| 21. März 2026 | Zurück zur Artikelübersicht » |
Mit dem neunten Sieg in Serie sichert sich der VfB Friedrichshafen den dritten Platz nach der Hauptrunde. Die Häfler gewannen am Samstagabend in der Potsdamer MBS Arena souverän mit 3:0 (25:17, 25:16, 25:16) gegen die Energiequelle Netzhoppers Königs Wusterhausen und behaupteten sich damit im Fernduell gegen die SWD powervolleys Düren. Im Viertelfinale der Playoffs (best-of-three) kommt es nun zum Baden-Württemberg-Derby gegen die Barock Volleys MTV Ludwigsburg. Tickets für die erste Begegnung am 29. März (17:00 Uhr, alle Spiele live bei Dyn) sind unter zuhause-aufschlagen.de erhältlich.

VfB-Cheftrainer Adam Swaczyna verzichtete im Kampf um Rang drei auf Experimente und vertraute auf dieselbe Startformation wie beim 3:0-Heimsieg gegen die Helios Grizzlys Giesen. Vojin Cacic, Jonas Van Huizen, Gustavo Maciel, Marcus Böhme, Kyle Hobus, Aleksa Batak und Libero Lenny Graven benötigten zunächst etwas Zeit, um sich an die ungewohnte Potsdamer MBS Arena zu gewöhnen.
Hobus (2:0, 4:2) holte seinem Team zwar früh zwei Breaks, doch die Netzhoppers hielten die Partie zunächst ausgeglichen (7:7, 9:9). Erneut war es Hobus, der mit einem Ass für Abstand sorgte (12:9), ehe Maciel mit einem Block gegen Carl Möller auf 14:10 erhöhte. Cacic bereitete mit starken Aufschlägen einen weiteren Blockpunkt von Böhme vor (19:13) und legte selbst noch ein Ass nach (21:13). Zwei Netzroller von Lovis Homberger gestalteten das Ergebnis etwas freundlicher für die Gastgeber (23:16), letztlich sicherte sich der VfB den Satz aber souverän mit 25:17.
Im zweiten Durchgang setzte der spätere MVP Van Huizen früh Akzente und punktete mehrfach clever per Leger (4:3, 5:3). Dass der Kanadier auch im Service Druck entwickeln kann, zeigte er wenig später – sein Aufschlag führte zu einem Blockpunkt von Cacic (8:4). Friedrichshafen agierte nun sehr stabil, vor allem in der Abwehr um Libero Graven (12:6), und setzte auch im Block immer wieder Akzente (17:12). Böhme drückte dem Satz schließlich seinen Stempel auf, blockte erst Möller und dann Timmermann (21:14, 23:14) und verwandelte auch den Satzball im Angriff zum 25:16.
Auch im dritten Abschnitt blieb der VfB klar tonangebend. Maciel eröffnete mit einem Netzroller-Ass (4:2), Batak ließ kurz darauf einen wuchtigen Aufschlag auf die Linie folgen (7:3). Die Gäste hatten die Partie nun fest im Griff und überzeugten zunehmend auch spielerisch. Eine spektakuläre Schulterabwehr von Batak, die Böhme zum Topscorer Van Huizen weiterleitete (20:11), unterstrich die Dominanz der Häfler.
Kurios wurde es am Ende: Linus Engelmann beschwerte sich lautstark über eine Schiedsrichterentscheidung und ließ sich auch nach einer Gelben Karte nicht beruhigen. Die anschließende Rote Karte bedeutete den letzten Punkt – und damit den 3:0-Endstand für Friedrichshafen.
„Es war zu Beginn sehr ausgeglichen, aber dann haben wir mit unserer Abwehr und dem Aufschlag den Unterschied gemacht. Vielleicht hätten wir an der einen oder anderen Stelle noch mehr Chancen nutzen können, aber das war heute eine gute und clevere Teamleistung. Die Mannschaft war unglaublich fokussiert“, sagte ein zufriedener Adam Swaczyna. „Ich denke, wir haben uns diesen dritten Platz verdient, wenn man auf die gesamte Saison und unsere Verletzungsprobleme schaut. Jetzt können wir kurz durchatmen und uns dann gezielt auf die Playoffs vorbereiten.“
Als Tabellendritter trifft der VfB Friedrichshafen im Viertelfinale (best-of-three) auf die sechstplatzierten Barock Volleys MTV Ludwigsburg. Das erste Baden-Württemberg-Derby steigt am 29. März (17:00 Uhr) in der SPACETECH ARENA. Am 4. April gastieren Batak und Co. in Ludwigsburg. Sollte danach noch kein Gesamtsieger feststehen, fällt die Entscheidung am 8. April erneut in Friedrichshafen.