| 01. Februar 2026 | Zurück zur Artikelübersicht » |
Die Generalprobe für das Finale im Zoi DVV-Pokal ist für den VfB Friedrichshafen misslungen. Vier Wochen vor dem großen Showdown in der Mannheimer SAP Arena (28. Februar) unterlagen die Häfler vor ausverkaufter SPACETECH ARENA der SVG Lüneburg mit 1:3 (25:16, 20:25, 26:28, 26:28). In einer Partie auf Augenhöhe nutzte der VfB seine Chancen nicht konsequent und musste den Gästen in den beiden engen Sätzen den Vortritt lassen.

Starker Auftritt: Gustavo Maciel blockte sechs SVG-Angriffe | Bild: Alexander Hoth
Der vermutete Poker beider Trainer vor dem Zoi DVV-Pokalfinale in vier Wochen blieb aus. Friedrichshafen und Lüneburg gingen mit ihrer Bestbesetzung ins Rennen. Bei den Häflern bedeutete dies, dass Cheftrainer Adam Swaczyna Vojin Cacic, Jonas Van Huizen, Gustavo Maciel, Louis Kunstmann, Parker Van Buren, Aleksa Batak und Libero Lenny Graven das Vertrauen schenkte. Zunächst ging die Startphase jedoch an die Gäste, die nach einem Block gegen Kunstmann mit 4:0 in Führung gingen.
Swaczyna nahm die Auszeit, woraufhin sich sein Team wieder berappelte. Kapitän Batak servierte stark (4:6), Van Huizen legte ein Ass nach (6:6). Immer wenn die Häfler ihre Aufschläge durchbrachten, geriet die SVG in Schwierigkeiten. Vojin Cacic nutzte diesen Umstand in Serie (11:9, 16:11). Beim Heimteam klappte nun vieles, bei Lüneburg dagegen wenig. Friedrichshafen holte sich den ersten Satz – auch in dieser Höhe verdient – mit 25:16.
Die Gäste wirkten zunächst etwas von der Rolle, was sich auch in einem Aufstellungsfehler zum 3:1 für den VfB zeigte. Dann allerdings verpasste es Friedrichshafen, sich weiter abzusetzen, und ließ die Nordlichter ihrerseits mit starken Aufschlägen davonziehen (18:21, 19:24). In der Crunchtime war die Mannschaft von Cheftrainer Stefan Hübner wacher und glich die Partie wieder aus (20:25).
Erneut startete Friedrichshafen schlechter in den Satz (0:3, 1:6), kam aber durch ein Batak-Ass (4:6) und eines von insgesamt sechs Blocksvon Maciel (6:6) zurück. Zwei weitere direkt gestoppte Angriffe des Argentiniers brachten seinem Team sogar die Führung (9:7). Doch wieder brachten Ungenauigkeiten im Angriff der Häfler die SVG zurück ins Spiel (11:11). Howes Block gegen Kunstmann verschaffte Lüneburg den kleinen Vorteil (20:22) und schließlich auch die Satzbälle (23:24). Champlin hatte die Satzführung im Schlagarm, scheiterte aber am Block des eingewechselten Hobus (24:24). Kurz darauf machte der US-Amerikaner im SVG-Dress den Satz dann doch noch zu (26:28).
Simon Kohn war für Van Huizen auf das Feld gekommen und fügte sich glänzend in den vierten Satz ein (5:3). In einer Partie, die nun viele Fehler auf beiden Seiten produzierte, wechselte die Führung jedoch erneut auf die Seite der Gäste (13:15, 23:24). Friedrichshafen bekam zwar die Chancen auf das Break, konnte sie aber nicht nutzen. Ein Fehler von Cacic war schließlich einer zu viel in diesem Durchgang (26:28).
„Wir hätten heute drei Punkte holen können“, war Cheftrainer Adam Swaczyna nicht zufrieden mit der Leistung seines Teams. „Wenn wir Druck auf Lüneburg gemacht haben, waren wir besser. Deshalb habe ich immer noch ein gutes Gefühl für das Pokalfinale. Heute haben wir einfach zu viele Chancen liegen gelassen. Daran werden wir arbeiten.“