| 13. Januar 2026 | Zurück zur Artikelübersicht » |
Am Mittwoch (14. Januar, 18:30 Uhr live bei Dyn) trifft der VfB Friedrichshafen in der 1. Volleyball Bundesliga auswärts auf die SWD powervolleys Düren. Im Spitzenspiel tritt dabei der Tabellenfünfte beim Tabellendritten an. Das traditionsreiche Duell zwischen den beiden Clubs erhält zusätzliche Brisanz: Die Häfler möchten sich unbedingt für die Heimniederlage aus der ersten Saisonhälfte revanchieren.

Friedrichshafen sinnt in Düren auf Revanche | Bild: Alexander Hoth
Schon seit einigen Tagen hat der VfB Friedrichshafen mit einem hartnäckigen Virus zu kämpfen. Zuletzt fehlte beim 3:0-Sieg der Häfler bei den WWK Volleys Herrsching Vojin Cacic krankheitsbedingt – zuvor musste Simon Uhrenholt gegen Levski Sofia mit Bettruhe passen. Da zusätzlich auch Tim Peter noch mit einer Fußverletzung ausfällt, war die Frage nach der Aufstellung für Cheftrainer Adam Swaczyna zuletzt nicht einfach zu beantworten. Schlussendlich lagen seine Entscheidungen jedoch richtig. „Egal, wer auf dem Feld war – die Mannschaft hat gekämpft“, lobt er sein Team. „Wenn wir verletzte oder kranke Spieler hatten, ist jemand eingesprungen und hat Verantwortung übernommen. Das ist für mich sehr wichtig, auch gegen Düren.“
Düren ist der nächste Gegner auf der VfB-Liste. Am Mittwoch treten die Häfler auswärts in Nordrhein-Westfalen an. Das Team von Trainer Christophe Achten hält sich hartnäckig auf Tabellenplatz drei und hat bereits einen Sieg mehr als der VfB eingefahren. Anfang Dezember schwächelten die powervolleys etwas und verloren überraschend mit 2:3 bei den Baden Volleys Karlsruhe. Zuletzt zeigte die Formkurve von Robin Baghdady und Co. jedoch wieder nach oben. Gegen den Meister aus Berlin, der am Dienstag kurzfristig seinen Cheftrainer Joel Banks freigestellt hat, unterlag Düren erst im Tiebreak. „Dass Düren zwei Sätze in Berlin gewonnen hat, zeigt, dass sie keine Angst vor ihren Gegnern haben“, so Swaczyna. „Sie haben gekämpft und Berlin zu Wechseln gezwungen. Düren spielt dieses Jahr sehr guten Volleyball – eigentlich in allen Disziplinen.“
Auch Friedrichshafen bekam das bereits zu spüren. Zu Beginn der Hinrunde setzte es ein 1:3 in der SPACETECH ARENA. Auch wenn Swaczyna die Partie als „sehr enges Spiel“ in Erinnerung hat, überzeugte Düren damals mit seinem Service und damit, „dass sie unseren Block sehr gut benutzt haben“. „Wir hatten im Hinspiel unsere Chancen, haben sie aber nicht genutzt“, ergänzt Swaczyna. Eine einzelne Disziplin will der Pole nicht hervorheben, um Revanche für die Niederlage zu nehmen. „In solchen Spielen gibt es kein Element, das herausragend sein muss. Man muss insgesamt ein gutes Spiel machen. Wir müssen clever spielen, aggressiv sein und konstant Druck auf den Gegner ausüben.“
Rund um die Partie in Düren bleibt der Spielplan der Häfler Volleyballer eng gestrickt. Erst am Samstag standen Kapitän Aleksa Batak und sein Team in München auf dem Feld, und mit dem Aufeinandertreffen mit den powervolleys beginnt am Mittwoch eine Woche mit drei Spielen innerhalb von sieben Tagen. Entlastung kommt dabei aus der Luft: Seit dem 12. Januar verbindet Air Uniqon gemeinsam mit Avanti Air den Bodenseeairport Friedrichshafen regelmäßig mit den Zielen Berlin, Hamburg und Düsseldorf – eine Verbindung, die die Häfler an diesem Dienstagabend nutzen. Zwar führt der Weg nicht direkt nach Düren, aber immerhin in das benachbarte Düsseldorf. „Das ist zwar nichts Alltägliches, aber bei unserem Terminplan eine enorme Erleichterung. Jede Stunde weniger im Bus bedeutet eine Stunde mehr Regeneration“, erklärt VfB-Geschäftsführer Thilo Späth-Westerholt. „Wir begrüßen die neuen Strecken sehr – sie können uns in dieser Saison sicher noch mehrfach unterstützen.“