| 23. Februar 2026 | Zurück zur Artikelübersicht » |
Ab der kommenden Saison wird der Trainerstab des VfB Friedrichshafen um zwei Persönlichkeiten erweitert: Simon Tischer und Bogdan Jalowietzki werden sich künftig gezielt um die Häfler Zuspieler und Mittelblocker kümmern und ihre immense Erfahrung weitergeben. Für die beiden Ex-Häfler ist es eine „Herzensangelegenheit“ – und ein Projekt mit Zukunft.

Bogdan Jalowietzki (li.) und Simon Tischer (re.) werden ab der kommenden Saison Teil des Trainerstabs sein | Bild: VfB Friedrichshafen
Wenn Simon Tischer und Bogdan Jalowietzki aufeinandertreffen, begegnen sich zwei außergewöhnliche Volleyball-Karrieren. Gemeinsam haben sie über 300 Länderspiele für Deutschland absolviert, elf Meistertitel und 14 Pokalsiege gefeiert. Welt- und Europameisterschaften stehen bei beiden auf der Vita, Tischer setzte seiner Laufbahn mit dem Gewinn der Champions League und der Teilnahme an Olympischen Spielen die Krone auf. „Das ist so viel Erfahrung – deren Wert kann man kaum bemessen“, sagt VfB-Sportdirektor Radomir Vemic. „Es ist fantastisch, dass wir davon nun profitieren dürfen.“
Die beiden VfB-Allstars werden ab der kommenden Saison Teil des Trainerteams sein. „Nicht jeden Tag im Training und nicht während der Spiele auf der Bank“, erklärt Tischer, der gleichzeitig Vorsitzender des Beirats der Volleyball GmbH ist. „Wir wollen gezielt unsere Erfahrung weitergeben.“ Als ehemaliger Weltklasse-Zuspieler wird er insbesondere die Häfler Regisseure begleiten, Jalowietzki parallel die Mittelblocker. „In welcher Form wir unterstützen, werden wir eng mit Adam abstimmen“, sagt Tischer. Jalowietzki ergänzt: „Jeder Spieler, der es in die Bundesliga schafft, bringt Qualität mit. Trotzdem hat jeder auch Entwicklungspotenzial – und da können wir mit unserer Erfahrung helfen.“
2005 beendete Jalowietzki seine aktive Karriere und arbeitet seither für die ZF Friedrichshafen AG. Tischer wechselte 2018 aus der Häfler Kabine zum Hauptsponsor Zeppelin GmbH. „Ich habe mich zwei, drei Jahre darauf konzentriert, mein Studium abzuschließen, und bin dann ins Berufsleben gestartet“, erzählt Tischer. Lange hielt er es jedoch ohne „seinen“ Sport nicht aus: 2021 begann er als Jugendtrainer beim VfB und rückte schon 2020 erst als Mitglied und 2022 als Vorsitzender in den Beirat der Volleyball GmbH auf. Jalowietzki war von 2005 bis 2025 Co-Trainer bei den Volley YoungStars und unterstützte in gleicher Funktion in der vergangenen Saison den TSV Mimmenhausen. Sein Engagement für den Club, bei dem er zehn Jahre als Profi aktiv war, ist für ihn eine Herzensangelegenheit: „Ich habe eine lange Geschichte mit dem VfB – das trägt man immer mit sich.“
Für Cheftrainer Adam Swaczyna bedeutet die Mitarbeit der beiden Legenden einen großen Mehrwert. „Da geht es nicht nur um Know-how, sondern auch um enorme Erfahrung. Die beiden haben national und international so viel gesehen – das kann man nicht lernen“, sagt er. Auch Tischer und Jalowietzki blicken voller Vorfreude auf ihre neuen Aufgaben. „Wir werden viel individuell mit den Spielern arbeiten und auch taktisch versuchen, Dinge weiterzuentwickeln“, so Tischer. Jalowietzki ergänzt: „Ich habe mich sehr gefreut, dass Adam Swaczyna und Radomir Vemic mich gefragt haben, ob ich helfen möchte. Hier arbeiten tolle Menschen und Trainer – diese Konstellation passt sehr gut.“