| 18. Februar 2026 | Zurück zur Artikelübersicht » |
Das Wunder von Poitiers blieb aus: Am Mittwochabend verlor der VfB Friedrichshafen sein Playoff-Rückspiel gegen Alterna SPVB Poitiers mit 0:3 (14:25, 18:25, 21:25) und konnte die 1:3-Niederlage aus dem Hinspiel nicht mehr wettmachen. Die Häfler, die mit großen Verletzungssorgen in den Westen Frankreichs gereist waren, fanden keinen Zugriff auf den Gegner um Ex-Häfler Lukas Maase und verabschieden sich als Gesamtneunter aus dem CEV Volleyball Cup.

Friedrichshafen scheidet gegen Poitiers aus dem Europacup aus | Bild: Alexander Hoth
Mit Simon Kohn, Corey Chavers, Marcus Böhme, Simon Uhrenholt und Kyle Hobus schickte Cheftrainer Adam Swaczyna im Vergleich zur gewonnenen Bundesligapartie gegen Karlsruhe am vergangenen Sonntag gleich fünf frische Kräfte aufs Feld. Wie zuletzt setzte der polnische Coach zudem auf Zuspieler Daniel Habermaas und Libero Lenny Graven. Böhmes Block (2:3) und ein Ass von Kohn (5:4) sorgten für einen ordentlichen Start der Gäste vom Bodensee – Poitiers ließ sich davon jedoch wenig beeindrucken.
Die Franzosen erhöhten das Tempo und schalteten erneut ihre starke Defensive ein. Friedrichshafen fand im Angriff kaum Lösungen (9:12), auch der Kurzeinsatz von Stammzuspieler Aleksa Batak brachte keine Wende. Angetrieben von der ausverkauften Lawson-Body-Halle spielte sich Poitiers zunehmend in einen Rhythmus. Die neu formierte Häfler Mannschaft musste sich im ersten Durchgang deutlich mit 14:25 geschlagen geben.
Swaczyna reagierte mit einem Dreifachwechsel: Für Böhme, Uhrenholt und Chavers kamen Louis Kunstmann, Gustavo Maciel und Jonas Van Huizen. Vor allem der junge Kanadier kam nun besser gegen den französischen Block durch (6:6, 7:7), auch Maciel setzte mit einem Blockpunkt ein Zeichen (8:7). Doch Alterna SPVB Poitiers blieb stabil. Ex-Häfler Lukas Maase und seine Teamkollegen agierten fehlerarm und fanden immer wieder clevere Lösungen im Angriff (10:14, 12:16). Ein weiterer Block von Maciel ließ beim 16:19 noch einmal Hoffnung aufkeimen – Poitiers blieb jedoch souverän und sicherte sich auch den zweiten Satz mit 25:18.
Mit dem 0:2-Satzrückstand war der Traum vom Viertelfinale endgültig beendet. Selbst ein 3:2-Auswärtssieg hätte das 1:3 aus dem Hinspiel nicht mehr ausgleichen können. Friedrichshafen kehrte zur ursprünglichen Formation zurück und brachte auch Lucas Huckle. Auf der Gegenseite erhielten ebenfalls weitere Spieler Einsatzzeit. Zunächst sah es nach einem Satzgewinn für die Gäste aus (12:9), da Chavers nun besser ins Spiel fand. Doch erneut zog Poitiers zur Satzmitte davon (13:16) und entschied schließlich auch den dritten Durchgang mit 25:21 für sich.
„Ich habe anders begonnen als im Hinspiel, weil wir einige Verletzte hatten und kein Risiko eingehen konnten, dass Spieler länger ausfallen. Das bedeutet aber nicht, dass wir nicht gewinnen wollten. In der Vorbereitung auf das Pokalfinale haben wir zuletzt sehr intensiv trainiert – vielleicht war das auch zu spüren. Trotzdem hätten wir sicher besser spielen können“, bilanzierte Swaczyna. „Wenn man bedenkt, dass wir viele Veränderungen zur Vorsaison hatten, ein jüngeres Team und die Verletzungen, dann können wir zwar nicht zufrieden sein, aber möglicherweise war das in diesem Jahr unser Maximum im Europapokal.“
Nach der rund zwölfstündigen Heimreise an den Bodensee steht am kommenden Sonntag (22. Februar, 17:00 Uhr) das Bundesligaspiel in der heimischen SPACETECH ARENA gegen die Barock Volleys Ludwigsburg an. Am 28. Februar folgt dann das Finale des ZOI DVV-Pokals in der Mannheimer SAP Arena gegen die SVG Lüneburg.