| 25. Januar 2026 | Zurück zur Artikelübersicht » |
Mit 3:1 (25:21, 25:19, 21:25, 25:18) bezwang der VfB Friedrichshafen am Sonntagnachmittag den Tabellennachbarn Helios Grizzlys Giesen und sicherte sich damit vorerst komfortabel den vierten Platz in der 1. Volleyball Bundesliga. Die Häfler überzeugten vor allem im Aufschlag und im Block – und mit einem starken MVP Vojin Cacic.

Parker Van Buren freut sich über seine drei Asse | Bild: Elisabeth Kloth
Adam Swaczyna setzte gegen die Helios Grizzlys Giesen auf Erfahrung und rotierte Vojin Cacic sowie Marcus Böhme in die Startformation. Zudem sollten es Aleksa Batak, Parker Van Buren, Lenny Graven und Louis Kunstmann für die Häfler richten. Letzterer startete gleich mit viel Energie, sorgte nach dem Batak-Ass (2:1) für zwei Punkte mit dem Service (3:1, 5:1) und brachte etwas Ruhe in die ausverkaufte Sparkassen-Arena in Hildesheim. Weil Friedrichshafen in der Folge jedoch Chancen ausließ, sich weiter abzusetzen, robbten sich die Hausherren mit zwei Assen zurück in die Partie (9:7, 13:13).
Statt den Satz aus der Hand zu geben, übernahm Kapitän Batak das Kommando. Erst servierte er zum direkten Punkt (15:13), dann bediente er Kunstmann aus schwieriger Situation mustergültig (19:16) und wies schließlich Lars Migge über der Netzkante in die Schranken (20:16). Ex-Häfler Jakob Günthör, der sich nach längerer Verletzungspause zurückmeldete, vereitelte noch den ersten Satzball des VfB (24:21), Marcus Böhme nutzte jedoch den nächsten aus eigener Annahme (25:21).
Nach zwei Van-Huizen-Breakpunkten (2:0) wehrten sich die Grizzlys im zweiten Durchgang mit aller Macht – und mit Ilja Ivanov von der Aufschlaglinie (2:3, 2:5). Bis der finnische Zuspieler wieder an der Reihe war, hatte Cacic den Satz allerdings erneut in die richtige Bahn serviert (11:10). Friedrichshafen übernahm wieder die Kontrolle und stand besser in der Defensive und im Block – durch Böhme (16:13) und Van Buren (18:14). Es entwickelte sich nun ein hochklassiges Volleyballspiel mit spektakulären Abwehraktionen auf beiden Seiten. Den längsten Ballwechsel der Begegnung beendete Cacic mit einem Block (19:15). Die Gäste spielten den Satz souverän zu Ende: Kunstmann erspielte mit dem dahin zehnten Block seines Teams die Satzbälle (24:18), Van Buren verwandelte den zweiten (25:19).
Nach der zehnminütigen Pause waren es erneut die Grizzlys, die nach zwei Migge-Assen einen beträchtlichen Vorsprung herausspielten (1:6). Nachdem auch Günthör mithilfe der Netzkante punktete (2:9), hatte VfB-Trainer Adam Swaczyna bereits beide Auszeiten verbraucht. Van Buren spielte nun den Partycrasher und brachte sein Team mit drei Assen wieder heran (12:13). Es blieb eng bis in die Crunchtime, dann nahm erneut Migge von der Linie sein Herz in beide Hände (20:23). Triple-Olympiasieger und US-Coach Karch Kiraly, der aktuell auf Deutschlandtour ist, bekam so einen vierten Satz zu sehen (21:25).
Friedrichshafen musste sich kurz schütteln und setzte im Angriff verstärkt auf Vojin Cacic, der bis dahin fast 70 Prozent seiner Angriffe im Feld untergebracht hatte (6:6). Der Montenegriner war es auch, der mit seinen Aufschlägen so viel Druck machte, dass sein Team auf 12:7 davonzog. Als Giesen noch einmal verkürzte, setzte Böhme den wichtigen Block (16:12), ehe Cacic erneut im Angriff glänzte (17:12, 19:13). Der Widerstand der Grizzlys war gebrochen – daran änderte auch die Einwechslung von Inaki Ramos nichts. Der Aufschlag des Diagonalangreifers segelte schließlich zum 25:18 ins Aus.
„Es hat heute großen Spaß gemacht, meiner Mannschaft zuzuschauen. Wir haben in allen Disziplinen sehr gut gespielt. Den dritten Satz verlieren wir, weil Giesen unfassbar gut aufschlägt, wobei wir das später besser in den Griff bekommen haben“, sagte ein sichtlich gelöster Adam Swaczyna. „Jetzt konzentrieren wir uns auf die kurze Erholungsphase und spielen am Dienstag in Belgien. Es liegen einige sehr wichtige Spiele vor uns.“
Konkret spricht Swaczyna von der Achtelfinalbegegnung im CEV Volleyball Cup gegen Tectum Achel am Dienstag. Friedrichshafen benötigt in Belgien einen 3:0- oder 3:1-Erfolg, um im entscheidenden Golden Set noch das Weiterkommen zu sichern. Am 1. Februar wartet dann das Heimspiel in der SPACETECH ARENA gegen Tabellenführer SVG Lüneburg, der zugleich auch der Gegner am 28. Februar im ZO! DVV-Pokalfinale sein wird.