Zwei Tage bis zum Volleyball-Highlight des Jahres

26. Februar 2026 Zurück zur Artikelübersicht »

Am 28. Februar steigt in der Mannheimer SAP Arena das Volleyball-Highlight des Jahres. Im Zoi DVV-Pokalfinale der Frauen treffen ab 16:00 Uhr Allianz MTV Stuttgart und der VfB Suhl LOTTO Thüringen aufeinander. Ab 19:00 Uhr duellieren sich im Männerfinale der VfB Friedrichshafen und die SVG Lüneburg. Zwei Tage vor dem Showdown fassen wir alle Daten und Fakten zum großen Duell der beiden Männerclubs zusammen.

Friedrichshafen spielt am Samstag um den 18. Pokalgewinn der Vereinsgeschichte | Bild: Alexander Hoth

Der Pokal

Das Objekt der Begierde ist exakt 61 Zentimeter hoch und 8,5 Kilogramm schwer. Beide Trophäen bestehen aus Aluminiumguss – bei den Frauen perlhellgrau-rosé, bei den Männern dunkelgrau-golden.

Der Wettbewerb

Seit 2006 findet das Pokalfinale an einem festen Austragungsort statt. Bis einschließlich 2015 war das Gerry-Weber-Stadion in Halle/Westfalen der Dreh- und Angelpunkt des Volleyball-Highlights. Ab 2016 gastierte das Endspiel in der Mannheimer SAP Arena. Nach elf Jahren zieht das Event ab 2027 in die Kölner Lanxess Arena um.

Erstmals ist die SAP Arena 2026 mit 12.000 Zuschauern offiziell ausverkauft und übertrifft damit den bisherigen Rekord aus dem Jahr 2016 (knapp 12.000 Besucher).

Das Duell

Seit dem Aufstieg der SVG Lüneburg im Jahr 2014 begegneten sich beide Teams insgesamt 46-mal in drei verschiedenen Wettbewerben. Die Gesamtbilanz spricht mit 35:11 Siegen klar für den VfB Friedrichshafen.

Die Häfler sammelten bislang 33 nationale Titel, die Krönung war 2007 der Gewinn der CEV Champions League. Die „Lünehünen“ warten hingegen noch auf ihren ganz großen Titel. Einmal standen sie im Finale des CEV Volleyball Cups, in der vergangenen Saison im Ligafinale gegen die Berlin Recycling Volleys. Dreimal erreichte Lüneburg das DVV-Pokalfinale (2015, 2019, 2022) – und unterlag jeweils dem VfB Friedrichshafen.

Die Ausgangssituation

In der Saison 2025/26 geht Lüneburg mit großem Selbstvertrauen ins ZOI DVV-Pokalfinale. Dreimal konnten die Norddeutschen die Häfler bereits besiegen – zweimal in der Bundesliga, einmal im Ligacup vor der Saison.

Die Statistik zeigt sich dennoch ausgeglichen. Bei den Assen (durchschnittlich 1,7 zu 1,6 pro Satz) und im Block (2,7 zu 2,3 Punkte pro Satz) hat der VfB leichte Vorteile.

Die Mannschaften

Friedrichshafens Marcus Böhme führt die Statistik in gleich zwei Kategorien an. Mit 2,12 Metern Körpergröße überragt er Lüneburgs größten Spieler Cole Young um vier Zentimeter. Mit 40 Jahren ist Böhme zudem der älteste Akteur auf dem Feld – bei Lüneburg ist das Sho Takahashi (Jahrgang 1995).

Der japanische Libero der SVG ist mit 1,71 Metern zugleich der kleinste Spieler. Beim VfB misst Abwehrspezialist Lenny Graven 1,80 Meter.

Auf Häfler Seite haben drei Akteure den DVV-Pokal bereits gewonnen: Marcus Böhme, Vojin Cacic und Trainer Adam Swaczyna. Lenny Graven stand mit den WWK Volleys Herrsching bereits im Finale. Bei der SVG weiß Trainer Stefan Hübner, wie sich ein Pokalsieg anfühlt – er gewann den Titel 2000 als Spieler mit dem SCC Berlin.

Fans

In Sachen Unterstützung dürfte die SVG Lüneburg zahlenmäßig leicht im Vorteil sein – eigens rollt ein Sonderzug aus dem Norden an. Die Häfler bringen über 600 Fans mit in die SAP Arena und chartern dafür fünf Reisebusse von Sponsor Wegis Reisen, mit Unterstützung der Partner Spacetech GmbH, Sparkasse Bodensee, Winterhalter,Möbel Rundel, Ensinger, Fränkel AG, Hotel Seegut Zeppelin, Autohaus Bach, Dr. Leo Schärer und Gila Solutions.

Besonders laut dürfte die Südseite des Mannheimer Volleyballtempels werden. Dort – und das ist Tradition – stehen die Anhänger des VfB Seite an Seite mit den Fans der Stuttgarterinnen.

Für Daheimgebliebene

Der Streaminganbieter Dyn überträgt beide Partien live.