| 04. Januar 2026 | Zurück zur Artikelübersicht » |
Nach zwei VfB-Siegen in dieser Saison über Berlin reichte es am Sonntagabend nicht für den dritten. Die Häfler verloren ihr Heimspiel in der Volleyball Bundesliga gegen die Berlin Recycling Volleys mit 1:3 (19:25, 25:22, 16:25, 35:37). Wie schon im gewonnenen Pokalhalbfinale kam das Team vom Bodensee immer wieder zurück, konnte sich dieses Mal aber nicht in den Tiebreak kämpfen. Nach dem ersten Spiel der Rückrunde steht der VfB nun auf Tabellenplatz fünf.

Friedrichshafen verpasste den Tiebreak knapp | Bild: Alexander Hoth
Auf zwei Positionen war das Team des VfB Friedrichshafen im Vergleich zum Sieg der Häfler vor drei Wochen im Pokalhalbfinale gegen Berlin verändert. Vojin Cacic und Kyle Hobus standen statt des verletzten Tim Peter und Simon Kohn im Annahmeriegel. Was aber ähnlich lief, war der Start in die Partie. Friedrichshafen machte ein paar Fehler zu viel (1:2, 7:10), während der amtierende Meister von der Aufschlaglinie mit gebremstem Schaum, aber im Angriff mit Jake Hanes überzeugte (11:16, 12:19). Der amerikanische Superstar revanchierte sich noch – sozusagen spielübergreifend – mit einem Block gegen Cacic (17:24) und machte schließlich auch den Schlusspunkt im ersten Durchgang (19:25).
„Vojin ist immer noch auf dem Weg zurück zu seiner Bestform, deshalb braucht er auch solche Spiele, um wieder auf sein Level zu kommen. Er hat uns schon viel geholfen, deshalb habe ich heute mit ihm begonnen“, begründete später Cheftrainer Adam Swaczyna seine Personalentscheidung. „Kyle hat seine Sache auch sehr gut gemacht. Wir brauchen immer wieder andere Lösungen, und das war heute der Gedanke hinter der Entscheidung. Wir haben gezeigt, dass wir auch ohne Tim Peter die Chance haben, gegen Berlin zu gewinnen.“
Gesagt, getan – die Häfler kamen besser in den zweiten Durchgang, weil sie in Sachen Aufschlagdruck eine Schippe drauflegen konnten und Parker Van Buren besser ins Spiel fand (3:2, 7:6). Zur Mitte des Durchgangs nutzte der VfB eine Phase, in der Berlin ein wenig den Fokus verlor, und ließ Van Buren blockfrei zum 13:11 angreifen. Batak schlug erst das Ass (16:13) und fand in der Folge immer wieder Hobus, der auch die schwierigen Aufgaben löste (21:18). Hanes holte den Gästen noch ein Break (24:22), allerdings fand Batak im folgenden Ballwechsel Gustavo Maciel durch die Mitte (25:22).
Statt allerdings mit Rückenwind ging Friedrichshafen eher gehemmt in den dritten Satz. Am Resultat war das deutlich zu sehen (16:25). Doch wieder knickten die Gastgeber nicht ein. Maciel schlug gleich zu Beginn des vierten Satzes zu (1:0, 2:0) und blockte später noch Nolan Flexen (11:13). Jake Hanes, der zu sehr den Austausch mit dem Häfler Publikum suchte, sah die gelbe Karte. Mit Simon Kohn statt Cacic kam noch mehr Schwung aufs Feld, und Friedrichshafen holte sich die ersten Satzbälle durch Van Buren (24:23). Weil aber entweder der Aufschlag nicht saß oder Berlin es clever durch die Mitte machte, reichten sechs Chancen zum Satzgewinn nicht aus. Einem Ivanov-Ass (33:34) folgte nochmals der Ausgleich. Van Buren verpasste aber schließlich das Feld (35:37).
„Wir hatten unsere Chancen heute und haben am Ende doch verloren, das tut ein bisschen weh. Drei Spiele in Folge gegen so ein Team zu gewinnen, das ist eine große Aufgabe“, war Swaczyna nicht mit dem Ergebnis, aber mit dem Kampfgeist seines Teams zufrieden. „Die gute Nachricht ist aber, dass wir sehr nah dran waren und uns immer wieder zurückgekämpft haben. Wir haben ein junges Team, und das passiert einfach auch einmal. Berlin hat teilweise großartig gespielt, und trotzdem kamen wir immer wieder zurück. Es war eine Lehre für uns, die uns auch für das Pokalfinale helfen wird.“
Zuerst aber sind Aleksa Batak und Co. schon am kommenden Mittwoch (7. Januar, 20:00 Uhr) wieder gefragt. Nach dem 3:0-Sieg bei Levski Sofia reichen den Häflern zwei gewonnene Sätze zum Einzug in das Achtelfinale des CEV Volleyball Cups. Tickets für das Spiel sind unter zuhause-aufschlagen.de erhältlich.