Vom YoungStar zum Profi

28. Mai 2026 Zurück zur Artikelübersicht »

Es ist eine echte Häfler Erfolgsgeschichte: Im Alter von neun Jahren durch das Projekt „VOLLEYBALL macht SCHULE“ entdeckt, über die VfB-Jugend zu den Volley YoungStars und schließlich in der vergangenen Saison die Premiere bei den Profis. Libero Lucas Huckle hat seine Feuertaufe bestanden und freut sich auf ein weiteres Jahr Bundesliga in seiner Heimatstadt.

Lucas Huckle geht in seine zweite Profisaison mit dem VfB | Bild: Alexander Hoth

Mit 19 Jahren war Lucas Huckle zwar das Küken im Profikader der Saison 2025/26, das Vertrauen des Trainerteams um Adam Swaczyna bekam der Halbbrasilianer aber dennoch immer wieder. „Man sieht das vielleicht nicht immer sofort, aber ich denke, dass ich mich in diesem Jahr super weiterentwickelt habe“, sagt Huckle selbstbewusst. Und auch die Zuschauer honorierten seinen Einsatz in Annahme und Abwehr: Gleich zweimal sicherte sich der junge Libero den Titel des wertvollsten Spielers der Partie.

„Das gibt einem natürlich einen positiven Schub, dass nicht nur mir dieser Entwicklungsschritt auffällt“, freut sich Huckle noch immer über diese Auszeichnungen. „Ich denke, in den Spielen, in denen ich spielen durfte – sei es gegen Düren oder gegen Warnemünde – habe ich einen riesigen Unterschied gemerkt und gesehen, dass ich wirklich besser geworden bin.“

Für Huckle hat sich seine Premierensaison ausgezahlt. Er wird ein weiteres Jahr das Liberotrikot am Bodensee tragen. Aus dem Stadium „alles aufsaugen und orientieren“ ist der inzwischen 20-Jährige mittlerweile herausgewachsen und „weiß jetzt, an welchen Stellschrauben ich drehen muss, um noch mehr aus mir herauszuholen.“

Auch Sportdirektor Radomir Vemić stellt seinem bislang jüngsten Schützling ein starkes Zeugnis aus. „Wir haben Lucas schon bei den YoungStars beobachtet und ihn immer wieder im Training mit einbezogen. Aus unserer Sicht hat es sich außerordentlich gelohnt, Lucas einen Profivertrag anzubieten.“

Huckle möchte sich bei seinem Heimatclub weiter durchbeißen und das große Ziel, „einen Titel zu holen“, mit mehr Einsatzzeit verwirklichen. Dass er als gebürtiger Häfler inzwischen eine Identifikationsfigur für viele junge Fans ist, freut ihn – gleichzeitig ist der Heimatbezug auch für ihn selbst ein Vorteil. „Ich komme von hier, deshalb fühle ich mich automatisch ein bisschen wohler. Dadurch, dass ich mich nicht an eine neue Stadt gewöhnen oder eine neue Sprache lernen muss, kann ich mich voll auf den Sport fokussieren.“