Europapokal: Friedrichshafen wartet auf seinen Gegner

15. Juli 2026 Zurück zur Artikelübersicht »

Die Volleyballer des VfB Friedrichshafen müssen sich noch etwas gedulden. Der Gegner der Häfler im CEV Volleyball Cup steht nach der heutigen Auslosung noch nicht fest. Friedrichshafen trifft im Sechzehntelfinale des Europapokals auf den Verlierer einer Zweitrundenpartie der CEV Volleyball Champions League – und muss dafür unter Umständen eine weite Reise auf sich nehmen.

Friedrichshafen greift im Sechzehntelfinale in den CEV Volleyball Cup ein | Bild: Alexander Hoth

Volleyball-Superstar Alessandro Michieletto hatte heute Mittag am Sitz des Europäischen Volleyballverbandes in Luxemburg das Europapokalschicksal des VfB Friedrichshafen in seinen Händen. Der italienische Nationalspieler loste den Häflern den Verlierer der Champions-League-Partie 13/14 der zweiten Runde zu. „Wir wissen jetzt etwas mehr, aber eben noch nicht viel mehr“, sagt VfB-Sportdirektor Radomir Vemic. „Die Auslosung hätte allerdings ein wenig glücklicher ausfallen können.“

Denn die beiden möglichen Gegner stehen bereits fest. Entweder erwartet die Häfler ein Duell mit dem starken portugiesischen Traditionsclub Sporting Lissabon rund um Ex-Berliner Sergeij Grankin. Oder aber es steht eine weite Reise zu Khilasdichi Baku ins rund sechs Flugstunden entfernte Aserbaidschan an. „Beides wird sicher eine Herausforderung, der wir uns stellen werden“, so Vemic. „Jetzt geht es für uns erst einmal darum, ab August eine Mannschaft zu formen. Danach richten wir den Blick auf unsere Gegner.“

Das Teilnehmerfeld im zweithöchsten europäischen Vereinswettbewerb ist in dieser Saison hochkarätig besetzt. Unter anderem gehen Halkbank Ankara (Türkei), Piacenza (Italien) und SKRA Bełchatów (Polen) im CEV Volleyball Cup an den Start. Sollten die Häfler das Finale erreichen, würden die beiden Endspiele Mitte April 2027 ausgetragen.

Die Runden im CEV Volleyball Cup werden jeweils mit einem Hin- und Rückspiel entschieden. Als gesetztes Team tritt Friedrichshafen zunächst auswärts (8. bis 10. Dezember 2026) und anschließend in der heimischen SPACETECH ARENA (5. bis 7. Januar 2027) an.

Die Verlierer scheiden direkt aus dem Wettbewerb aus. Zur kommenden Spielzeit hat der Europäische Volleyballverband allerdings eine wichtige Regeländerung vorgenommen: Bislang reichten ein klarer Heimsieg und eine knappe 2:3-Auswärtsniederlage für das Weiterkommen aus. Künftig gilt das nicht mehr. Enden Hin- und Rückspiel nach Siegen unentschieden, entscheidet unabhängig von den Satzergebnissen grundsätzlich ein zusätzlicher Entscheidungssatz – der sogenannte Golden Set – über den Einzug in die nächste Runde.