| 21. Januar 2026 | Zurück zur Artikelübersicht » |
Der VfB Friedrichshafen ist mit einer dicken Hypothek in das Achtelfinale des CEV Volleyball Cups gestartet. Die Häfler verloren am Mittwochabend gegen den belgischen Vertreter Tectum Achel mit 1:3 (21:25, 25:20, 22:25, 23:25) und brauchen nun im Rückspiel am kommenden Dienstag einen deutlichen Sieg, um mit einem Golden Set dennoch in die Playoffrunde des Europokals einzuziehen.

Sechs Blockpunkte reichten nicht gegen Tectum Achel | Bild: Alexander Hoth
Je einAss auf beiden Seiten (1:3, 5:4), aber auch jeweils vier Aufschlagfehler – es war ein holpriger Start für beide Teams in ihr Achtelfinale des CEV Volleyball Cups. Wobei dies nicht weiter verwunderlich war. Achel war nur mit zehn Spierlern an den Bodensee gereist und musste unter anderem auf die beiden deutschen Ex-YoungStars Mario Schmidgall und Felix Baumann verzichten. Auch die Häfler waren weit weg von ihrer Stammbesetzung und agierten in ihrem 23. Spiel der Saison erneut mit einer komplett neuen Aufstellung.
Zuspieler Daniel Habermaas, Simon Kohn, Parker Van Buren und Louis Kunstmann waren aus dem letzten Ligaspiel übriggeblieben. Kyle Hobus, Gustavo Maciel und der wieder genesene Libero Lenny Graven rückten in den Kader. So richtig rund lief es für den Champions-League-Sieger von 2007 aber zu Anfang noch nicht. Während Achel die Fehler abstellte, leisten sich die Hausherren vor allem von der Linie zu viele (15:18, 19:21). Diagonalangreifer Jippe Schroeven war der auffälligste Belgier und kam immer wieder über seine Position zum Punkt (20:23). Sein Gegenüber Van Buren verzog schließlich einen Angriff zum Satzgewinn für die Gäste (21:25).
Friedrichshafen musste eine Schippe drauflegen und tat das. Maciel servierte das Ass (2:1), Kohn gewann das Druckduell (3:1) und starke Aufschlägen von Van Buren (8:4) taten zusätzlich etwas für die Nerven der Zuschauer in der SPACETECH ARENA. Lucas Huckle kam immer wieder für Graven in der Abwehr, was den Häflern auch ein paar defensive Ballberührungen bescherte. Achel traf nur noch den Block (10:5) und schickte die Angriffe neben und hinter das Feld (19:12). Vojin Cacic kam zum Aufschlag und bereitete damit einen Maciel-Punkt (22:14) vor. Van Buren besorgte mit einem Ass den Satzausgleich (25:20).
Wenn der Aufschlag bei Friedrichshafen kam, war Achel unter Druck. Wenn nicht, hielt die Häfler Lebensversicherung Parker Van Buren sein Team im Angriff (7:7) oder auch mit dem Block (14:14) im Spiel. Kohns Einerblock sorgte dann spektakulär für die Führung (17:16), wobei sich Achel gegen Kunstmann revanchierte (19:20). In dieser Phase kamen die Häfler mit ihren Angriffen nicht durch, was Berre Peters zu nutzen wusste (20:22). Der Außenangreifer mit der Nummer neun nutze immer wieder die Blockhände der Gastgeber – auch zum Satz (22:25).
Es blieb ein gebrauchter Abend für die Häfler Offensive. Auch das Ass von Hobus (7:7) ändert zuerst einmal nichts daran, dass sich Friedrichshafen im Angriff schwer tat. Maciel machte Druck mit dem Service (10:8), Achel holte sich allerdings die Führung zurück (14:17). Der eingewechselte Cacic servierte seine Mannschaft noch einmal heran (22:22), dennoch verwandelte der belgische Vorjahresdritte seinen ersten Matchball (23:25).
„Wir haben schon erwartet, dass es ein schwieriges Spiel wird. Aber trotzdem sind wir enttäuscht über das Ergebnis, weil wir auch mit dieser Aufstellung besser Volleyball spielen können. Vor allem hätten wir mit mehr Energie in dieses Spiel gehen müssen“, sagte ein enttäuschter VfB-Trainer Adam Swaczyna. „Jetzt konzentrieren wir uns auf das Spiel gegen Giesen und machen die Dinge besser, die wir besser machen müssen. Dann denken wir über das Rückspiel gegen Achel nach. Und auch da gibt es noch eine Chance, in die nächste Runde einzuziehen.“
Friedrichshafen reist nun zum Ligaspiel nach Hildesheim, wo der VfB am Sonntag (24. Januar, 16:00 Uhr) auf die Helios Grizzlys Giesen trifft. In einer Woche haben die Häfler dann die Chance, mit einem 3:0 oder 3:1 in Belgien den Golden Set zu erzwingen und doch noch in die Playoffrunde des CEV Volleyball Cups einzuziehen.