| 02. Januar 2026 | Zurück zur Artikelübersicht » |
Der Start ins Jahr 2026 hat es für den VfB Friedrichshafen in sich. Am Sonntag (4. Januar, 17:00 Uhr, live bei Dyn) empfangen die Häfler Volleyballer in der ausverkauften SPACETECH ARENA die Berlin Recycling Volleys. An den letzten Auftritt der Berliner am Bodensee dürften diese allerdings keine allzu guten Erinnerungen haben: Vor zwei Wochen bezwang der VfB den Serienmeister an gleicher Stelle im Halbfinale des Zoi DVV-Pokals.

Im Pokal siegte Friedrichshafen mit 3:2 gegen Berlin | Bild: Alexander Hoth
Den Jahreswechsel konnte VfB-Cheftrainer Adam Swaczyna mit zufriedener Miene verbringen. Nach drei Monaten Saison ist sein Team weiterhin in allen drei Wettbewerben vertreten. Der Tabellenvierte der Bundesliga steht sensationell im Finale des DVV-Pokals, und auch international winkt am kommenden Mittwoch der Einzug ins Achtelfinale des CEV Volleyball Cups.
„Wir sind noch ein sehr junges Team, das sich weiterentwickelt und in der Bundesliga auch einige Punkte hat liegen lassen“, fasst Swaczyna die bisherige Saison zusammen. „Gleichzeitig haben wir aber gezeigt, dass wir sehr gut spielen können. Die nächsten Spiele werden zeigen, wie gut wir den vielen Aufgaben gewachsen sind – bisher haben wir das aber sehr ordentlich gemacht.“
Denn der Januar hält Volleyball im Überfluss bereit. Sollte Friedrichshafen im CEV Cup die nächste Runde erreichen, stehen neun Spiele in nur 28 Tagen an. „Über Weihnachten hatten wir ein kleines Zeitfenster zum Durchatmen“, sagt Swaczyna. „Aber wir wissen auch, was jetzt auf uns zukommt.“ Neben den Topteams aus Berlin und Düren wartet mit Levski Sofia zudem ein internationaler Hochkaräter. Im Schnitt bedeutet das Höchstleistung alle drei Tage. „Als Profis können wir nicht sagen, dieses Spiel ist wichtiger als ein anderes“, so der Cheftrainer weiter. „Wenn wir nicht voll trainieren oder mit weniger Einsatz spielen, verlieren wir schnell viel. Natürlich fühlt es sich mental anders an, ob man um das Weiterkommen im CEV Cup oder um den Einzug ins Pokalfinale spielt – trotzdem müssen wir jede Partie ernst nehmen.“
Das gilt auch für den Sonntag, wenn der Meister aus Berlin erneut am Bodensee gastiert. Den Fans ist der VfB-Sieg im Pokalhalbfinale noch bestens in Erinnerung, ebenso der Erfolg in der Bundesliga zu Saisonbeginn in Berlin. Sollte den Häflern erneut ein Sieg gelingen, wäre es der dritte in Folge gegen den Serienmeister – der jedoch alles daransetzen wird, Revanche zu nehmen. „Berlin hat ohne Zweifel eine sehr starke Mannschaft und wird alles daransetzen, hier zu gewinnen“, ist sich Swaczyna sicher. „Aber das gilt genauso für mein Team.“
Weiterhin verzichten muss der VfB allerdings auf Außenangreifer Tim Peter. Der 28-jährige deutsche Nationalspieler laboriert nach wie vor an einer Fußverletzung. Zuletzt war Swaczyna daher gezwungen, umzudisponieren und setzte sogar Diagonalangreifer Kyle Hobus auf Außen ein. „Wir werden jeden Spieler brauchen – auch einmal auf ungewohnter Position oder von der Bank“, erklärt der Trainer und lobt die Flexibilität seines Teams. „Wir haben das bislang immer gut gelöst, wenn wir Probleme hatten. Jeder, der mit mir arbeitet, weiß, wie wichtig mir der Teamgedanke ist. Volleyball ist ein Mannschaftssport – und wenn das Zusammenspiel funktioniert, ist vieles möglich. Verletzungen gehören leider dazu, entscheidend ist, wie man damit umgeht.“