| 07. November 2026 | Zurück zur Artikelübersicht » |
In der ersten Runde des Zoi DVV-Pokals kommt es gleich zur Neuauflage des Finales der vergangenen Spielzeit. Am Sonntag um 19 Uhr empfängt der VfB Friedrichshafen die SVG aus Lüneburg in der SPACETECH ARENA.

Beim ersten Duell der beiden Achtelfinalgegner setzte sich der VfB mit 3:2 durch. | Foto: Jessica Weber
So schnell sieht man sich also wieder. Es dürfte das ein oder andere Augenrollen bei Adam Swaczyna und Stefan Hübner gegeben haben, als klar war, wer da im Achtelfinale des Zoi DVV-Pokals gegeneinander antreten würde. Und vor allem der VfB Friedrichshafen erinnert sich nicht gerne an den 28.02. diesen Jahres zurück, als man in Mannheim gegen ebenjenen Gegner mit 2:3 den Kürzeren zog, gegen den es jetzt am Sonntag in der SPACETECH ARENA ums Weiterkommen geht. Das Schöne – schneller kann eine Chance zur Wiedergutmachung nicht kommen, als jetzt in diesem Wettbewerb. Und der VfB wird vor heimischer Kulisse alles dafür tun, dass in der Lostrommel, die ja auch am Sonntag in der SPACETECH ARENA steht, nach Spielende weiterhin der eigene Name zu finden sein wird. „Wir werden kämpfen und unser Herz auf dem Feld lassen. Es gibt nur diese eine Chance aufs Weiterkommen, die wollen wir nutzen“, verspricht Kapitän Mateusz Czunkiewicz.
Der polnische Libero war übrigens nicht mit von der Partie, als sich beide Mannschaft beim Ligacup vor der Saison im kleinen Finale schon einmal trafen. Vor ein paar Wochen in Hildesheim setzte sich dort der VfB in einem engen Spiel mit 3:2 durch, allerdings legten beide Teams noch nicht alle Karten auf den Tisch. Man kann aber nach dem Duell in Niedersachsen schon drauf schließen, dass es auch im Pokal ein enges Duell wird, es eventuell auch auf mehr als nur drei Sätze hinausläuft. Mehr als drei Sätze hätten die Häfler gerne auch am Mittwoch in der Max-Schmeling-Halle gespielt, am Ende war gegen bärenstarke BR Volleys aber einfach nicht mehr drin. Nach bitterem ersten Satz, der auch an den Bodensee hätte gehen können, bekam Friedrichshafen von den Berlinern in den darauffolgenden Durchgängen klar die Grenzen aufgezeigt. Aber vielleicht war das auch ein Weckruf zur rechten Zeit. Mateusz Czunkiewicz’ Statement zum Duell in der Hauptstadt fällt jedenfalls eindeutig aus: „Wir sind nicht sehr glücklich über dieses Spiel, wir nehmen das als Motivation mit und werden stärker daraus hervorgehen.“
3:0 war auch das Ergebnis bei den Lüneburgern gegen Freiburg unter der Woche, allerdings mit einer komplett gegensätzlichen Gefühlslage. Bei der FT gewann die SVG souverän, auch wenn der letzte Satz zum Krimi geriet. Nach dem Stotterstart zu Saisonbeginn gegen Karlsruhe haben sich die „LünenHünen“ mittlerweile mehr als gefangen, gewannen alle darauffolgenden Ligaspiele glatt. Übrigens auch gegen Gegner, die dem VfB zuletzt einiges an Kopfschmerzen bereiteten. Bester Scorer bei Lüneburg ist momentan Außenangreifer Patrick Rogers, gefolgt von Diagonalangreifer Axel Enlund. Und – das darf man ja nicht vergessen – Lüneburg schlägt am Sonntag als Titelverteidiger am Bodensee auf.
Ein Schwergewicht wird es also schon im Achtelfinale erwischen, der VfB wird vor heimischer Kulisse alles geben, damit der Traum von Köln weitergehen darf. „Ich bin froh, dass wir Zuhause spielen. Die Fans sind unser siebter Spieler auf dem Feld. Mit ihnen können wir mehr erreichen“, erklärt Mateusz Czunkiewicz. Und sieht die ganze Sache am Sonntag ohnehin pragmatisch: „Wenn du den Pokal gewinnen willst, musst du gegen jeden gewinnen.“ Egal ob im Halbfinale oder in Köln. Oder eben im Achtelfinale gegen den Titelverteidiger. Wer am Sonntag um 19 Uhr beim Topspiel definitiv zuschauen muss, ist Simon Kohn. Der Friedrichshafener Angreifer hatte sich im ersten Satz in Berlin eine Kapselverletzung am Sprunggelenk zugezogen, wird voraussichtlich bis zu drei Wochen ausfallen. Fit gemeldet hat sich dagegen Joris Berkhout nach seinem Sturz über die Bank, der Niederländer kann am Sonntag gegen Lüneburg mitwirken.
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