„Sechs-Punkte-Spiel“ in Hildesheim

23. Januar 2026 Zurück zur Artikelübersicht »

Das Duell zwischen dem VfB Friedrichshafen und den Helios Grizzlys Giesen ist in den vergangenen Jahren zu einem echten Klassiker geworden. Immer wieder lieferten sich beide Teams – vor allem in den Playoffs – intensive und teils epische Begegnungen. Am Sonntag kommt es in Hildesheim (25. Januar, 16:00 Uhr, live bei Dyn) zur nächsten Neuauflage. Und erneut hat das Aufeinandertreffen eine besondere Brisanz: Für die beiden Tabellennachbarn geht es um wichtige Punkte im Kampf um die Playoffs.

Lucas Huckle ersetzte zuletzt den erkrankten Lenny Graven | Bild: Alexander Hoth

Die 1:3-Niederlage am vergangenen Mittwoch gegen Tectum Achel im CEV Volleyball Cup bedeutete einen kleinen Dämpfer für die Euphorie der Häfler Volleyballer im noch jungen Jahr 2026. „Zu wenig Energie“ hatte Cheftrainer Adam Swaczyna seinem Team attestiert. Allzu hart geht der Pole jedoch nicht mit seiner Mannschaft ins Gericht. Die junge Starting Six war nahezu alternativlos, Wechselmöglichkeiten bestanden kaum.

Mit Aleksa Batak, Vojin Cacic und Jonas Van Huizen fehlten gleich drei Stammkräfte. Hinzu kam ein hartnäckiges Virus, das in der SPACETECH ARENA weiterhin seine Spuren hinterlässt.Tim Peter ist schon seit Mitte Dezember mit einer Fußverletzung raus. „Das alles darf keine Ausrede sein“, betont Swaczyna. „Aber ich hoffe, dass wir am Sonntag anders an das Spiel herangehen.“

Denn die Partie bei den Helios Grizzlys Giesen ist ein klassisches „Sechs-Punkte-Spiel“. Im Duell der direkten Tabellennachbarn könnte Giesen mit einem Sieg bis auf einen Punkt an Aleksa Batak und Co. heranrücken. Gewinnt Friedrichshafen, wäre der Vorsprung auf Platz fünf wieder etwas beruhigender. „Darauf sind wir vorbereitet. Wer genau dann auf dem Feld steht, ist eine Entscheidung von Tag zu Tag“, so Swaczyna.

Das Giesen, das beim Ligacup vor der Saison noch den achten Platz belegte, ist längst Geschichte. Das Team von Trainer Itamar Stein hat personell umgebaut und mit dem Ex-Berliner Cody Kessel zusätzliche Stabilität in die Defensive gebracht. Dass das Hinspiel gegen die Grizzlys verschoben werden musste und bislang noch nicht neu angesetzt wurde, hilft der ohnehin aufgrund der vielen Spiele kurzen Vorbereitung nur bedingt. „Wir wissen, dass der Gegner großes Potenzial hat, vor allem vor Heimpublikum“, sagt Swaczyna. „Deshalb werden wir unsere Bestleistung abrufen müssen, um Punkte aus Hildesheim mitzunehmen.“