| 20. Februar 2026 | Zurück zur Artikelübersicht » |
In gut einer Woche steht der VfB Friedrichshafen im Finale des Zoi DVV-Pokals und trifft in Mannheim auf die SVG Lüneburg. Zuvor (Sonntag, 22. Februar, 17 Uhr, live bei Dyn) schlagen Kapitän Aleksa Batak und Co. jedoch noch in der Bundesliga vor ausverkaufter Kulisse gegen die Barock Volleys MTV Ludwigsburg auf. Das Württemberg-Derby bringt jede Menge Brisanz – und eine gute Nachricht: Außenangreifer Tim Peter ist zurück im Mannschaftstraining.

Tim Peter meldet sich nach einer Verletzungspause zurück | Bild: Alexander Hoth
Die lange Reise nach Poitiers, die hohe Belastung in drei Wettbewerben mit zuletzt zwei Spielen pro Woche – diesen ganzen Rucksack hat VfB-Cheftrainer Adam Swaczyna am Donnerstagmorgen im Mannschaftsbus gelassen, als dieser nach über zwölf Stunden Fahrzeit aus Frankreich zurückkehrte. „Wir sollten darüber nicht mehr viel nachdenken, denn jetzt beginnt für uns in Deutschland die entscheidende Phase“, erklärt er. „Wir haben große Ziele für die kommenden Wochen. Zuerst wollen wir aber am Sonntag drei Punkte gegen Ludwigsburg holen.“
Swaczyna spricht vom schwierigen Spagat zwischen der Vorbereitung auf das Pokalfinale am 28. Februar, den anstehenende Playoffs und dem Ligaspiel gegen Ludwigsburg. Als Viertplatzierter benötigt der VfB die Punkte gegen den württembergischen Nachbarn, um sich eine möglichst gute Ausgangsposition für die Playoffs zu sichern. Als echten Härtetest für das Pokalfinale will der Cheftrainer die Partie am Sonntag dennoch nicht verstanden wissen – dafür nutzt er „die letzten Trainingseinheiten, die jetzt noch anstehen“. Für ihn ist das Duell mit dem starken Aufsteiger vielmehr eine „Frage des eigenen Niveaus“.
„Wir sollten alle dasselbe Ziel verfolgen und das beste Niveau abrufen, das wir leisten können. Wir brauchen die Punkte gegen Ludwigsburg – danach konzentrieren wir uns auf Mannheim. Alles zu seiner Zeit.“
Die etwas überraschende Niederlage aus dem Hinspiel ist für Swaczyna „keine zusätzliche Motivation“. „Ich denke, die brauchen wir nicht, wenn wir sehen, was wir in den kommenden Wochen noch erreichen können.“ Beim 1:3 in Ludwigsburg präsentierte sich sein Team in einer anderen Verfassung als aktuell. „Wir hatten viel zu viele Verletzte, es war keine einfache Phase für die Mannschaft.“ Das habe sich inzwischen geändert.
Nicht zuletzt auch, weil sich Tim Peter nach seinem Fußbruch im Dezember aus dem Krankenstand zurückgemeldet hat. Der deutsche Nationalspieler ist wieder voll im Training und greift seit dieser Woche auch im Sechs-gegen-Sechs an. Rechtzeitig zum Pokalfinale, möchte man meinen. Swaczyna tritt jedoch ein wenig auf die Euphoriebremse: „Tim ist enorm wichtig für das Team, und wir wissen, was er schon geleistet hat. Es ist gut, dass er wieder da ist und sein Comeback im Zeitplan liegt. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass er zwei Monate nicht trainieren konnte. Von ihm zu erwarten, dass er sofort wieder der Alte ist, wäre eine große Bürde.“
Gleichzeitig vertraut der Cheftrainer auf die Mentalität seines Teams: „Ich weiß, dass Tim – wie viele unserer Spieler – ein Kämpfer ist und alles investieren wird. Die Spieler unterstützen sich gegenseitig und bringen viel Leidenschaft ein. Das freut mich sehr.“