Derby wird kein Selbstläufer

03. Februar 2026 Zurück zur Artikelübersicht »

Dass die FT 1844 Freiburg die Partie am kommenden Mittwoch (4. Februar, 19:30 Uhr, live bei Dyn) auf der eigenen Homepage zum Südbadenderby erklärt hat, dürfte den Württembergern vom Bodensee nicht unbedingt schmecken. Was jedoch stimmt: Das Aufeinandertreffen der beiden Teams aus Baden und Württemberg sorgt seit dem Aufstieg der Freiburger regelmäßig für heiße Duelle. Auch im dritten Vergleich dieser Saison geht es für beide Mannschaften um einiges.

Zuspieler Aleksa Batak laboriert immer noch an einer Rückenverletzung | Bild: Alexander Hoth

Zweimal standen sich der VfB Friedrichshafen und die FT 1844 Freiburg in dieser Spielzeit bereits gegenüber. Sowohl beim Ligaspiel in der SPACETECH ARENA als auch im Pokalviertelfinale im Breisgau setzten sich die Häfler jeweils mit 3:0 durch. „Wir haben vor allem in der Abwehr einen sehr guten Job gemacht“, weiß Cheftrainer Adam Swaczyna, der allerdings aufgrund der aktuellen Personalsituation keinen Selbstläufer erwartet. „Wir müssen vor jedem Spiel unser Puzzle neu zusammensetzen, weil wir immer wieder mit einer anderen Formation starten müssen.“

Mehrere Einsätze sind fraglich. Zuspieler Aleksa Batak spürte bereits im zweiten Durchgang der Partie gegen Lüneburg am vergangenen Sonntag seine Rückenprobleme erneut. „Da müssen wir am Mittwoch sehen, was möglich ist“, erklärt Swaczyna. Auch Vojin Cacic und Jonas Van Huizen könnten dem polnischen Olympiazweiten aufgrund ihrer Blessuren nicht zur Verfügung stehen. „Die einzige gute Nachricht in Sachen Verletzungen ist momentan, dass Tim Peter wieder im Training ist, auch wenn wir mit ihm erst langsam beginnen können.“ Der deutsche Nationalspieler war seit Mitte Dezember wegen eines Ermüdungsbruchs im Fuß nicht mehr zum Einsatz gekommen.

Aufgrund der angespannten Personallage reagierte der VfB zwischenzeitlich auch auf dem Transfermarkt. Seit vergangenem Samstag gehört der US-Amerikaner Corey Chavers zum Häfler Kader. „Corey hatte zuletzt eine Woche Pause, deshalb braucht es etwas Zeit, bis er vollständig in die Mannschaft integriert ist“, erklärt Swaczyna. „Er wird aber mit nach Freiburg fahren, und ich denke, es wird nicht lange dauern, bis wir ihn auch auf dem Feld sehen.“

Auch der Gegner aus Freiburg hatte zuletzt mit personellen Problemen zu kämpfen. Mittelblocker Liam Kristjanson fehlte aufgrund einer Knöchelverletzung, zudem grassierte ein Virus im Team. Am vergangenen Wochenende musste die FT zunächst gegen den Meister aus Berlin antreten (1:3), ehe sie einen Tag später einen 3:0-Erfolg gegen den VCO Berlin feiern konnte. Während Friedrichshafen drei Punkte benötigt, um den Anschluss an das Spitzentrio zu halten, kämpft Freiburg als Tabellensiebter um den Einzug in die Playoffs. „Wir haben schon mehrfach bewiesen, dass wir mit diesem Druck umgehen können – egal, wer auf dem Feld steht“, zeigt sich Swaczyna optimistisch. „Wir müssen als Team zusammenhalten und nicht nur in der Abwehr, sondern auch im Aufschlag und im Angriff besser spielen als zuletzt gegen Lüneburg. Dann haben wir gute Chancen.“