damit auf die anhaltenden Verletzungsprobleme auf der Außenposition. Bereits beim 1:3 am Sonntag gegen Lüneburg lief der 26-Jährige erstmals mit der Mannschaft auf.

Corey Chavers trägt die Rückennummer 17 | Bild: Alexander Hoth

Die vergangenen 48 Stunden waren für Corey Chavers turbulent. Am Donnerstag unterzeichnete der US-Amerikaner seinen Vertrag beim VfB Friedrichshafen, am Samstag kam er bereits in seiner neuen Heimat an. „Die Flüge hatten ein bisschen Verspätung, deshalb zog sich die Reise etwas in die Länge. Ich war dann wirklich froh, irgendwann angekommen zu sein“, lacht er. „Als das Angebot aus Friedrichshafen kam, musste ich nicht lange überlegen. Ich wollte schon seit einiger Zeit in Deutschland spielen, bislang hat das nie geklappt. Deshalb habe ich sofort zugesagt.“

Dabei kann Chavers mit gerade einmal 26 Jahren bereits eine beeindruckende Vita vorweisen. Die Saison in Friedrichshafen ist für ihn die siebte im Ausland. Stationen in Italien, Schweden, der Schweiz, Rumänien und Griechenland stehen bereits in seinem Lebenslauf. In Griechenland spielte er unter anderem bei Foinikas Syros mit Ex-Häfler Markos Galiotos und Herrsching-Mittelblocker Bryan zusammen. Zuletzt lief er für Caribes de San Sebastián auf und holte in Puerto Rico die Vizemeisterschaft. „Ich bin es gewohnt, irgendwo neu anzufangen. Dass hier alle wirklich gut Englisch sprechen, macht es etwas leichter“, erzählt er. „Mit Kyle und Parker habe ich zudem zwei Landsleute im Team, das hilft natürlich.“

Chavers ist der 15. Spieler im Häfler Kader und bereits der fünfte Außenangreifer. Eigentlich eine undankbare Konstellation, da pro Spiel nur 14 Spieler gemeldet werden dürfen. Sportdirektor Radomir Vemic hat mit der Verpflichtung jedoch auf den bisherigen Saisonverlauf reagiert und behält auch die kommenden Wochen im Blick. „Tim Peter kommt gerade erst zurück und wir hatten die gesamte Saison immer wieder Verletzte oder Kranke“, erklärt er. „Corey wird uns helfen, das Trainingsniveau hochzuhalten und sicher auch seine Einsätze bekommen. Wir sind im Februar noch in allen drei Wettbewerben vertreten und müssen bei diesem engen Spielplan mehr Pausen für die Spieler einplanen.“

In der Bundesliga und im CEV Volleyball Cup ist Chavers spielberechtigt, im Zoi DVV-Pokalfinale wird der 26-Jährige allerdings nur auf der Tribüne sitzen. Das Regelwerk erlaubt dort keine Ausnahme, da jeder Finalteilnehmer bereits zum Zeitpunkt des Halbfinals unter Vertrag gestanden haben muss. Beim Heimspiel vergangenen Sonntag gegen Lüneburg stand Chavers daher bereits auf dem Spielberichtsbogen und unterstützte das Team von der Seitenlinie. Für ihn „eine großartige Erfahrung, die Atmosphäre hier direkt miterleben zu dürfen“, wie er strahlend erzählt. „Das hat wirklich gutgetan. Ich möchte so viele Spiele wie möglich machen und dem Team bestmöglich helfen.“

Cheftrainer Adam Swaczyna weiß, dass dieses Vorhaben „noch ein bisschen Zeit braucht“. „Corey muss sich erst wieder an das Niveau in Europa gewöhnen“, sagt er. Dennoch ist der Trainer überzeugt, dass der Neuzugang eine wichtige Rolle spielen kann – nicht zuletzt aufgrund seiner Abschlaghöhe von 3,65 Metern bei 1,96 Metern Körpergröße. „Er ist ein sehr offensiver Spieler mit starkem Angriff und gutem Aufschlag. Ich denke, die Fans können sich auf ihn freuen.“