| 22. Februar 2026 | Zurück zur Artikelübersicht » |
Der VfB Friedrichshafen hat sich eine Woche vor dem Pokalfinale in Mannheim in der Volleyball Bundesliga einen eindrucksvollen 3:0-Sieg (25:16, 25:18, 25:17) gegen die Barock Volleys MTV Ludwigsburg gesichert und sich damit zugleich für die Niederlage aus der Hinrunde revanchiert. Die Häfler zeigten mit Rückkehrer Aleksa Batak und Tim Peter eine routinierte Leistung und hatten mit Jonas Van Huizen den Mann der Stunde in ihren Reihen.

Jonas Van Huizen holte sie verdient den MVP-Titel | Bild: Alexander Hoth
Es war der jährliche „Family Day“ am Sonntag in der SPACETECH ARENA. Gleichzeitig war es aber auch der „Willkommen-zurück-Tag“, den die Häfler Volleyballer gegen die Barock Volleys aus Ludwigsburg feierten. Tim Peter war nach über zwei Monaten Verletzungspause zurück im Kader und durfte zumindest schon einmal als Joker ran. Ebenso wichtig: Auch Kapitän Aleksa Batak konnte wieder von Beginn an auflaufen. Komplettiert wurde die Startformation von Louis Kunstmann, Gustavo Maciel, Vojin Cacic, Jonas Van Huizen, Parker Van Buren und Libero Lenny Graven.
Es war also der echte Testlauf für Mannheim – und dementsprechend konzentriert ging der VfB die Partie an. Aus einer stabilen Annahme heraus machten Van Huizen (5:4) und Cacic (6:4) ihre Punkte, während Kunstmann mit einem starken Block (9:5) für das nötige Spektakel in der ausverkauften SPACETECH ARENA sorgte. An nahezu jedem Ludwigsburger Angriff war der Häfler Block dran, was zahlreiche Breakmöglichkeiten eröffnete. Batak servierte ein Ass (21:14) und überlistete anschließend mit einem cleveren Zuspiel auf Van Huizen den gegnerischen Block (22:15). Kunstmann, der bis dahin wenige Bälle erhalten hatte, verwandelte schließlich den entscheidenden zum Satzgewinn (25:16).
Der Start in Durchgang zwei gestaltete sich etwas kniffliger, weil Ludwigsburg nun besser mit den Häfler Angriffen zurechtkam. Die Lebensversicherung in dieser Phase: Jonas Van Huizen. Der Kanadier punktete im Aufschlag (3:3), setzte einen wichtigen Block (11:12) und verwandelte auch schwierige Angriffe (17:15). Lenny Graven erhielt Sonderapplaus für eine spektakuläre Rettungsaktion. Kyle Hobus kam für Van Buren, und spätestens nach dem Maciel-Block gegen Tim Knöpfli (18:15) war die Ordnung wiederhergestellt. Auch beim nächsten Duell am Netz behielt Maciel gegen Knöpfli die Oberhand (23:18). Ein Ass von Van Huizen später versuchte sich Omene am argentinischen Mittelblocker – ebenfalls ohne Erfolg (25:18).
Friedrichshafen hielt die Konzentration auch im dritten Satz hoch. Aleksa Batak setzte mit seinem Service die Ludwigsburger Annahme unter Druck (4:2). Hobus markierte Block Nummer neun für seine Mannschaft (14:10), und dann war wieder Van Huizen zur Stelle: Erst provozierte er einen Overpass und vollendete dann den Ballwechsel zum 17:12 selbst aus dem Hinterfeld. Für den kandischen MVP war anschließend Feierabend; unter großem Applaus machte er Tim Peter Platz. Nach zweieinhalb Monaten Pause setzte der Außenangreifer mit seinem ersten Angriff gleich ein Ausrufezeichen (21:15). Die SPACETECH ARENA tobte, als der deutsche Nationalspieler einen weiteren Punkt nachlegte (24:17). Ein Ludwigsburger Angriffsfehler machte schließlich den Deckel drauf (25:17).
„Ich bin froh über die drei Punkte, aber vor allem darüber, dass wir endlich wieder alle Spieler im Team und im Training haben“, sagte VfB-Trainer Adam Swaczyna nach dem ungefährdeten Heimsieg. „Jonas war heute wirklich stark, aber wir dürfen nicht vergessen, dass es ein Teamsport ist. Jeder in der Mannschaft ist bereit – und war bereit, wenn er gebraucht wurde. Jetzt haben wir eine Woche Zeit, um intensiv zu trainieren, und freuen uns dann auf das Pokalfinale.“