Nach Düren-Krimi: VfB empfängt den Aufsteiger

16. Januar 2026 Zurück zur Artikelübersicht »

Am Samstagabend (17. Januar, 18:30 Uhr, live bei Dyn und frei empfangbar bei Dyn Sport Mix) trifft der VfB Friedrichshafen in der heimischen SPACETECH ARENA auf den Ligakonkurrenten aus Warnemünde. Im Hinspiel gewann der VfB das Duell mit 3:1 und ließ keine Punkte beim Aufsteiger. Der Spielverlauf war aber weniger klar, als es das Ergebnis vermuten lässt.

Das Hinspiel gewann Friedrichshafen mit 3:1 | Bild: Alexander Hoth

Fast drei Stunden dauerte der 3:2-Auswärtssieg der Häfler Volleyballer am vergangenen Wochenende bei den SWD Powervolleys aus Düren. Einen Punkt konnten die Häfler demnach auf den Konkurrenten um Platz drei in der Bundesliga gutmachen. Zwei Mal lag der VfB zurück, zwei Mal drehte er das Spiel, und im Tiebreak gelang dem Team von Cheftrainer Adam Swaczyna das Kunststück gleich noch einmal. „Ich mochte den Kampfgeist unserer Mannschaft gegen Düren, wir haben um jeden Ball gekämpft. Für mich ist es das Wichtigste, Feuer in den Augen meiner Spieler zu sehen. Wir haben alles gegeben, was wir hatten – das müssen wir am Samstag wieder tun.“

Der Gegner am Samstag ist Aufsteiger SV Warnemünde. Die Männer von der Ostsee stiegen vor der aktuellen Saison zusammen mit den Barock Volleys Ludwigsburg in die erste Volleyball Bundesliga auf. Schon in der Vorsaison hatte der VfB die Ehre, die lange Reise nach Warnemünde antreten zu dürfen. Dort erinnert man sich wohl noch gerne an das Achtelfinale im DVV-Pokal – damals noch als Zweitligist. Sowohl damals im Pokal als auch diese Saison im Liga-Hinspiel ließen die Häfler jeweils einen Satz im Norden. „Natürlich beeinflusst unter anderem die lange Anreise das Spiel“, gibt Cheftrainer Adam Swaczyna zu, will die Reise aber grundsätzlich nicht als Ausrede benutzen. „Wir können nicht schlecht spielen und es dann auf die Entfernung schieben. Selbst wenn man müde ist, müssen die Spieler in der Lage sein, über ihre Grenzen hinauszugehen.“

Diese Reise haben nun die Gäste aus Warnemünde vor sich. Mit knapp 1.000 Kilometern sind es gute zehn Stunden reine Fahrzeit – also genug Möglichkeiten, sich die Erfolge der vergangenen Spiele noch einmal durch den Kopf gehen zu lassen. Während der Aufsteiger in zehn Spielen punktlos blieb, läuft es seither bedeutend besser. Mit inzwischen zwölf Zählern hat das Team die Abstiegsränge verlassen. Der VfB muss den Ligakonkurrenten am Samstag auf jeden Fall ernst nehmen. „Ich habe das meinen Spielern gesagt: Es geht nicht um den Namen auf dem Rücken oder das Logo auf der Brust, es geht um den Kampfgeist und das Team“, warnt der Cheftrainer vor zu viel Entspannung auf seiner Seite des Netzes. „Wenn Warnemünde kämpft und alles auf dem Feld lässt, dann wird es bei weitem kein einfaches Spiel. Wir müssen sie wie einen schweren Gegner behandeln, denn wenn sie angezündet sind, können sie Schaden anrichten.“