| 30. Mai 2026 | Zurück zur Artikelübersicht » |
Parker Van Buren bleibt ein weiteres Jahr beim VfB Friedrichshafen. Der US-Amerikaner kam in dieser Saison direkt vom College nach Deutschland und wurde trotz seines jungen Alters schnell zu einer wichtigen Stütze der Mannschaft. Nicht zuletzt sein letzter Angriff brachte die Häfler im Krimi gegen Berlin ins Pokalfinale in Mannheim. Seine Verletzung zum Saisonende war für den 24-Jährigen weniger Rückschlag und mehr Motivation für seine Zukunft am Bodensee.

Parker Van Buren entwickelte sich in seinem ersten Profijahr zum Leistungsträger | Bild: Alexander Hoth
Parker Van Buren gibt gerne Einblicke in sein Leben. Gemeinsam mit seiner Frau Sitori produziert der Diagonalangreifer regelmäßig Videos für YouTube und andere Social-Media-Plattformen. Seit vergangenem März hatte der US-Amerikaner dafür allerdings deutlich mehr Zeit, als ihm lieb war. Nach einer Schulterverletzung im Pokalfinale musste sich Van Buren bei Teamarzt Patrick Frei einer Operation unterziehen. Die Playoffs waren für den 2,05-Meter-Mann damit beendet, bevor sie begonnen hatten.
„Es war schwierig, meinem Team beim Spielen zuzuschauen, während ich nur von der Seitenlinie aus helfen konnte“, erzählt Van Buren rückblickend. „Das war auch mental eine Belastung für mich. Es hat mir sehr geholfen, dass meine Frau mit mir in Deutschland war und mich unterstützt hat.“
Dabei war Van Buren zwar bereits Leistungsträger im Häfler Team, von einem erfahrenen und abgeklärten Profi konnte aber noch keine Rede sein. Erst 2025 wechselte er direkt vom College an den Bodensee. Die schwierige Phase sieht der US-Amerikaner heute dennoch als wichtigen Schritt in seiner Entwicklung. „Diese Erfahrung hat mich definitiv verändert, aber auch weitergebracht“, sagt Van Buren. „Mein Hauptziel ist jetzt, wieder komplett gesund zu werden und gesund zu bleiben.“
Vor allem an diesem Ziel arbeitete der Angreifer direkt nach seiner Operation mit großer Konsequenz. Gemeinsam mit Athletiktrainer Justin Ziółkowski und der Physiotherapiepraxis Klenk schuftete Van Buren intensiv für sein Comeback. „Wir haben gesehen, dass Parker das unbedingt will. Er hat unglaublich viel Zeit mit den Physios verbracht und war trotzdem in jeder freien Minute beim Team, auch wenn er nicht auf dem Feld helfen konnte“, schwärmt Sportdirektor Radomir Vemić vom US-Amerikaner. „Das war für uns nur noch einmal mehr die Bestätigung, dass wir unbedingt mit Parker weiterarbeiten wollen.“