| 17. Februar 2026 | Zurück zur Artikelübersicht » |
Zwei Runden hat der VfB Friedrichshafen im CEV Volleyball Cup in dieser Saison bereits erfolgreich gemeistert – beide Male ging es allerdings über den entscheidenden Golden Set. Auch im Rückspiel am Mittwoch (18. Februar, 20:00 Uhr) muss das Team von Cheftrainer Adam Swaczyna zunächst die 1:3-Niederlage aus dem Hinspiel ausgleichen, um den Entscheidungssatz zu erzwingen. Gegen das französische Topteam ist das ein schwieriges, aber keineswegs unmögliches Unterfangen – auch wenn das übergeordnete Ziel, das Pokalfinale, derzeit über allem steht.

Friedrichshafen kämpft um das Weiterkommen im CEV Volleyball Cup | Bild: Alexander Hoth
Garrigae Manoir de Beauvoir lautet der klangvolle Name des Hotels, in dem sich die Häfler Volleyballer seit Montagabend auf das Rückspiel gegen Alterna SPVB Poitiers vorbereiten. Das Team entschied sich bewusst für eine Unterkunft außerhalb der Stadt, um sich etwas besser von den Strapazen der vergangenen Tage zu erholen.
Am Sonntag gewann der VfB mit 3:0 bei den Baden Volleys Karlsruhe und machte sich am Montagmorgen auf die rund elfstündige Reise nach Poitiers. Im Gepäck: eine Mannschaft mit einigen Blessuren. „Deshalb kann ich auch erst am Mittwoch sagen, wer wirklich spielen wird“, beschreibt Cheftrainer Adam Swaczyna die Situation. „Viele unserer Spieler können derzeit nicht alle drei Tage auf dem Feld stehen. Das ist bei diesem Programm einfach nicht möglich.“
Unabhängig vom Personal erwartet der Pole am Mittwochabend eine „aggressive Mannschaft, die mit einer anderen Energie clevere Lösungen sucht“. Auch wenn sein Team das Hinspiel in der SPACETECH ARENA mit 1:3 abgeben musste, sieht er eine realistische Chance auf das Weiterkommen im Europapokal. „Wir müssen aber besser spielen, das wissen wir“, so Swaczyna weiter. „Wenn wir den gegnerischen Zuspieler nicht vom Netz fernhalten und er die Bälle nach Belieben verteilen kann, wird es schwierig. Wenn wir den Druck erhöhen und es für die Franzosen komplizierter machen, wissen wir, was zu tun ist.“
Dabei geht es dem Cheftrainer nicht nur um den Aufschlag, sondern vor allem um die Leistung in den entscheidenden Phasen. Schon im Hinspiel konnte sein Team viele Angriffe der Franzosen um Lukas Maase verteidigen, gehadert hat Swaczyna jedoch mit der Chancenverwertung. „Wir hatten den Ball in der Luft und haben den Punkt nicht gemacht. Speziell bei 22:22, also in der Endphase eines Satzes, kann das ganz viel verändern.“
Gewinnt der VfB das Spiel mit 3:0 oder 3:1, steht der Golden Set auf dem Plan. Schon in den beiden vorherigen Runden konnten Marcus Böhme und Co. diesen „Decider“ für sich entscheiden. Dann ginge es Anfang März im Viertelfinale gegen einen Drittplatzierten aus der Champions League. Dieses Szenario ist jedoch noch Zukunftsmusik – viel zu präsent ist derzeit der 28. Februar, das Pokalfinale in Mannheim. „Danach richten wir die letzten Wochen aus, denn dafür möchten wir in der bestmöglichen Verfassung sein“, erklärt Swaczyna. „Der 28. Februar schwebt über allem. Das heißt nicht, dass wir den CEV Cup nicht ernst nehmen. Aber dieser Pokal ist das große Ziel für jeden in diesem Club.“