Playoffs gegen französisches Topteam

10. Februar 2026 Zurück zur Artikelübersicht »

Zwei Runden hat der VfB Friedrichshafen im CEV Volleyball Cup bereits gemeistert – und zweimal ging es am Ende in den Golden Set. Nerven wie Drahtseile kann man der jungen Mannschaft von Cheftrainer Adam Swaczyna also durchaus attestieren. Am Mittwoch (11. Februar, 19:00 Uhr, live und kostenlos bei sporteurope.tv) treten die Häfler erneut international an. Im Hinspiel der Playoffs wartet in der SPACETECH ARENA mit Alterna SPVB Poitiers der bisher dickste Brocken der diesjährigen Europareise.

Gustavo Maciels Einsatz gegen Poitiers ist fraglich | Bild: Alexander Hoth

Der Kader von Alterna SPVB Poitiers liest sich ein wenig wie eine Bundesliga-Allstar-Auswahl vergangener Jahre. Diagonalangreifer Kevin Kobrine ging in der Vorsaison noch für Freiburg auf Punktejagd, Mittelblocker Pearson Eshenko dürfte den Häfler Fans noch aus seiner Zeit bei der SVG Lüneburg in Erinnerung sein. Mit Max Schulz und Lukas Maase stehen zudem zwei deutsche Nationalspieler im Aufgebot des Clubs, dessen Manager Cédric Enard zuletzt als Erfolgstrainer in Berlin an der Seitenlinie der Max-Schmeling-Halle stand.

„Es ist eine Mischung aus international erfahrenen Spielern in Kombination mit vielen französischen Talenten“, beschreibt VfB-Trainer Adam Swaczyna den bislang dicksten Brocken im Europapokal. „Man merkt die französische Schule: Sie spielen technisch versiert und sehr schnell. Da steckt viel Qualität und Erfahrung drin.“

In der eigenen Liga steht Poitiers aktuell auf Rang vier – ebenso wie das Team vom Bodensee, das sich weiterhin mit Verletzungssorgen plagen muss. „Eigentlich wissen wir von Tag zu Tag, wer zur Verfügung steht“, sagt Swaczyna, der zumindest bei Aleksa Batak (Rücken), Gustavo Maciel (Rücken), Jonas Van Huizen (Schulter) und Simon Kohn (Oberschenkel) dicke Fragezeichen sieht. Tim Peter, der in der vergangenen Saison noch für Poitiers auflief, wird sicher noch passen müssen. „Es ist vor allem schade für Tim. Aber egal, wer am Mittwoch auf dem Feld steht – jeder wird hochmotiviert sein. Es geht um internationalen Volleyball gegen ein Team, das man nicht alle Tage in Deutschland sieht. Das wird für die Spieler und sicher auch für die Zuschauer ein besonderes Erlebnis.“

Swaczyna hadert weniger mit dem dünnen Kader als vielmehr mit der verfügbaren Trainingszeit. „Wir spielen alle drei Tage, da geht es mehr um Regeneration als um Training“, erklärt er. „Wir haben junge Spieler, die alles reinwerfen, die aber – vor allem in wechselnder Besetzung – Trainingszeit brauchen. Deshalb ist die Vorbereitung aktuell nicht ideal. Poitiers spielt zum Beispiel sehr häufig mit derselben Formation, das ist ein Vorteil. Ich bin trotzdem – oder gerade deswegen – wirklich stolz auf unsere Mannschaft, die diese Herausforderung jeden Tag annimmt.“

Die Häfler stellen sich auf „schnellen Volleyball“ ein, wie Swaczyna betont. Die Bälle landen schnell bei den Außenangreifern, die oft die technische Lösung suchen. „Auch Kevin Kobrine macht das als Diagonalangreifer sehr gern, da hat sich im Vergleich zu seiner Zeit in Freiburg wenig verändert“, nennt Swaczyna ein Beispiel. „Wir sind aber auf diese Spielweise vorbereitet. Wir werden alles reinwerfen, um dieses Spiel zu gewinnen und uns eine gute Ausgangslage für das Rückspiel in Frankreich zu erarbeiten.“