Der Doppelpack in der Hauptstadt ruft

02. November 2026 Zurück zur Artikelübersicht »

Der VfB Friedrichshafen fordert in Berlin am Dienstag zunächst den VCO Berlin, ehe es am Mittwoch zum Klassiker mit den BR Volleys kommt.

Der VfB steht in Berlin vor anspruchsvollen Aufgaben. | Foto: Alex Hoth

Über zu wenig Action kann sich der VfB Friedrichshafen momentan wahrlich nicht beschweren. Erst kam es am vergangenen Samstag gegen die Netzhoppers zum Krimi in der SPACETECH ARENA, nun steht der Doppelspieltag in Berlin an. Am Dienstagabend um 18 Uhr trifft das Swaczyna-Team im Sportforum Hohenschönhausen auf den VCO Berlin, am Mittwoch um 19 Uhr geht es dann im Volleyballtempel, der Max-Schmeling-Halle, gegen die BR Volleys zur Sache. Und es gibt ja am Sonntag auch noch ein gewisses Pokalspiel gegen die SVG aus Lüneburg, die Häfler werden in dieser ersten Woche im November voll gefordert.

Selbstvertrauen wird in Berlin nötig sein, Selbstvertrauen tankte der VfB gegen die Netzhoppers am Halloween-Abend zumindest in den ersten beiden Sätzen. Danach ließ man Königs Wusterhausen allerdings zu sehr ins Spiel kommen, das bemängelte am Ende auch Adam Swaczyna. Dieses Manko möchte der VfB bei seinem Berlin-Trip gerne beheben, vor allem im Hinblick auf den Klassiker am Mittwoch gegen die BR Volleys. Da wird sich dann erstmals in dieser Bundesliga-Saison zeigen, wo das Team um Kapitän Mateusz Czunkiewicz im Vergleich mit der absoluten Spitze steht. Denn noch ist man in der Liga ja ungeschlagen, noch ist man ganz vorne bei der Musik dabei.

Das möchte man nach der Partie am Dienstagabend auch noch sein, wenn es in Teil Eins des Hauptstadt-Doppelpacks gegen den VCO geht. Die Mannschaft des italienischen Coaches Moreno Traviglia hat in dieser Spielzeit insofern überrascht, als dass sie das Auftaktspiel gegen die Freiburger glatt mit 3:0 gewann. Dass man danach gegen die beiden Schwergewichte Lüneburg und die Nachbarn aus Berlin jeweils mit 0:3 Federn lassen musste – relativ geschenkt. Bester Scorer bei den jungen Berlinern ist bislang Außenangreifer Hannes Röhrs.

Und dann gibt der VfB am Mittwochabend erstmals seine Visitenkarte im Volleyballtempel ab. Wohlgemerkt bei der Mannschaft, die bislang für die einzige Pflichtspielniederlage der Häfler in dieser Spielzeit verantwortlich ist – mag man den Ligacup als offizielles Pflichtspiel zählen. Denn da unterlag Friedrichshafen im Halbfinale mit 1:3, war aber nicht weit weg von einem fünften Satz. Als die Berliner ihren Aufschlag gefunden hatten, bekamen die Mannen vom Bodensee Probleme, die Stabilität der Annahme wird also am Mittwoch ein Schlüssel gegen die von Andrea Anastasi trainierten BR Volleys sein. Die sind bislang relativ problemlos durch die Saison marschiert, einzig gegen Giesen musste der Abonnement-Meister einen Satz abgeben. Scorertechnisch stechen bislang Mittelblocker Zerba und Ligacup-MVP Tom Koops heraus, selbstredend sind das aber natürlich nicht die einzigen Spieler, die dem Berliner Spiel ihren Stempel aufrücken können. Stichwort Nolan Flexen, Stichwort Alexandru Rata, Stichwort Erik Shoji und so weiter. Ein Wiedersehen gibt es für den VfB im Übrigen mit Louis Kunstmann, der Mittelblocker trug noch vergangene Saison das Trikot der Häfler.

Die Vorfreude ist groß im Friedrichshafener Lager, vor allem auf die Prüfung in der Max-Schmeling-Halle. Da sieht man, wo man im Vergleich mit dem großen Favoriten steht. Gleichzeitig kann sich das Swaczyna-Team da auch die Wettkamphärte holen, die es am Sonntag im Pokal gegen Lüneburg braucht. Kleine Randnotiz: Der Klassiker gegen die BR Volleys wird kostenlos auf YouTube und Sportbild.de übertragen.