Großer Kampf reicht nicht – Friedrichshafen unterliegt im Pokalfinale

01. März 2026 Zurück zur Artikelübersicht »

Nach aufopferungsvollem Kampf und zwei Comebacks im Finale des Zoi DVV-Pokals reichte es für den VfB Friedrichshafen am Ende nicht zum 18. Titel. Die Häfler unterlagen der SVG Lüneburg mit 2:3 (25:27, 25:21, 16:25, 25:21, 8:15) und nahmen die Silbermedaille mit an den Bodensee. Im Frauenfinale sicherte sich der VfB Suhl Lotto Thüringen in einer spannenden Partie mit 3:2 den Titel gegen Allianz MTV Stuttgart.

Friedrichshafen musste sich im fünften Satz geschlagen geben | Bild: Alexander Hoth

Friedrichshafen startete mit seiner vermeintlich besten Formation in das Pokalfinale. Jonas Van Huizen, Vojin Cacic, Gustavo Maciel, Louis Kunstmann, Parker Van Buren, Aleksa Batak und Libero Lenny Graven sollten es für den Rekordpokalsieger richten.

Es war der erwartet nervöse Auftakt in dieses Zoi DVV-Pokalfinale, das zunächst von den taktischen Aufschlägen der Lüneburger geprägt war. Zu Beginn kam Friedrichshafen damit noch gut zurecht, dann wurde es etwas wackliger. Van Buren und Cacic punkteten zwar regelmäßig im Angriff (2:2, 6:6), doch Lüneburg erspielte sich zur Satzmitte eine kleine Führung (12:15). Weil die Häfler nun mehr Druck im Aufschlag entwickelten und Maciel einen Ball direkt zurück ins gegnerische Feld hämmerte, glich der VfB aus (22:22). Insgesamt drei Satzbälle wehrte Friedrichshafen ab (26:26), ehe Van Buren ein Angriff misslang (25:27).

Der positive Trend im Service setzte sich im zweiten Durchgang fort. Nach einem Block von Van Huizen (9:9) packte auch Maciel gleich zweimal am Netz zu (18:17), ehe der starke Cacic seine Leistung mit einem Ass krönte (19:17). Die Mannschaft von Cheftrainer Adam Swaczyna baute den Vorsprung weiter aus (24:21) – Maciel stellte mit einem weiteren Block auf Satzausgleich (25:21).

Auch der dritte Durchgang begann ausgeglichen. Eine kleine Lüneburger Führung (6:8) egalisierte erneut Maciel (8:8). Dieses Mal war es Lüneburgs Christopher Byam, der mit einer starken Aufschlagserie den Unterschied machte (13:16). Aleksa Batak und Co gerieten zunehmend unter Druck (14:22). Der Satz war zu diesem Zeitpunkt praktisch entschieden, Bataks Aufschlagfehler besiegelte ihn (16:25).

Doch wieder schüttelte sich der VfB. Mit Jonas Van Huizen als verlässlicher Angriffsoption (4:2, 10:6) und einem nun treffsicheren Cacic wuchs der Vorsprung im vierten Satz kontinuierlich (18:13). Lüneburg wirkte verunsichert, und die 600 mitgereisten VfB-Fans waren unter den 12.508 Zuschauern deutlich zu hören. Van Huizen setzte aus dem Hinterfeld ein weiteres Ausrufezeichen (23:19), Friedrichshafen erzwang den Tiebreak (25:21).

Den Rückenwind aus dem vierten Satz konnten die Häfler jedoch nicht mitnehmen. Früh gerieten sie durch eine Aufschlagserie von Ethan Champlin ins Hintertreffen (0:3, 1:6). Van Huizen, bis dahin einer der stärksten Akteure, scheiterte zum Seitenwechsel am Lüneburger Block (3:8). Der Tabellenführer aus dem Norden ließ sich den Titel nun nicht mehr nehmen. Eine glückliche Fußabwehr eröffnete Lüneburg die nächste Chance – und die nutzten sie konsequent zum 8:15.

„Glückwunsch an Lüneburg. Es tut gerade sehr weh, vor allem weil wir im fünften Satz verloren haben und durchaus unsere Chancen hatten. Wir haben gekämpft, nie aufgegeben, und mit all den Problemen auf dem Weg in dieses Finale ist es keine Schande, 2:3 zu verlieren. Ich bin stolz auf meine Mannschaft, die in den vergangenen Wochen viel investieren und auf einiges verzichten musste. Das war heute noch nicht das Maximum, das wir aus uns herausholen können.“