| 03. September 2026 | Zurück zur Artikelübersicht » |
Am 9. September startet die Europameisterschaft der Männer – mit dabei sind mit Joris Berkhout, Stefan Kokeza und Oskar Berg Mikkelsen auch drei Häfler. Aber nicht nur in Europa beginnen im September die internationalen Highlights, rund um den gesamten Globus werden die Farben des VfB in diesen Wochen vertreten sein.

German Gomez und seine Argentinier greifen nach dem Olympia-Ticket. | Bild: FIVB
Friedrichshafen goes international. Nein, das ist nicht der Slogan für die noch anstehenden CEV-Spiele gegen Baku oder Lissabon, das ist vielmehr der kommende Rahmenterminplan für sieben VfB-Akteure mit ihren Nationalmannschaften. Dass Cheftrainer Adam Swaczyna momentan nur etwa die Hälfte des bestehenden Kaders zur Verfügung hat, obwohl die Preseason am Bodensee schon in vollem Gange ist, hat einen erfreulichen Grund – die Niederlande, Serbien, Dänemark, Argentinien, Kuba und Australien bauen auf Unterstützung aus Friedrichshafen. „Ich hoffe, dass alle Spieler diese Turniere genießen können und erfolgreich sind“, freut sich Adam Swaczyna.
Den Anfang machen allerdings nicht die Europäer, sondern ein Aussie. Sam Flowerday schlägt ab Freitag mit der australischen Nationalmannschaft beim Asian Volleyball Continental Championship in Japan auf und trifft dort in Gruppe A auf Bahrain, Japan und den Oman. Flowerday und seine Aussies werden in Japan versuchen, sich als einer der besten drei Mannschaften für die WM 2027 zu qualifizieren. Als Lohn für den Sieg des Turniers winkt im Übrigen ein Ticket zu den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles. „Ich freue mich riesig auf diese Möglichkeit. Es ist immer schön, mit dem Nationalteam unterwegs zu sein“, sagt Friedrichshafens neuer Außenangreifer. Und gibt sich vor dem Turnier selbstbewusst: „Es wird zwar ein harter Kampf gegen diese starken Mannschaften, aber wir haben viel Selbstvertrauen. Ich bin gespannt darauf, was wir nach unserer starken Vorbereitung leisten können.“
Geht man nach dem Kalender, dann greift nach Sam Flowerday die europäische VfB-Fraktion um Stefan Kokeza, Oskar Berg Mikkelsen und Joris Berkhout in ihr Turnier ein. Die „CEV ENEL EURO VOLLEY“, also die Europameisterschaft (9. bis 26. September), ist wohl das prestigeträchtigste dieser Wettbewerbe, dementsprechend groß ist auch die Vorfreude. Vor allem, da sich alle drei Friedrichshafener Jungs in einer Gruppe, nämlich Gruppe C, die in Finnland ausgetragen wird, gegenüberstehen werden. Klassentreffen der anderen Art also. Oskar Berg Mikkelsen, der mit Dänemark im Auftaktmatch direkt gegen den Gastgeber ran darf, hat das Weiterkommen durchaus im Visier. „Auf dieser Bühne gegen diese Teams zu spielen, ist etwas Besonderes. Wir hatten gute Vorbereitungsspiele gegen Rumänien und Lettland und sind jetzt mehr als bereit.“ Die Serben mit Stefan Kokeza sind sportlich gesehen wohl höher einzuschätzen, nichtsdestotrotz gibt sich auch der neue Mittelblocker bescheiden. Man wolle so gut wie möglich spielen, meint Kokeza, der sich sehr auf seine erste Europameisterschaft und natürlich auf die Duelle mit seinen neuen Teamkollegen freut.
Fehlt noch die Gruppe aus Übersee. Für Gustavo Maciel und Germán Gómez geht es mit der argentinischen Nationalmannschaft um nicht weniger als ebenfalls die Qualifikation für Olympia 2028. Behaupten muss sich die „Selección“ bei der „South American Volleyball Championship“ zwischen dem 15. und dem 20. September in Brasilien unter anderem gegen die starken Gastgeber. Alexis Wilson hat zwischen dem 11. und dem 19. September mit seinen Kubanern in Kanada das gleiche Ziel. Auch er möchte sich mit seinem Team das Ticket nach Los Angeles sichern. „Wir wollen uns für Olympia qualifizieren. Ich freue mich sehr“, unterstreicht die neue Nummer 99 des VfB die Ambitionen der Kubaner.
Viel unterwegs sind sie also in den kommenden Wochen, die sieben noch fehlenden Spieler aus dem Kader. Und dennoch hofft die gesamte VfB-Familie auf ein möglichst erfolgreiches Abschneiden. Allen voran natürlich Cheftrainer Adam Swaczyna: „Natürlich hoffen wir, dass alle weit kommen. Auch wenn das die Trainingsgestaltung etwas einschränkt. Aber für die Spieler ist es immer eine großartige Möglichkeit, sich bei den Nationalmannschaften zu zeigen.“