Niederlage im Entscheidungsspiel

26. April 2026 Zurück zur Artikelübersicht »

Der VfB Friedrichshafen beendet die Saison 2025/26 in der Volleyball Bundesliga auf dem dritten Platz. Am Sonntagabend verloren die Häfler das Entscheidungsspiel der „best-of-three“-Serie mit 0:3 (20:25, 20:25, 18:25) bei den Berlin Recycling Volleys und damit auch die Serie insgesamt mit 1:2. Vor allem der Aufschlagdruck und die Angriffe durch die Mitte des amtierenden Meisters bereiteten Kapitän Aleksa Batak und Co große Probleme. Berlin trifft nun im Finale auf Pokalsieger SVG Lüneburg.

Berlin setzte sich im Entscheidungsspiel durch | Bild: Andreas Gora

Wie schon in den beiden ersten Begegnungen dieser Serie erwischten die Berlin Recycling Volleys den besseren Start. Mit hohem Aufschlagdruck setzten die Berliner die VfB-Formation um Vojin Cacic, Jonas Van Huizen, Gustavo Maciel, Louis Kunstmann, Kyle Hobus, Aleksa Batak und Libero Lenny Graven früh unter Druck – deutlich mehr als noch vor einer Woche am Bodensee. Matthew Knigge servierte das erste Ass (0:2), Ruben Schott zwang die VfB-Annahme zum Overpass (7:10).

Dass die Gäste durchaus mithalten konnten, zeigte sich nach der Einwechslung von Simon Kohn. Der junge Deutsche brachte mit druckvollen Aufschlägen neuen Schwung ins Spiel und leitete eine kleine Aufholjagd ein (von 14:18 auf 16:18). Vier Aufschlagfehler in der Folge verhinderten jedoch eine weitere Annäherung, sodass das höhere Risiko nicht belohnt wurde. Moritz Reichert agierte hingegen konsequenter von der Linie (18:22). Der Vorsprung reichte den BR Volleys, auch weil sie immer wieder über die Mitte punkteten (20:25).

Friedrichshafen zeigte sich vom Verlauf des ersten Satzes beeindruckt und kassierte auch zu Beginn des zweiten Durchgangs direkte Punkte durch die Aufschläge von Reichert (3:5) und Ivanov (5:10). Cacic machte Platz für Tim Peter, was dem Gästeteam neuen Schwung verlieh. Ein sehenswerter Block von Hobus gegen Reichert (10:12) brachte den VfB wieder heran. Nach einem weiteren starken Aufschlag von Kohn bot sich sogar die Chance, noch näher aufzuschließen, doch diese blieb ungenutzt (18:21). Reichert profitierte anschließend von der Netzkante (18:22), ehe sich der amtierende Meister erneut im Finish durchsetzte (20:25).

Im dritten Satz kehrte Cacic für Peter zurück und setzte mit einem erfolgreichen Block gegen Hanes (5:4) ein erstes Zeichen. Die aufkeimende Hoffnung der rund 40 mitgereisten VfB-Fans hielt jedoch nicht lange an. Hobus verfehlte im Angriff (10:11), Schott blockte den US-Amerikaner wenig später (11:14). Spätestens zu diesem Zeitpunkt fand Friedrichshafen nicht mehr zu seinem Spiel, während Berlin souverän Richtung Finale steuerte. Mit 18:25 ging auch der dritte Satz an die Gastgeber.

„Berlin war heute die bessere Mannschaft und hat sich den Einzug ins Finale verdient“, sagte VfB-Cheftrainer Adam Swaczyna. „Wir wussten, dass der Gegner erfahrene Spieler hat und mit solchen Drucksituationen sehr gut umgehen kann. Sie haben besser aufgeschlagen und besser angenommen – dann wird es im Volleyball sehr schwierig. Wir hatten unsere Chancen, konnten sie aber nicht nutzen. Ich kann meiner Mannschaft dennoch keinen Vorwurf machen.“